The Blisstrain is coming!!!

Text: | Ressort: Musik, Veranstaltungen | 28. Februar 2009

Familienfeiern

The blisstrain is coming … und erzählt bloß nicht, dies wäre etwas ganz Normales. Es geht hier nicht einfach nur um eine Labeltour, um ein Indoor-Festival oder so etwas in der Richtung. Roadshow könnte schon eher passen, Erlebnis trifft es auf jeden Fall. „Wir kommen der ursprünglichen Idee schon schmerzhaft nahe“, schwant es Andreas „Kanzler“ Kohl, der ab 6. März gemeinsam mit den Bands The Antikaroshi, Beehoover, BulBul, Ostinato und We Insist! sowie weiteren illustren Gästen wie Jari Rebelein (Dÿse), Malte Seidel (Black Shape Of Nexus) und Hannah Murray an der Geige (bekannt von A Whisper In The Noise) den Blisstrain besteigen wird – um uns alle glücklich zu machen. „Im Grunde genommen geht es darum, nach außen zu tragen, um was es bei diesem Label geht.“ Dieses Label heißt Exile On Mainstream Records. Und es feiert am 1. April 2009 den zehnten Geburtstag. Ein Label, das dann doch ein wenig anders funktioniert als der „normale“ Rest – was wohl in erster Linie etwas mit dem ganz besonderen Idealismus zu tun hat, den Beate und Andreas Kohl bereitwillig, voller Freude und Intensität in dieses Projekt investieren. Und auch ein wenig mit einem musikalischen Grundverständnis, das auf so positive Art und Weise Old School ist, wie ich es mir nur wünschen kann. Im Klartext: Wenn schon die Rede ist von Trademarks, dann sprechen wir hier vor allen Dingen von Respekt. Von Toleranz. Von Vielfalt. Von künstlerischer Freiheit. Von Familie und dem ganzen Miteinander, was damit so zu tun hat. Das Ergebnis ist ein beneidenswert differenziertes Labelprofil, bei dem es nicht um das Bedienen von Erwartungshaltungen geht – es sei denn, man bringt die Erwartungshaltung mit, permanent auf stilistischer Entdeckungstour zu sein. Der Blisstrain ist das aktuelle, das offensichtlichste Ventil: Fünf Bands und etliche musikalische Gäste – allesamt aus dem Exile On Mainstream-Universum, die sich allesamt längst bestens untereinander kennen. Und sich – ganz wichtig – hochgradig schätzen und mögen. Anders geht es auch gar nicht, dieses hochgradig energetische Ding, das die Grenzen zwischen Konzert, Revue, Festival und Show. Dieses Konzept, „das es in dieser Form hierzulande noch nicht gegeben hat“. Zwei Bühnen, die simultan und permanent bespielt werden – ohne festes Line-Up im Sinne eines klar gegliederten Ablaufes angefangen von der, ähem, mickrigen Vorband bis zum umjubelten Headliner. Der Blisstrain kümmert sich nicht um solche Strukturen. Seid pünktlich, Leute: Um 20 Uhr geht’s los, immer (abgesehen von der Show in Den Bosch als Matinee – die startet um 15 Uhr). Und habt Ausdauer dabei, kauft schnell die Getränke. Pausen sind nicht geplant, keinesfalls. Auf vier, fünf Stunden Dauerprogramm müsst ihr euch schon einstellen, da kann’s auch knapp werden mit dem Toilettengang. Freund Kanzler, der Hintersinnige, reibt sich schon jetzt die Hände: „Die Leute sollen letztlich gar nicht mehr wissen, wo sie hingucken sollen, weil einfach auf beiden Bühnen stets etwas passiert.“ Da ist der Name Blisstrain unbedingt mit Bedacht gewählt – der Zug, der einen regelrecht überfährt. Die Idee gab’s schon im letzten Jahr. Und sie hat funktioniert, ohne Steuerung und Vorausplanung: „Dieses Miteinanderspielen und dieses Vermischen der Bands ist beim letzten Blisstrain schon am zweiten Abend einfach passiert, ganz von selbst.“ Die Zugfahrt 2009 verspricht um einiges rasanter zu werden – es wird berichtet, dass sogar schon exklusive Songs geschrieben wurden. Und sich die Jungs von Ostinato auch Gedanken darüber gemacht haben, wie man den ein oder anderen Song vielleicht mal mit sechs Gitarren spielen kann. Es geht um das Besondere. Das Einzigartige. Die Magie des Moments – jene Dinge, die Musik im Allgemeinen und Konzerte im Besonderen letztlich doch immer ausgezeichnet haben. „Die Freiheit zur Improvisation war doch immer ein ganz wichtiger Bestandteil der Labelattitude“, erklärt Kanzler: „Da muss man sich doch auch nur die Bands anschauen – ganz egal, nimm Beehoover oder We Insist!, BulBul, Ostinato oder The Antikaroshi, die bringen doch auch alle miteinander diese Einstellung in ihrer Musik schon mit.“ Glücklich, wer solche Bands hat? Nein, nicht nur – großartig, wer es schafft, sich aus eigener Kraft und in eigener Arbeit eine solche Familie um sich zu scharen. Und dann muss man auch noch die Größe haben, in völliger Selbstverständlichkeit zu sagen: „Und natürlich muss man bei so etwas auch den Moment des Scheiterns einkalkulieren.“ Immerhin, es funktioniert. Und es funktioniert dabei auch das Wichtigste – das Einbeziehen des Publikums in die Familie. Es gibt da draußen etliche Leute, die den Blisstrain 2008 für das musikalische Ereignis des vergangenen Jahres halten. Es gibt Leute, die regelrecht auf die Ausgabe 2009 warten. Es gibt Clubs da draußen, die auf diese Herausforderung (wie gesagt: zwei Bühnen, zweimal PA und so weiter und so fort!) richtig Bock haben. „Die am einfachsten gebuchte Tour des Jahres! Ich habe meinen Wunschfahrplan gemacht, in zwei Stunden die Clubs angerufen und die Sache stand. Offenbar hat es sich inzwischen herum gesprochen, wie gut dieses Konzept funktioniert.“ Grund genug für jeden, der Bock hat auf dieses „uneven rock-terrain“, dieses Zugticket zu lösen. Und hey, ihr nehmt es ja auch mit nach Hause: Jede Roadshow wird aufgezeichnet, gemischt, gemastert und gibt’s nach Konzertende als USB-Stick. Wir sehen uns auf’m Blisstrain!

