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	<title>: Persona Non Grata : : : &#187; Lars</title>
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		<title>Die PnG-Kinowoche</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 21:54:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lars</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Film]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Neustarts der Kinowoche. Diesmal mit "Dame König As Spion", "Moneyball" und "Die Summe meiner einzelnen Teile"]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-4283" title="Dame, König, As, Spion" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/DameKoenigAsSpion.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p>Dame, König, As, Spion</p>
<p>GB/F/D 2011 / R: Tomas Alfredson / D: Gary Oldman, John Hurt</p>
<p>Millionen von Lesern verschlingen weltweit die Spionageromane von John Le Carré. Die Mischung aus spannender Fiktion und authentischem Insiderwissen lieferte in der Phantasie der Käufer das Drehbuch für den Kalten Krieg. Das Herzstück seines Schaffens ist die Figur des Smiley, der 1961 erstmals in dem Roman „Schatten von Gestern“ in Erscheinung trat. Das 1974 erschiene Buch „Dame, König, As, Spion“ ist der sechste der achtteiligen Reihe. Zur Hochzeit der Geheimdienstaktivitäten von KGB, MI6 und CIA spielt Le Carré darin meisterhaft mit Argwohn und Ängsten seiner Leser.</p>
<p>In den Mittelpunkt der Handlung stellt er einen Schatten, einen stillen Beobachter, durch dessen Augen wir die Handlung erleben. George Smiley ist eine perfekte Projektionsfläche für die Phantasie des Lesers. Der gealterte Agent ist der Vertraute des MI6-Chefs „Control“ (John Hurt). Als jedoch ein Einsatz in Budapest schief läuft und Unbeteiligte ums Leben kommen, muss der Kopf seinen Hut nehmen und nimmt seine rechte Hand mit in den Ruhestand.</p>
<p>Im „Circus“, dem Hauptquartier der Organisation hat eine neue Garde unter der Leitung des intriganten Percy Alleline (Toby Jones) die Führung übernommen. Smiley zieht sich in seine leere Wohnung zurück, in der ihn seine Frau vor einiger Zeit zurückgelassen hatte, und starrt die Wand an. Auch „Control“ verkraftet die Entmachtung nicht und stirbt kurz darauf. Zurück lässt er ein Schachspiel, dessen Figuren die Protagonisten der Führungsetage darstellen. „Control“ war auf der Spur eines Maulwurfs in den obersten Reihen.</p>
<p>Smiley tritt sein Vermächtnis an und macht sich gemeinsam mit dem jungen Agenten Guillam (Benedict Cumberbatch) auf die Jagd. Dabei sind alle Verdächtigen langjährige Vertraute: der aalglatte Bill Haydon (Colin Firth), der altgediente Roy Bland (Ciarán Hinds), der verlässliche Bürokrat Toby Esterhase (David Dencik) und er selbst geraten ins Fadenkreuz. Die Antwort liegt in Budapest.</p>
<p>Eine beachtliche Riege britischer Schauspielgrößen gibt sich die Ehre in diesem Politthriller, der nicht nur in seiner detailgetreuen Ausstattung angenehm altmodisch wirkt. Das langsame Erzähltempo steht in krassem Gegensatz zur bleihaltigen Agentenaction des Gegenwartskinos. Hier sind noch schauspielerische Qualitäten gefragt. Hier retten keine schnellen Schnitte ein mit Logiklöchern durchsetztes Drehbuch. In all diesen Disziplinen besteht das englischsprachige Debüt des Schweden Tomas Alfredson, dessen Vampirdrama „So finster die Nacht“ vor zwei Jahren für Begeisterungsstürme sorgte, meisterhaft.</p>
<p>Grimmig seziert der Plot die politische Dimension der Ereignisse. Hoch spannend zieht sich das Geflecht Zug um Zug immer enger zusammen, tragisch und berührend die menschlichen Seite eines seelenlosen Geschäfts, in dem über Leichen gegangen wird. Dazu spielt der Spanier Alberto Iglesias, dessen Klänge schon zahlreiche Filme seines Landsmannes Pedro Almodóvar veredelten.</p>
