In The Country – Whiteout

Text: Klaus | Ressort: Musik | 8. September 2009


Ein Werk, eine Suche, eine Auszeichnung, ein Anstoß. Grenzen? Fehlanzeige. Morten Qvenild wurde auf dem Kongsberg Jazzfestival mit dem Musikerpreis geehrt und der Tradition folgend, wie vor ihm Sidsel Endresen, Nils Petter Molvær oder Bugge Wesseltoft sprang er fix ins Studio um ein Album zum Dank für diese hohe Ehre aufzunehmen. Kaum 30 und nun also das Opus Magnum der bisherigen Tätigkeit in Händen. Eine in den sanften Passagen kontemplative und in den aufwallenden Momenten mitreißende Suche nach Harmonie und Vollendung. Genregrenzen werden ignoriert. Ballast! Und so gehen Jazz, Ambient, Postrock und meinetwegen auch Prog gemeinsame Wege. Abwechselnd einander die Hand reichend und doch ungreifbar eigen. Meditative Trance, Repetition, Variation, Innehalten & Dramatik, Entschleunigung ohne Langeweile. Tradition und neue Pfade. In The Country wurde 2003 von Morten gemeinsam mit dem Kommilitonen Roger Arntzen und Pål Hausken an der Osloer Norwegischen Musikakademie gegründet. Bisher erschienen die beiden Alben „This Was The Pace Of My Heartbeat“ (2005) und „Losing Stones, Collecting Bones“ (2006). Des weiteren klimperte Herr Qvenild bei Jagga Jazzist, Shining und gehört zu Solveig Slettahjell’s Slow Motion Orchestra und ist in Personalunion das Orchester bei Susanna & The Magical Orchestra. …Nicht nur begabt, sondern obendrein noch fleißig das Bürschtchen.
(Rune Grammofon/Cargo)

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