Stephen Spera – 4 {H20}

Text: | Ressort: | 30. Juli 2009


Mit dieser auf 50 Stück limitierten Veröffentlichung handelt es sich eigentlich um sehr klassischen Ambient im Sinne Brian Enos. Wie der Titel schon vermuten lässt, dreht sich akustisch alles um das Wasser beziehungsweise das Meer, das der New Yorker Soundkünstler Stephen Spera hier auf atmosphärisch dichte Art und Weise zusammengestellt hat. Mit Hilfe von alten Tapedecks, Analogeffekten und neuester Digitaltechnologie schafft Spera sehr eindringliche Unterwasserwelten, welche in der Tat die alte Ambient Definition Enos zu neuem Leben erwecken: Oberflächlich genug, um als Hintergrundmusik zu funktionieren, aber gleichzeitig auch mit genügend Details um ein bewusstes Hören längerfristig tragen zu können. Dieses Spannungsfeld lotet Spera sehr geschickt aus und präsentiert dabei Tracks, die man sowohl in New Age-Massage-Salons vernehmen könnte als auch eben in einer Soundinstallation im Museum für Moderne Kunst. Da verwundert es natürlich nicht weiter, dass Spera auch als bildender Künstler und Designer tätig ist und seine Werke unter anderem im Museum of Modern Art in New York City oder dem Getty Museum in Los Angeles zu sehen sind. Eine ganz klassische Ambient-Platte, die sich dem Thema Wasser auf sehr interessante Art und Weise nähert und definitiv zu den spannenderen Veröffentlichungen aus dieser Ecke in letzter Zeit zu zählen ist.

(Parvo Art / A-Musik)

Matthias Rauch

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