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	<title>: Persona Non Grata : : : &#187; Herr Lose</title>
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		<title>Das Filmriss Filmquiz am Donnerstag!</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Jan 2010 20:13:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Lose</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>

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		<description><![CDATA[2010 – Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen! <br /><b>Donnerstag, 4.2. 20h im Victor Jara</b>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1684" title="Kinoquiz_neu.indd" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/kinoquiz.jpg" alt="" width="500" height="356" /></p>
<p>2010 – Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen! Das Filmriss Filmquiz geht in eine neue Runde. Im lauschigen Gewölbekeller des Victor Jara, einer der geschichtsträchtigsten und gemütlichsten Locations in Leipzig, wird es wie gewohntdarum gehen, das eigene Filmwissen zu testen anhand von Hörbeispielen und Filmclips quer durch die Filmgeschichte – entweder jeder für sich allein oder später in Gruppenarbeit. Wir streifen alle Genres von Action bis Schnulze, widmen uns den Popcornfilmen ebenso wie dem Arthaus und präsentieren Bekanntes, Überraschendes und Amüsantes. Abzugreifen gibt es wie üblich jede Menge Filmstoff aktueller Kinoproduktionen.Nicht nur für waschechte Cineasten, leidenschaftliche Kinogänger oder engagierte Heimkinobetreiber. Jeder hat die Chance T-Shirts, CDs, Freikarten zu gewinnen, ganz zu schweigen von Respekt, Applaus und dem guten Gefühl, Bescheid zu wissen!</p>
<p><strong>Donnerstag, 4.2.2010, 20 Uhr @ Victor Jara, Zschochersche Str. 12, Leipzig</strong></p>
<p><a href="http://victor-jara-le.de/" target="_blank">victor-jara-le.de</a></p>
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		<title>Alexandra – Die Stimme der Sehnsucht</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 17:04:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Lose</dc:creator>
				<category><![CDATA[3]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[(Koch/Universal)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1520" title="alexandra" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/alexandra.jpg" alt="" width="240" height="240" /></p>
<p>Ja, ich weiß, was viele von euch jetzt denken werden: das ist doch diese Schlager-Tussi, die mit Bäumen spricht. Musik unserer Eltern, verstaubt, bieder, konservativ und sooo was von gestern. In Wirklichkeit handelte es sich bei Doris Treitz, wie die im ehemaligen Memelland geborene Chanteuse eigentlich hieß, um die beeindruckendste Figur der populären deutschen Musikszene des 20. Jahrhunderts. Leider auch um die tragischste, denn als sie vor 40 Jahren mit 27 bei einem Autounfall ums Leben kam, starb sie unerfüllt und beinahe zerbrochen an der Musikindustrie ihrer Zeit, die so erzkonservativ war wie ihre Konsumenten: träges Klatschvolk, eine saturierte, westdeutsche Wohlstandsmasse. Die hatte sich längst auf ihr Image als Schönheit osteuropäischer Musik versteift und gestattete ihr kaum Freiheiten. So blieb sie künstlerisch weit unter ihren Möglichkeiten.</p>
