Sharon Van Etten – Are We There

Text: | Ressort: Musik | 18. September 2014

Irgend etwas scheint passiert zu sein. Frau Van Etten erhebt sich auf diesem Album, breitet die Flügel und öffnet den technicolorierten Traumumhang. Die Songs sind immer noch introspektiv, die Themen: Zweifel, Leere, Vorahnung, Begehren, Erinnerung, nähe usw., doch diesmal sind sie nicht karg instrumentiert, sondern dick untermalt, ausgeschmückt vom Keyboard und einigen Mitstreitern. Man zuckt zunächst zusammen, wenn das E-Schlagzeug einsetzt. Dankbar lässt man sich von den bedächtigen klaviergetragenen Stücken anheben. Das Songwriting bewegt sich immer noch auf hohem Niveau, die teilweise dicke Ausschmückung gewöhnungsbedürftig. Live dürfte es hingegen wieder reduzierter zugehen. Ein eigenartiger Battle zwischen Old- und Newschool – Lagerfeuerbescheidenheit vs. barocker Opulenz in Ahornsirup.

(Jagjaguwar/Cargo)

www.sharonvanetten.com

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