Peter Broderick – Float 2013

Text: | Ressort: | 4. November 2013

Mit dem Frühwerk ist es ja manchmal so eine Sache. man hadert später damit. Hat es keiner verstanden? Hier oder da ein kleiner Fehler, den vielleicht nur der Künstler selbst oder doch jeder hören kann. Elemente die man heute anders machen würde oder könnte. So entstand im Gespräch mit Labelchef Robert Raths bei Peter Broderick die Idee den Erstling von 2008 einmal rundzuerneuern bzw. doch nur am Finetuning zu schrauben. Zur Garnierung wurden noch zwei neu Songs oben draufgelegt. Hört man das gemeinsam mit Kollege Nils Frahm überarbeitetet Werk im Kontext der letzten Veröffentlichungen fügt es sich nahtlos in die meditativen Kammermusikwelten. Ein bedächtiges Klavier im Zentrum, ein paar Streicher drumherum. Klingt einfach ist aber die hohe Schule, da Plattheiten, Geklimper oder die selbstverliebte Herausstellung der eigenen Virtuosität erfreulicher Weise vermieden wurden. Kontemplativ wird inne gehalten um den Tönen und Gedanken Raum zum Fließen zu geben. Im Rahmen des Cassette Store Day ist das Werk auch auf einer schönen lila Kassette im schicken Schuber zu haben, für den Ghettoblaster des Klassikaficinados. Liegt schließlich auf der Hand.

(Erased Tapes/Indigo)

www.peterbroderick.net

www.erasedtapes.com

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