<p>Die so treffend betitelte Werkschau „Die Stimme der Sehnsucht“ ist sicher weder die Erste ihrer Art, noch zeichnet sie sich durch eine überaus einfallsreiche Zusammenstellung der Titel aus. Ihr verhasstes und nur ein einziges Mal live eingesungenes Stück „Sehnsucht“, welches gleichermaßen ihr größter Hit und Fluch werden sollte, ist hier ebenso zu finden wie „Mein Freund der Baum“ und „Zigeunerjunge“ – Stücke, mit denen jedes Mitglied der Generation der Mitt- und Enddreißiger irgendwann in Berührung kam. Hier und da hat der Zahn der Zeit genagt, so ist eine Zeile wie „Die vielen kleinen Neger sehen euch bittend an“ wohl in unseren Zeiten alles andere als politisch korrekt. Anderes, wie die Gesellschaftskritik in „Was sind wir Menschen doch für Leute“ hat auch noch heute bestand. Unter den 25 Songs finden sich aber auch ein paar Überraschungen wie etwa das chansoneske, mit Yves Gilbert geschriebene „Was ist das Ziel“, und jene Perlen ihrer Zusammenarbeit mit Udo Jürgens, das makellose „Illusionen“ und der Swingklassiker „Im sechsten Stock“.</p>
<p>Wer also ungläubig die Nase rümpft, sollte sich ihre einzigartige Form des Gothic-Schlagers mal bewusst machen. Denn bei allem, was Alexandra sang, liegt immer eine Wolke des Schwermuts in der Luft. Selten klang ein Lachen so gruselig wie bei „Klingt Musik am Kaukasus“. Die Tragik ihrer Existenz spiegelt sich in ihrer Kunst und schafft etwas Einzigartiges. Die vorliegende Neuauflage ist eine willkommene Gelegenheit sich davon zu überzeugen. Zumal auf der beiliegenden DVD zwölf Frühformen des Musikvideos zu finden sind, gemischt mit Tondokumenten auf Interviews, die ein angenehm unkommentiertes Bild einer Ausnahmekünstlerin formen. (Koch/Universal)</p>
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		<title>Hearts No Static &#8211; Motif</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 16:58:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Lose</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[(buereau b/Indigo)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1498" title="hns_motif_web" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/hns_motif_web.jpg" alt="" width="244" height="242" /></p>
<p>Irgendjemand erfindet stets eine Schublade, deren diffuse Dunkelheit alles verschluckt, was in sie hineingeworfen wird. Hearts no Static finden sich in der mit der Aufschrift Postrock wieder und nicht einmal mein Schreibprogramm bemerkt, dass hier etwas faul ist (die Rechtschreibprüfung vermutet hinter dem zusammengesetzten Substantiv aber vermutlich etwas Modischeres). Erlaubt man sich Nuancen im Grau, so sind die Schweden in guter Gesellschaft ihrer Landsmänner EF zu finden. Nicht nur derselben Sprache wegen, nein, auch wegen des Verzichts auf den Gebrauch jeglicher und einer Liebe zu cinemascopen Klanglandschaften düsterer Couleur. Den genretypischen Ausbruch pflegt das Trio aus Stockholm kaum. Hier fließt alles weit gehend auf ruhigeren Gewässern und damit auch oft auf einer Welle mit den ruhigeren Tracks ihrer schottischen Freunde im Geiste, Mogwai. Bei „Elitism“ schimmert aber auch der repetitive Jazz einer Band wie Couch durch. Überhaupt sind Hearts no Static die vielleicht abwechslungsreichste Figur in ihrem Metier. Eine weitere Tatsache, die an Filmmusik gemahnt. Die Klangfarben wechseln, wie die Stimmungen im Script, können eine gewisse Melancholie aber nie verbergen, als wären sie einer nachtschwarzen Bildsinfonie Béla Tarrs entsprungen. Mal rollen die Gitarren von zahlreichen Effektgeräten entrückt durch den Raum, mal werden sie trocken und punktgenau angetaktet. Die Fokussierung auf analoge Instrumentierung ist wichtig und macht sich logischerweise vor allem abseits von Gitarre, Bass und Schlagzeug bemerkbar, wo Vibraphon, Rhodes und Trompete den Sound bereichern. Ohne den Überbau von Text erschließt sich so Jeder selbst die Bilder zum Soundtrack. (buereau b/Indigo)</p>
