Cut City – Narcissus Can Wait 12″

Text: | Ressort: Musik | 16. Juli 2009

Die Gitarre wimmert. Sehnen und Flehen hallen in die sterneklare kalte Nacht hinaus. Ungewiß, ob die Botschaft ihren Adressaten findet oder ob auch die nächste Nacht eine einsame sein wird.
Düster dräunen die Feedbackschwaden, nebelverhangen hallen langsam die tiefen Trommelschläge, dem Gesang folgt bedeutungschwanger das eigene Echo auf dem Fuße. Das klingt nicht nur in der Beschreibung ein wenig nach Shoegazer meets Joy Division. Der Platz den Interpolfreimütig geräumt haben belegen die Schweden gern und mit entsprechender Fulminanz. Nach ihrem Debüt „Exit Decades“, das 2007 schon aufhorchen ließ, folgt hier nun der Beweis, dass die Vier zu Höherem berufen sind.
Traumverloren, weidwund – selten so gediegen gelitten in der letzten Zeit.
(Altin Village & Mine/Monotonstudio/Some Industries/Deleted Art/Cargo)

www.cut-city.com

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