65daysofstatic – Escape from New York

Text: | Ressort: Musik | 20. Juli 2009

Live sind 65daysofstatic einfach eine Bank – auch wenn das Bild in diesen Krisenzeiten vielleicht nicht so gut gewählt ist. Schon im Berliner Magnet hat mich ihre Präsenz schlicht von den Füßen gefegt. Die Affinität zum Drum’n’Bass, die ihren Studioalben nur anmerkt, wer eingeweiht ist, lebten sie ja schon auf ihren frühen Mash-Ups aus. Bei den Konzerten gibt es die längst überfällige Renaissance des schnellen Beats aus der Dose. Darüber legt sich ein Schlagzeug, das den Wettlauf mit der Elektronik nicht scheut, gniedelnde Gitarren, deren Klänge die dichte Luft im Club zerteilen und immer wieder dieses Klavier, dessen wundervollen Melodiebögen durch den Song rotieren, ihn einhüllen und sich in völliger Ekstase auf dem orgasmischen Höhepunkt entladen. Klingt nach gutem Sex und es sei versichert, dass man am Ende ebenso glücklich auf der Matte liegt. Schön, das mal auf Platte zu haben, auch wenn dabei sein wie immer alles ist. Da hilft auch die auf DVD beigefügte Tour-Doku nix. Aber immerhin besticht sie durch eine weitere höchst schätzenswerte Komponente, die das Quartett aus Sheffield so liebenswert macht: den Humor! (Monotreme)

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