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		<title>Kings of Convenience &#8211; Declaration of Dependence</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 16:53:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Lose</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[(Source/Emi)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1475" title="kingsofconvenience" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/kingsofconvenience.jpg" alt="" width="244" height="240" /></p>
<p>Jedes Wort ist obsolet über die Vorgeschichte zum vorliegenden dritten Album der Norweger. Es ist überflüssigzu erwähnen, dass sie 2001 mit „Quiet is the new loud“ nicht nur ein wunderschönes Kleinod nackter Harmonien veröffentlichten und damit in der Popmusik ein Bekenntnis zur akustischen Folklore auslösten. Auch dass sie mit dem Nachfolger „Riot on Empty Street“ drei Jahre später die musikalische Reduktion und Introvertiertheit zu sonnendurchfluteten Popminiaturen weiterdachten, ist allgemein bekannt. Die Zwischenzeit vertrieb sich der mittlerweile nach Berlin emigrierte Erlend Øye bekanntermaßen mit Soloprojekten und zuletzt mit dem Projekt The Whitest Boy Alive, dessen enormen Erfolg ich nie verstanden habe, langweilten sie doch schon beim (Pop Up-Auftakt 2006 eklatant.</p>
<p>Schön also, dass es doch wieder zu einem Kings of Convenience Album gekommen ist und Øye die Bande zu Jugendfreund Eirik Glambek Bøe nicht vergessen hat. Der hat sich in der Zwischenzeit um sein Studium gekümmert und wohl für sich alleine geklampft. Nun spielen und singen sie wieder in zweistimmiger Eintracht und verbreiten Wohlklang und Harmonie. Spannungen in musikalischer, wie wohl auch in persönlicher Hinsicht sind Mangelware. „Declaration of Dependence“ ist einfach ein schönes Album geworden, ähnlich hell und optimistisch wie der Vorgänger, aber eher musikalisch reduziert wie der Erstling. Etliche Momente entwickeln Ohrwurmqualitäten und das harmonische Zusammenspiel der zwei Stimmen funktioniert auf allen der dreizehn Stücke perfekt. Auf Perkussion wurde gänzlich verzichtet (mit Ausnahme einiger Schläge auf den Gitarrenkorpus hier und da) und stellenweise mündet die Reduktion der angeschlagenen Seiten in nahezu Jazz-hafter Rhythmik. Man kann ihnen ankreiden, dass sie den allzu sanften Weg beschreiten, niemandem mit Disharmonie wehtun wollen, die Überraschung weitestgehend vermeiden. Aber unterm Strich ist ihnen vollends gelungen, was sie einzig beabsichtigten: Schönheit zu kreieren. Ein Album, das man in den kalten Tagen gern ins Bett nimmt, weil’s so schön wärmt, das aber auch nach Aufbruch riecht und einen treuen Reisebegleiter abgibt. Ich mache mich auf den Weg und hoffe auf ein Wiederhören in nicht ganz so ferner Zukunft. (Source/Emi)</p>
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		<title>Lisa Papineau &#8211; Red Trees</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Oct 2009 01:24:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Lose</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[(Enjar/edel)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1350" title="papineau" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/papineau.jpg" alt="" width="240" height="240" /></p>
<p>Aus New England hat es die Klangkünstlerin vor einigen Jahren nach Paris verschlagen und der Wohnortwechsel macht sich auch auf dem zweiten Solowerk der Frau hinter der Avantgardeformation Pet bemerkbar. Offensichtlich im Duett mit Matthieu Boogaerts. Zwischen den Zeilen in einer elektronischen Verspultheit analoger Natur. Quere Rhythmik, schräge Instrumentierung, Satzgesang und eine allgemein eher ruhige Klangfarbe tönt die roten Bäume. „Feel alright because you can’t go wrong“ ist das Motto. Madame Papineau klingt selbstbewusst und selbstzufrieden. Mal verträumt, mit einem Orgelteppich unterlegte Akustikgitarrenklänge, mal mit Tendenz zum Ausbruch im Choralgesang. Offensive  Weirdness mit Hang zur Handperkussion – die Frau hat einen an der Klatsche und das ist gut so. Sicherlich der Paradiesvogel im Line-Up von Edel. (Enjar/edel)</p>