<p>Bereits 1979 adaptierte die BBC den Roman in einer siebenteiligen Fernsehserie. Alec Guinness gab damals eine grandiose Vorstellung als Smiley. Gary Oldman steht ihm dreißig Jahre später in nichts nach. Hinter den Augen, die sich unter den Falten und der dicken Brille verbergen, brodelt es. Le Carré selbst hat sich für die Kinoadaption des Stoffes eingesetzt und fungierte als ausführender Produzent. Wer genau hinsieht entdeckt ihn sogar in einer Szene des Films. Was für ein gelungenes Vermächtnis und was für ein Glücksfall für Freunde des anspruchsvollen Kinos.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-4284" title="Moneyball" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/Moneyball.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p>Die Kunst zu gewinnen &#8211; Moneyball</p>
<p>USA 2011 (Moneyball) Regie: Bennett Miller mit Brad Pitt, Jonah Hill, Ken Medlock, Philip Seymour Hoffman 133 Min.</p>
<p>Die Geschichte des Ex-Baseballprofis und Managers Billy Beane, der mit seiner radikalen Taktik den gesamten Sport umkrempelte geht weit über das Sportliche hinaus. Bennett Miller erzählt auch von einem Mann, der die an ihn gestellten Erwartungen nicht erfüllen konnte und zeitlebens darunter litt. Brad Pitt verkörpert den Helden der Oakland A’s mit eindrucksvoller Präsenz und gleicht dabei mehr als je zuvor seinem großen Vorbild Robert Redford.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-4285" title="DSMET" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/DSMET.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p>D 2011 / R: Hans Weingarter / D: Peter Schneider, Henrike von Kuick, Timur Massold</p>
<p>Hans Weingartner bleibt auch vier Jahre nach seinem letzten Langfilm „Free Rainer“ unbequem. Der geniale Mathematiker Martin kommt gerade aus der psychiatrischen Anstalt. Er arbeitete bis zur Erschöpfung, bis sein Gehirn dem Druck nicht mehr standhielt. Nun versucht er wieder auf die Beine zu kommen, verliert jedoch bald wieder den Halt. Zahlen sind das Einzige, woran er sich festklammern kann. Erst als er aus der Großstadt in den Wald flieht, scheinen die Stimmen zu verstummen. Weingartners wissenschaftlicher Hintergrund kommt auch hier zum Tragen, subtrahiert sich am Ende auf den elementarsten Nenner. Das ist ehrenwert, funktioniert filmisch trotz eines überragenden Hauptdarstellers aber nicht immer überzeugend.</p>
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		<title>Die PnG-Kinowoche</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 23:03:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lars</dc:creator>
				<category><![CDATA[+]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Kinoneustarts in der Subjektiven. Diesmal mit "The Artist" und "Drive".]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/TheArtist-Scene03.jpg" alt="" title="TheArtist-Scene03" width="250" height="167" class="alignnone size-full wp-image-4252" /></p>
<p>The Artist<br />
F 2011 / R: Michel Hazanavicius / D: Jean Dujardin, Bérénice Bejo</p>
<p>Das kontemporäre Kino ist vor allem Spektakel: Computereffekte steigern die Realität, die 3D-Technik sorgt für den passenden Budenzauber und der Rest ist Lärm und Remmidemmi. In diesen unseren Zeiten mit einem Stummfilm daher zu kommen grenzt fast an kommerziellen Suizid. Es gehört schon großer Mut, uneingeschränkte Liebe zum Medium und eine gehörige Portion Irrsinn dazu, ein Werk zu schaffen, das auf all diese Attribute verzichtet</p>
<p>Michel Hazanavicius ist so ein Wahnsinniger. Wieder einmal ist es ein Franzose, der das Kino rettet. Als er vor einigen Jahren mit der Idee ankam, einen Film zu drehen, der komplett auf die gängigen Elemente des Unterhaltungskinos verzichtet, kassierte er Lacher und ungläubiges Kopfschütteln. Mit den beiden „OSS 117“-Filmen bewies er dann, dass eine tiefe Verneigung vor der Geschichte des Mediums auch kommerziell funktionieren kann. Die charmanten Bond-Parodien legten zudem den Grundstein für die künstlerische Zusammenarbeit mit Jean Dujardin. Der begann als Stand-Up Comdian, bevor er sich als wandlungsfähiger Schauspieler mit der Hauptrolle in der Bestselleradaption „39,90“ etablierte.</p>
<p>Seine visuelle Komik ist wie geschaffen für Hazanavicius’ Vorhaben. „The Artist“ verzichtet komplett auf gesprochene Dialoge und erzählt seine große Liebesgeschichte ausschließlich mit Gestik und Mimik. Zur Seite steht Dujardin seine Partnerin „OSS 117“, Bérénice Bejo. Gemeinsam bilden sie das schönste Leinwandpaar, das die Lichtspielhäuser seit langer Zeit zum Leben erweckt haben.</p>
