Wir präsentieren: The Black Box Revelation

Text: Klaus | Ressort: Musik, Veranstaltungen | 30. März 2009

photo: Marjolein Hoornaert

Wir präsentieren die kleine Tour von The Black Box Reveleation. Warum? Weil es unsere niederesten Instinkte kitzelt und einfach rockt, aber so was von, das die beiden Belgier da so veranstalten. Darum geht in Frieden, aber geht gefälligt dort hin!

Tour:

Rockende Belgier auf Tournee im April.
21.04.2009 Molotow, Hamburg
22.04.2009 Magnet, Berlin
23.04.2009 Gebäude 9, Köln
24.04.2009 Atomic Café, München
THE BLACK BOX REVELATION – SET YOUR HEAD ON FIRE

Nein, kein Frühwerk der White Stripe und auch nicht die Black Keys. Detroit? Falsch! Wobei Old School Rock’n’Roll mit klarer Bluesverwurzelung schon die Musik ist, von der hier gesprochen wird. Doch das Duo stammt ja noch nicht einmal annähernd aus den Staaten. Nein, zwei Jungspunde aus Brüssel rocken hier das Hau, dass es nur so eine Freude ist. Am Schlagzeug führt der 17-jährige Dries Van Diyck (wenn das mal kein Künstlername ist) vor, dass ausgefeilte Technik, Groove und Druck durchaus vereinbar sind. Derweil zeigt Jan Paternoster (;-)), das an auch mit 19 schon die abgehangensten Riffs cool unter die Massen dreschen kann. Da kann sich so mancher Rockopa warm anziehen.
Die Beiden kennen sich seit Kindertagen und durchliefen seit frühen Teenagerzeiten wechselnde musikalische Projekte. Zuletzt schien der Durchbruch mit den 2006 gegründeten The Mighty Generators unabwendbar. Gemeinsam mit Jans Bruder und einem gemeinsamen Freund spielte man in der ersten richtigen Band. Mit konventionellem Rock erspielte man sich schnell genug Aufsehen in der Stadt, was zur Teilnahme an Humo’s Rock Rally, dem größten Bandcontest des Landes, führte. Um ein Demo zu fabrizieren ging die Band ins Studio. Letzten Endes blieben zehn Minuten ungenutzt und Jan hatte noch ein paar Songs parat, die aber nicht so recht ins Oeuvre der Mighty Generators passten. Um die bezahlte Zeit nicht zu vergeuden nahmen er und Dies kurzerhand drei Stücke in eben diesen zehn Minuten auf. Klar, das müsste man nicht berichten, wären sie damit nicht auf dem zweiten Platz des Wettbewerbs gelandet, während The Mighty Generators bereits im ersten Durchgang rausflogen. Offenbar funktionierte da etwas, das erkannten auch die Beteiligten und verließen ihre alte Band, um es fortan zu zweit zu versuchen. Einer dieser drei Songs aus dieser ersten Session „Love In Your Head“ hat es übrigens bis auf das nun vorliegende Debüt geschafft. Für das komplette Album brauchte man ledigliche eine Woche. Alles wurde in einem Take aufgezeichnet. Keine Frickelei, keine Studioorgie, ihren direkten erdigen Livesound wollten die zwei möglichst unverfälscht einfangen. Zum Inhalt der Texte gibt Jan zu Protokoll: „I write about a bit of everything, either things that happen in my own life, sometimes about fantasy. It’s not that I write openly about myself, but sometimes I’ll write about myself in other ways – if you look at it very close then maybe you’ll understand what’s happening in my head.”
Die Belgier, doch mehr als Früchtebier, Spitze, Schokolade und Pissmännchen, wovon man sich auf der angekündigten großen Tournee, zum Zwecke der Erlangung der Weltherrschaft, auf jeden Fall überzeugen sollte.
(PIAS/Rough Trade)

www.blackboxrevelation.com

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