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		<title>eno – must correspond in pattern</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Sep 2009 15:51:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Lose</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[(synalgie)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1347" title="eno" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/eno.jpg" alt="" width="238" height="243" /></p>
<p>Ein betörender Duft schlägt mir entgegen, als ich die ausgesprochen hübsche Box dieser 10inch öffne. Sie beherbergt zwar nur einen schnöden Rohling, aber darüber will ich mal gnädig hinwegsehen, geht es hier doch um Inhalte und die halten, was die hübsche Verpackung verspricht. Ähnlich ihrer schwedischen Kollegen Ef schaffen eno Klanglandschaften, die sich zumeist jenseits der Achtminutengrenze erstrecken und dabei wunderbar bewandern lassen. Ihren Namen entliehen die Schweizer nicht etwa Sir Brian, sondern dem Finnischen. Das wirklich Außergewöhnliche bei eno ist aber, dass es gerade mal zwei Typen sind, die da Klangstürme entfesseln, die mitreißen. Ihr Geheimnis sind etliche Loopmaschinen und Effektgeräte. Das macht mich doch neugierig, wie der von ihnen gepflegte Post Rock live funktioniert. Denn darin liegt ja seit jeher die Meisterübung des Genres. Hoffen wir, dass es die Herren in naher Zukunft mal wieder in unsere Breiten verschlägt. Vielleicht steckt dann ja auch ein vollzeitiger Langspieler im Gepäck. (synalgie)</p>
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		<title>Cryptacize – Mythomania</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Sep 2009 22:44:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Lose</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[(Asthmatic Kitty/Soulfood)
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1336" title="cryptacize" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/cryptacize.jpg" alt="" width="238" height="224" /></p>
<p>Das Label Asthmatic Kitty aus Michigan spezialisiert sich auf avantgardistischen Pop der angenehm anderen Art und hat sich damit bei mir schon seit längerem den Status eines Lieblingslabels erspielt. Das kalifornische Duo Cryptasize passt da nahtlos ins Oevre. Kein Wunder, ist die männliche Hälfte Chris Cohen doch bereits mit The Curtains auf dem Label zugegen. Den weiblichen Part übernahm die junge Chanteuse Nedelle Torrisi, die bereits zwei Werke unter eigenem Namen bei Kill Rock Stars veröffentlichte. Beide sind also arrivierte Musiker, die mit dem gemeinsamen Projekt das Experiment suchen. Sie finden es in folk-orientierten Pop-Miniaturen, die oft die Strahlen des Sunshine States durchscheinen lassen und sich im Swing der frühen Sixties sonnen. Wundervolle Kleinode, die die Grenzen der Songstruktur nie verlassen, innerhalb von ihnen aber herrlichen Schabernack treiben. (Asthmatic Kitty/Soulfood)</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Torngat – La petite nicole</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Sep 2009 13:09:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Lose</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[(Alien8/Cargo)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1329" title="torngat" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/torngat.jpg" alt="" width="250" height="250" /></p>