<p>Der schillernde Protagonist des Films ist George Valentin (Dujardin). Er ist der gefeierte Star der Stummfilmära. Eine Spur zu selbstherrlich und eitel in den Augen seines Produzenten (John Goodman), aber voll unwiderstehlichem Charme. Auch die aufstrebende Schauspielerin Peppy Miller (Bejo) kann sich dem nicht entziehen. Für einen Moment vergisst Valentin seine unglückliche Ehe und fühlt sich geschmeichelt von Peppys Bewunderung.</p>
<p>Alles verläuft nach Drehbuch, doch dann bricht der Tonfilm herein und damit das Ende von Valentins Karriere. Nicht Willens, sich dem Fortschritt zu unterwerfen versinkt er in Vergessenheit, während Peppy zum Star des neuen Hollywood aufsteigt.</p>
<p>Mit allen Mitteln des Kinos erzählt „The Artist“ eine bewegende Geschichte, des Verblassens einer Epoche und vom Niedergang der strahlenden Helden der Zwanziger, angelehnt an Ikonen wie John Barrymoore, Greta Garbo oder dem namensgebenden Rudolph Valentino. Eine außergewöhnliche Hommage an die Kindheitstage des Films, als das Kino von Murnau und Lang noch ganz Gefühl war. Komik, Leidenschaft und Tragik liegen ganz dicht beieinander und machen aus „The Artist“ richtig großes Kino. Trotz oder gerade wegen des Verzichts auf die Form des zeitgenössischen Films.</p>
<p>Untermalt wird dieses zelluloidgewordene Kunstwerk von Ludovic Bources mitreißendem Score. Der Wegbegleiter des Filmemachers erhielt hierfür jüngst den Golden Globe. Auch Dujardin war unter den insgesamt neun Nominierungen für den Film und sein Lächeln erschien noch strahlender, als er den Preis in den Händen hielt. Drücken wir dem Film die Oscardaumen und ein ähnliches überwältigendes Publikumsinteresse hierzulande wie in Frankreich, wo die Ode an unsere liebste Kunst zum Hit avancierte.</p>
<p><img src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/Drive250.jpg" alt="" title="Drive250" width="250" height="166" class="alignnone size-full wp-image-4253" /></p>
<p>Drive<br />
USA 2011 / R: Nicolas Winding Refn / D: Ryan Gosling, Carey Mulligan</p>
<p>Der Mann kann fahren: Driver (Ryan Gosling) ist ein Gott am Lenkrad. Wenn der Stuntman in belanglosen Actionsequenzen Autos zum Überschlagen bringt oder nachts den Fluchtwagen für Kleinkriminelle durch das Labyrinth der Straßen von Los Angeles steuert, gibt es keinen Zweiten, der kann, was er kann.<br />
Bei Tageslicht ist er ein Buch mit sieben Siegeln – verschlossen, zurückhaltend, undurchdringlich. Seine Vergangenheit liegt im Dunkeln, seine Gegenwart verbringt er in der Werkstatt von Shannon (Bryan Cranston). Der erkennt das Potential des Jungen und sein gutes Herz. Er will ihn als Rennfahrer groß rausbringen, seine Geldgeber sind jedoch windige Gangster.<br />
Dann ist da noch Irene (Carey Mulligan), die gleich nebenan wohnt und Driver verstohlene Blicke zuwirft, wenn sie sich im Aufzug begegnen. Sie fühlt sich ebenso zu ihm hingezogen wie ihr Sohn Benicio, um den sich Driver liebevoll kümmert. Als ihr Mann Standard (Oscar Isaac) aus dem Knast kommt, muss Driver seine Strategie ändern. Um Standard aus dem Dreck zu ziehen, lässt er sich auf einen gefährlichen Deal ein, der außer Kontrolle gerät.<br />
Die Ruhe mit der Gosling den Einzelgänger verkörpert und die plötzliche Eruption brutaler Gewalt wirken in seiner schauspielerischen Wucht eindringlich. Sein Alter Ego erinnert ein wenig an Travis Bickle, den „Taxi Driver“, einem in die Ecke gedrängten, getrieben zum Unausweichlichen.<br />
Allerdings ist der Schauplatz hier die Autostadt L.A., fernab des Glitters der Scheinwerfer. Es erinnert an die nächtlichen Straßen die Michael Mann („Collateral“) in Szene setzte. Gepaart mit einem einzigartige Stil, der mit den in rosa getünchten Lettern im Vorspann beginnt und sich mit der Synthesizer-Musik und den kunstvollen Slow-Motions formt, schuf Regisseur Nicolas Winding Refn einen blutigen Liebesthriller, ein außergewöhnliches Meisterwerk.</p>
