Vowels – The Pattern Prism

Text: | Ressort: Musik | 29. Dezember 2009

Wo sich James Rutledge und Chris Walmsley hier austoben, bauten die globalen Krautrock-Aktionäre schon seit ewiglichen Jahrzehnten oszillierende Sandburgen aus Raum, Hall und oft aberwitzigen Assoziationen. Der Versuch, selbige propere Schattenzonen in die jeweilige Jetztzeit zurückzuholen, durfte hierbei immer schon als durchaus spannende Angelegenheit betrachtet werden. Ob Workshop, Appliance oder Pole – richtig verstandene Krautrock-Neuterminierung kann nachwievor Beseeltheit hervorrufen und/oder bedeuten. So auch beim Vowels-Projekt geschehen, welches mit seinen pumpenden, Noten gewordenen Roadmovieismen á la Neu ebenso überzeugt, wie mit seinen auf den ersten Blick querschlägerischen Kaskaden, die beim zweiten Hör schon wieder eine ausgefuchste Battles-Mathematik vorzuweisen haben. Hier wechselt die schillernde Wohlfühlfläche nur allzu oft mit kathartisch wirkenden, rabiaten Industrialismen, welche der Gesamtsaftigkeit des Gereichten mitnichten Abbruch tun. Klar, dass hier die themenbezüglichen Conaisseure von Julian Cope nach DFA Purzelbäume der corporaten Verzückung schlagen.

(Loaf/Alive!)

www.myspace.com/vowelsvowelsvowels

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