<p>Vergangen, wie ein schwaches Echo aus dem Jenseits klingt das. Als hätte jemand vergessene Tapes aus den Ruinen eines französischen Tonstudios befreit, den Staub abgetragen und der Nachwelt zugänglich gemacht. In Wahrheit höre ich das zweite Album der Kanadier Torngat, deren Erstling vor zwei Jahren bereits einige Wellen der Begeisterung ausgelöst hat, die allerdings auf dem Weg zu uns leider verebbten. Hoffen wir, dass sich dies mit dem zweiten Werk ändert, auch wenn dessen Klänge so weit vom Mainstream entfernt sind, wie Kanada vom Äquator. Mit selbstbewusstem Lo-Fi-Anspruch bewegen sich die weirden Künstler aus den Torngatbergen Quebecs in ihrem ureigenen Kosmos aus Kraut, Grammophonknistern und Tom Waits-Kaputtness. Bezaubernd, beängstigend und so völlig anders (da macht der Name des Labels mal Sinn!). (Alien8/Cargo)</p>
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		<title>Alamaailman Vasarat &#8211; Huuro Kolkko</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 13:19:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Lose</dc:creator>
				<category><![CDATA[2]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[(Laskeuma/Nordic Notes)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1322" title="alamaailman" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/alamaailman.jpg" alt="" width="241" height="239" /><br />
Man stellt sich eine Armada Comicfiguren vor, mit dicken Hosenbeinen, die in psychedelisch waberndem Drumherum durch die Pampa stampfen. Die Bläsersektion pumpt den Marschtakt dazu, eine Orgel umzwirbelt die Gehörgänge. Ob der Animationsfilm, den die Finnen kürzlich vertonten so aussieht, weiß ich nicht. Aber auf jeden Fall der, der in meinem Kopf flimmert, während die Mischung aus Punk und Pump auf mich einhämmert. Ohne Rücksicht auf Trends und Stilgrenzen pflegen Alamaailman Vasarat (Hammer der Unterwelt) – den Namen muss man sich mal auf den Synapsen zergehen lassen – feinsten finnischen Humppa, hier und da lässt die eingesetzte Klarinette an Klezmer denken, anderswo dringt der Rock durch. Ihr Kind ist aber wesentlich schwergewichtiger, nicht zuletzt durch das Fundament (mindestens) einer dröhnenden Tubax, einem Kontrabass-Saxophon deutscher Herkunft. Die sorgt für reichlich Rummel in der Magengrube. Das Dargereichte ist auch deshalb nicht immer ohne Anstrengung zu goutieren, aber diese auf jeden Fall immer wert. Insgesamt bedienen sich acht bärtige Köpfe des skurrilen Instrumentariums, für das sich teilweise nicht mal ein Name finden lässt. Ihr fünftes Album basiert – laut den bärtigen Brüdern – auf dem Reisetagebuch des finnischen Entdeckers Huuro Kolkko, aber wie das so ist bei instrumentaler Musik – da kann man uns viel erzählen in langen finnischen Nächten. Ich schau mir derweil in meinem Kopf die Reisegeschichten als Comics an. (Laskeuma/Nordic Notes)</p>
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		<title>Ein Tritt in den Anime-Arsch – Studio 4°C</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Aug 2009 14:30:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Lose</dc:creator>
				<category><![CDATA[C]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein japanisches Studio weißt den Weg aus der Krise – mit radikalen Mitteln.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1207" title="mg2" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/mg2.jpg" alt="" width="420" height="505" align="left" /><br />
