Lily Electric – You’re In The Painting You Saw

Text: Klaus | Ressort: Musik | 6. August 2009


Sollte mal wieder jemand so etwas intelligentes wie: „Die Neunziger sind doch out“ und „…die erleben sicher kein Revival“ äußern, erwiedert bitte in meinem Namen: „Erstens: waren die nie wirklich weg! Zweitens: Du Praktikant hast ja keine Ahnung, weil du damals noch von Mami gewindelt wurdest. Und Drittens: Es gab auch damals jede Menge coole Musik, man muss ja nicht DJ Bobo und Ace Of Base als Maßstäbe ansetzen. Da hatten wir zBsp. Britpop I der nahtlos in Teil II überging, Tekkno, Acid, House, Shoegazer und mit Schnittmengen zu manch bereits genanntem war da noch Rave. Nicht der Event als solches, eher Bands mit Sixties Touch, fein gewebten Gitarrenteppichen und mehr als einer Spur Psychedeli(c)a. Das waberte, groovte, war verträumt und tanzbar. Alter! Soup Dragons, House Of Love, Stone Roses, Happy Mondays usw..“ Doch zurück zum Thema: Offenbar ist das auch in Kopenhagen bekannt und die eine oder andere 7“ der Inspiral Carpets muss da auch durch die Hände von Bjarke, Tobias, Morten und Rasmus geflutscht sein. Und das war auch gut so. Der Opener und Titelsong beißt sich unversehens fest und dudelt hemmungslos auch ohne Audio-Unterstützung stundenlang weiter in den hohlen Weiten zwischen den Gehörgängen. Damit hätten sie mich also schon mal, aber der Rest der Platte ist auch nicht zu verachten und beschwingt fröhlich den Tag. Jingle, Jangle, Trallala etc. und als Rausschmeißer kommt mit dem Singalong „Naughty Girl“ noch der beste Oasis-Song seit Äonen.
(Pony Rec/Morr Music/Indigo)

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