Karate Disco – Karate Disco

Text: | Ressort: Musik | 30. Juli 2008

Karate Disco aus Neuwied/Koblenz/Andernach verkörpern all das, was hiesigen, heutigen Produktionen unter selbst ernannter Punk-Fuchtel hundertprozentig abgeht, Ausnahmen von EA 80 nach Fidel Bastro, bestätigen natürlich die Regel. Neue Bands dieser Kaste hächeln entweder alten, längst eingemotteten Traditionen oder dem heute gehätschelten Emo-Vibe hinterher und Alteingesessene, wie vor Zeiten Abwärts, wissen scheinbar selbst gar nicht mehr wirklich etwas von ihrer Existenz oder „Essen auf Rädern“ hat falsch geliefert. Karate Disco hingegen liegen genau richtig, können Crass von Exploited und Delta 5 von Transvision Vamp unterscheiden. Sie träufeln sich diverse Prisen an Historienmeriten heraus, um ihr ureigenes Rabiat-Tagebuch weiterzuführen. Textlich darf es dabei ebenso nachbarschaftlich wie bei Nichts, aber auch verschachtelt, in fast schon Kolossale Jugend-Manier, zur Sache gehen. Und nichts, liebe Leser und Leserinnen, wirklich nichts gibt sich hier auch nur im Ansatz peinlich. Ja, ich schreibe das hier über eine deutschsprachige Punk-Platte nieder. Ja, ich empfehle Karate Disco weiter. Ob es sich in diesem Falle bei mir nun endgültig um fortschreitenden Altersstarrsinn handelt, müsst ihr beim Kauf dieser Platte entscheiden. Ich bin für diesbezügliche Hinweise nun wirklich mehr als offen.
(RilRec Indie-Label)

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