Machen wir uns nichts vor, das Anime-Genre steckt gewaltig in der Krise. Altmeister Hayao Miyazaki geht auf die Siebzig zu und schafft nur noch alle 4 Jahre einen Film. Der ist dann zwar unbestritten ein erneutes Meisterwerk, dreht sich aber immer wieder um dieselben Themen aus Adoleszenz, Mystischem und Ökobewusstsein. Unterschwellig geht es stets um den immer währenden Kampf zwischen Tradition und Moderne. Zudem machen seine Werke nahezu ausschließlich von traditioneller Zeichenkunst gebrauch und nur wenige Effekte entstehen im Rechner. Diese konservative Arbeitsweise prägte lange Zeit die Arbeit des Studio Ghibli und damit die Kunstform. Dazu trugen auch die Werke seines Wegbegleiters Isao Takahata bei, der bereits auf die 75 zugeht und vor mehr als neun Jahren seinen letzten Langfilm realisierte.</p>
<p>Die nachfolgende Generation bemüht sich derweil hilflos um eine Neubelebung der eingefahrenen Kunst. Miyazakis Sohn Goro versuchte vergeblich in die übergroßen Fußstapfen seines Vaters zu treten und musste für seine Adaption der Bestsellerromanreihe „Erdsee“ viel Kritik einstecken. Die Umsetzung erfolgreicher Mangas ist nach wie vor die Antriebskraft und Garant für kommerziellen Erfolg. Da macht es die japanische Filmindustrie Hollywood gleich und setzt auf sichere Pferde. Auch die OVAs – die Animeserien – verhalten sich equivalent zu diesem Trend. Die prägenden Köpfe der Neunziger haben sich derweil dem weit weniger aufwändigen und weniger langwierigen Realfilmen zugewandt. Mamoru Oshii („Ghost in the Shell“) inszenierte zuletzt ein Remake des Samuraiklassikers „Kiru“ („Kill“) und „Akira“-Schöpfer Otomo enttäuschte mit dem überlangen Philosphiebrocken „Mushishi“ („Bugmaster“).</p>
<p>Aber es gibt sie noch, die schrägen Vögel im Schwarm. Träumer, wie Satoshi Kon, der mit „Paprika“ zuletzt einen traumgleichen Trip überbordender Phantasie schuf und dabei auch fleißig Gebrauch moderner Technologien machte, ohne dass es am Ende aufgesetzt wirkte. Respekt vor so viel Ambition, die Grundfesten der Kunstform zu erschüttern. Kon ist der bekannteste Vertreter einer Handvoll Kreativer, die andere Wege gehen wollen. Das japanische Studio 4°C hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese scheinbar Verrückten zu bündeln und ihnen größtmögliche kreative Freiheit einzuräumen.</p>
<p>Gegründet wurde 4°C bereits 1986 von Eiko Tanaka, die als Präsidentin des Studios und Chef-Produzentin fungiert, dem Regisseur Kôji Morimoto, der mit Ôtomo an „Akira“ gearbeitet hatte, und Yoshiharu Sato, Animator, der ebenso wie Tanaka zunächst noch für Ghibli tätig war. Da man finanziell unabhängig sein wollte, waren viele der Mitarbeiter noch in andere Projekte involviert und so dauerte es fast zehn Jahre, bis das erste Werk des Studios die Leinwände erblickte. 4°C war damals ein Hobby der Bertreiber, ein Spielplatz um sich auszuprobieren, mit Ideen zu spielen und hat bis heute nichts von diesem Ansatz eingebüßt. Kreativität entsteht ohnehin immer am besten ohne die Fesseln kommerzieller Notwendigkeit.</p>
<p><strong>Am Anfang stand die Erinnerung</strong></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1207" title="mg1" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/mg1.jpg" alt="" width="420" height="505" align="right" />„Memories“ war 1995 das Debüt des Studios. Drei SciFi-Kurzgeschichten von Ôtomo, Morimoto und Tensai Okamura, der später an der Entwicklung von „Neon Genesis Evangelion“ beteiligt war. Nachdem der Erfolg von „Akira“ den Weg in westliche Breitengrade geebnet hatte, lies sich „Memories“ mit dem Namen Ôtomo auf dem Cover gut verkaufen und erschien auch bei uns auf Video. Kurzfilme sind seit jeher perfekte Plattformen, um neue Ideen auszuprobieren. Die Finanzierung ist einfacher und das zeitlich begrenzte Format erlaubt es den Künstlern abseits eines narrativen Rückgrats zu experimentieren. Das begriff man auch bei 4°C und nutzte diese Form dazu, neue Animationstalente heranzuzüchten, ähnlich wie man es auch bei Pixar seit Jahren pflegt. 2002 erschien die erste Zusammenstellung kurzer Clips unter dem Namen „Digital Juice“. Bezeichnend sind die darauf enthaltenen Trailer für Filme, die den Status einer fixen Idee nie verließen, jedoch die Grundlage schufen für die weitere Arbeit. Auch Musikvideos entstanden im Tokioter Hauptquartier, u.a. ein Clip zu Ken Ishiis „Extra“.</p>
