likeartoise – Love To Take The Wrong Turns

Text: | Ressort: Musik | 15. Oktober 2009

Ich habe ja schon den einen oder anderen Ton des brandneuen Editors-Albums vernehmen dürfen und fühlte mich daraufhin überaus beglückt. Sequenzen und Loops, Orgelei und futuristischer Schnickschnack gesellen sich zum längst zur Trademark gewordenen Factory-Schlurf der Editors. Mit meiner Freude werde ich zu gegebener Zeit wohl relativ allein dastehen. Die Puristen werden „Verrat“ schreien und die Authentizitätsbekundungen gegenüber ihren einstigen Joy Division-Fanzelten-Fohlen schleunigst zu Grabe tragen. Zu eben jenen Bezichtigern werden sicherlich auch die Akteure von Likeartoise zählen, welche auf „Love To Take The Wrong Turns“ per Malen-nach-Zahlen-Prinzip den Gesamtwerks-Setzkasten der Urheber all dessen, nämlich Interpol, nachzuformen versuchen. Ian Curtis kann ja nun nicht noch einmal Selbstmord begehen und mitnichten erwarte ich von der Interpol-Besatzung diesbezügliche Epigonenhaftigkeit. Aber wenn man beim Nachempfinden auf Bundesliga-Niveau (meint durchaus Interpol) solche Kreisliga-Schattierungen mitverursacht, könnte man ja den ureigenen Einflusstransfermarkt ruhig noch einmal durchkalkulieren. Vielleicht klingen ja eben deshalb die neuen Editors-Stücke so…Mainstream?! (Als wenn dieser Archipel nicht schon längst Mainstream gewesen wäre…) (Beeah-Music)

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