Lukestar – Lake Toba

Text: | Ressort: Musik | 22. September 2008

Drei lange Jahre. Drei verdammt lange Jahre ist es nun schon wieder her, dass die Band ihr Album „And The Glass Handed Kites“ mit so sensationell sich ums Bewusstsein wattewebenden Nummern wie „Apocalypso“ und „Special“ schmückte und – nachvollziehbar – großen Erfolg einfahren konnte. Hymnen, die sich ganz bezaubernd erhoben aus einem großen Zwiespalt. Ein Zwiespalt, wie wir ihn (mehr oder minder) heimlich in uns selbst erkennen möchten, zwischen Nachdruck, nur sparsam gestikulierender Überzeugungskraft und dieser Zerbrechlichkeit, die natürlich immer etwas kokettiert damit, dass man sie (wahrscheinlich) nicht sofort vermuten kann, und die dennoch, so redet man sich gerne ein, die Essenz hinter der inszenierten Schroffheit ist, die engelsgute Seele, welche man sich in seinem Kern bewahrt zu haben glaubt. Eine Kunst wahrlich, sich in diesem Zwiespalt ganz glaubwürdig und einnehmend zu präsentieren. Eine Kunst, wie sie Lukestar auch auf diesem neuen Album ganz besonders gelingt, wenn auch die großen Hits von „Frengers“ und „And The Glass …“ fehlen. Leider, ja, aber vielleicht entwickelt sich „Lake Toba“ doch noch zu einer ganz eigenen Größe, mit etwas mehr Zeit und Anteilnahme.
(Riptide/Cargo)

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2 Kommentare »

  1. Die gesamte Besprechung bezieht sich auf Platten von Mew.

  2. ach …

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