<p>Daneben pflegte man die Arbeit mit Ôtomo, dem die Andersartigkeit der Talentschmiede gefiel. Gemeinsam realisierten Ôtomo und Studio 4°C die Mangaverfilmungen „Spriggan“ und „Steamboy“, dessen Optik die Gratwanderung zwischen traditionellem Anime und westlichem Einfluss mit zeitgemäßer Computertechnik paart und zu einer der teuersten japanischen Produktionen avancierte. Ôtomo lies sich durch „Cannon Fodder“, seinen Beitrag zu „Memories“, zu seinem Langfilm inspirieren, den er im Großbritannien des späten 19. Jahrhunderts ansiedelte. Nach fast acht Jahren harter Arbeit, 180.000 Storyboards und 2,4 Milliarden Yen (20 Millionen $) Produktionskosten, einer Höhe, die sonst den Werken Miyazakis vorbehalten ist, kommt der erste komplett mit digitalen Effekten versehene Anime in die japanischen Kinos. Trotz einer Veröffentlichung in den Staaten und exzellenten Kritiken schafft es „Steamboy“ nicht die horrenden Kosten einzuspielen. Ein herber Rückschlag für Ôtomo.</p>
<p>Bei 4°C backt man weiter kleine Anpan und besinnt sich auf die eigenen kreativen Köpfe. Massaaki Yuasa adaptiert 2004 den Manga „Mind Game“ von Robin Nishi und lässt einen Knallfrosch schräger Ideen auf der Leinwand platzen. Welche Drogen Yuasa und Nishi geschmissen haben, bleibt im Dunkeln, aber bunt waren sie auf jeden Fall. Der quirlige Trip eines Losers zum Licht überrascht mit Realfilmelementen, einer Optik, die von völliger Reduktion bis zum visuellen Overkill alle Paletten streift und einer metaphysischen Story um den Sinn des Lebens. Ohne Zweifel ein Geniestreich, der exemplarisch für die Arbeit von Studio 4°C steht: ein Monster mit Kreativität in jeder Vene und dem Herz abseits des Massenmarktes.</p>
<p><strong>Über den Rand</strong></p>
<p>Aber bei 4°C streckt man die Fühler auch jenseits der Insel. So war der Franzose Nicolas de Crécy, Bruder von Elektromusiker Etienne de Crécy und Schöpfer des genialen computeranimierten Burger-Clips zu dessen Überhit „Am I Wrong“, Teil der „Genius Party“, einer Kurzfilmkompilation deren erster Schwung aus sieben Filmen 2007 erschien und im letzten Jahr um weitere fünf Shorts erweitert wurde. Renommé erlangte man außerdem durch die maßgebliche Beteiligung am „Animatrix“-Projekt der Wachowski Brüder, für das sie fünf der neun Filme entwickelten. Produziert wurden diese durch den in Tokyo lebenden Amerikaner Michael Arias. Er war es wiederum, der 2007 mit „Tekkonkinkreet“ für Studio 4°C einen weiteren markerschütternden Schrei aus Farben auf die Leinwand brachte. Ein Schrei, der nicht ungehört blieb und auf Festivals weltweit Preise einheimste, was ihn sogar zu einer Veröffentlichung hierzulande half. Ein Novum, ja fast schon ein gebrochenes Sakrileg ist es, dass sich ein Nicht-Japaner an die Verfilmung der erfolgreichen Manga-Reihe wagte. Nur ein weiteres Indiz für die Radikalität eines Studios, für das Kreativität keine Grenzen kennt.</p>
<p><em>„Mind Game“ und „Genius Party“ sind soeben bei Rapid Eye Movies erschienen. „Memories“ (Columbia Tri Star), „Tekkonkinkreet“ (Sony), „Spriggan“ (OVA Films), „Animatrix“ (Warner) und „Steamboy“ (Sony) sind ebenfalls als DVD zu haben.<br />
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