Shirley Lee – s/t

Text: | Ressort: Musik | 20. März 2009

Die Frische, die man der Hauptband dieses Shirley Lee um die Jahrtausendwende noch nachsagen mochte … insofern man Spearmint mag … ist auf diesem Soloalbum einem reiferen Odeur gewichen. Ich halte mich zurück, das zu verteufeln – man muss diese kultivierte Abgestandenheit nur bereits sehr mögen, um (damit unversehens konfrontiert) nicht augenblicklich abgetörnt zu sein. „Shirley Lee“ ist kein offenes, kein pathospuschendes, kein episches und kein mit bittersüßer Klebrigkeit verführendes Album … es ist für die Kenner des Leeschen Werkes, die Connaisseure, die nuanciert wahrnehmen und über ihren Geschmack nicht streiten lassen wollen. Und Spearmint für danach gibt es demnächst wohl auch wieder, alles nur in vorübergehendem Aufruhr.
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