Der Blisstrain rollt:

6. März Fabrik, Potsdam (WarmUp mit The Antikaroshi, BulBul, Ostinato, We Insist! + Überraschungsgast)

7. März Festsaal Kreuzberg, Berlin

8. März Hafenklang, Hamburg

9. März Beatpol, Dresden

10. März Kassablanca, Jena

11. März K 4 (Komm), Nürnberg

12. März Komma, Esslingen

13. März Gaswerk, Winterthur (CH)

14. März MuK, Gießen

15. März W2, Den Bosch (NL)

Infos unter www.blisstrain.de – zu Exile On Mainstream unter www.mainstreamrecords.de

Oder zum Zweiten mit den Worten von Gunnar:

BLISSTRAIN 2009

Der Kessel ist geheizt und so langsam kommt die Maschine des BLISSTRAIN zum zweiten Mal ins Rollen. Fünf Bands werden sich an den nächsten zehn Tagen ein Stelldichein geben und über das gewöhnliche Maß hinaus gehend zusammen touren. Da hätten wir zunächst BEEHOOVER, die mit ihren in die Beine gehenden Riffwalzen sicher jedem schon mal auf den Bühnen dieses Landes begegnet sind. Auch die Österreicher BULBUL sind keine Unbekannten und ich kann es kaum erwarten, wie sie ihre poppigen Kleinode Melvins´scher Herkunft mit den anderen Bands kombinieren werden. Denn das ist das wohl das Ungewöhnlichste an dieser Tour: jeder, der mit jedem will, kann auch. Soll heißen, hier werden die Grenzen eines Bandgefüges deutlich gesprengt, wenn es während der Shows wilde Umbesetzungen geben wird, sich einer zu den anderen gesellt und schließlich ergänzt. So wird es sicher auch spannend, wenn OSTINATO, die auf dieser Tour ihren Abschied von der Bühne feiern, ihre flüssig-verhallten Gitarrenepen neben den vertrackten Stücken von WE INSIST! platzieren. Wir freuen uns außerdem auf ein Wiedersehen mit dem Kanzler, dem Organisator dieses Rock´n´Roll Zirkus´ und Labelchef von Exile On Mainstream Records. Neuestes Signing dort sind übrigens THE ANTIKAROSHI, die ebenfalls mit an Bord sein werden. Warm-Up-Party ist am Freitag (6.03.) in Potsdam, Tourstart dann Samstag in der Hauptstadt im Festsaal Kreuzberg.

Erste Bilder vom Stop in Berlin findet ihr hier auf unserem Flickr-Acount.


 

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Ein Kommentar »

  1. auch in winterthur war es nicht schlecht. the antikaroshi ist als neue band, dann wohl auch eine der besten.

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