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		<title>Die PnG-Kinowoche</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 22:08:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lars</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Film]]></category>

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		<description><![CDATA[Ab sofort gibt es an dieser Stelle die Highlights der Kinowoche im subjektiven Abriss. Diesmal empfehlen wir Faust, Kriegerin und Die Muppets.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/Faust.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-4173" title="Faust" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/Faust-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p><strong>Faust</strong></p>
<p>RUS 2011 / R: Alexander Sokurow / D: Johannes Zeiler, Anton Adasinsky</p>
<p>Der Leibhaftige verführt den unglücklichen Faust fast neunzig Jahre nach F.W. Murnaus erster Inszenierung erneut auf der Leinwand. Alexander Sukurov verfilmte Goethes Klassiker und erhielt dafür den Goldenen Löwen in Venedig. Zu recht, denn seine stilistisch ungewöhnliche Inszenierung entwickelt eine Sogwirkung, die für die gesamten 134 Minuten Lauflänge an die Leinwand fesselt. Zu verdanken ist dies nicht zuletzt seinen Darstellern, allen voran Johannes Zeiler als Faust und Anton Adasinsky als Mephisto.</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-4174" title="Kriegerin" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/Kriegerin-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></p>
<p><strong>Kriegerin</strong></p>
<p>D 2011 / R: David Falko Wnendt / D: Alina Levshin, Jella Haase</p>
<p>Beeindruckendes Langfilmdebüt, das tief in die rechtsradikale Szene blickt, ohne werten zu wollen. Mit einem Auge für Details entwirft David Falko Wnendt die Geschichte von Marisa, einer 20jährigen, die überzeugter Neo-Nazi ist. Die Wurzeln liegen im Verhältnis zu ihrem Großvater. Als der im Sterben liegt, beginnt ihr Leben aus dem Gleichgewicht zu kippen. Alina Levshin spielt sie mit bedrückender Intensität und erhielt dafür ebenso wie der Film bereits zahlreiche Preise.</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-4175" title="THE MUPPETS" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/Muppets-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></p>
<p><strong>Die Muppets</strong></p>
<p>USA 2011 / R: James Bobin / D: Jason Segel, Amy Adams</p>
<p>Wie haben wir sie vermisst: Jim Hensons Puppenparade ist wieder da und so wunderbar anarchisch wie wir sie in Erinnerung haben. Dreißig Jahre nachdem sich der Vorhang senkte  hat es die Muppets in alle Winde verstreut. Für eine letzte Show, die das Theater retten soll, trommelt Kermit die Mannschaft erneut zusammen. Das ist urkomisch, sehr musikalisch und unterhält Kinogänger aller Altersklassen ganz vorzüglich.</p>
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		<title>Arms and Sleepers – Matador in Leipzig</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 01:20:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lars</dc:creator>
				<category><![CDATA[+]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Duo aus den Staaten gratuliert verspätet zum Hugging Day
Freitag, 20 Uhr @ Paris Syndrom, Leipzig ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1658" title="arms1" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/arms1.jpg" alt="" width="396" height="336" /></p>
<p>Im lauschig schmalen Paris Syndrom gastiert am Freitag das Frickler-Duo Arms and Sleepers und es darf gehofft werden, dass sich auch Ben Shepard und Catherine Worsham in die platztechnisch arg begrenzten Räumlichkeiten zwängen. Die Zeiten, als Max Lewis und Mirza Ramic mit ihren Laptops auf der Bühne des UT Connewitz nur einen Bruchteil des vorhandenen Platzes beanspruchten, mit ihrer Musik aber dennoch den gesamten großflächigen Raum einnahmen, sind vorbei. Mit Shepard und Worsham von Uzi and Ari haben sie zwei Stimmen gefunden, die sich äußerst geschmeidig in ihre Klangwelten einfügen. Dabei funktionieren die aus Samples und Flächen geflickten Tracks, die nach wie vor an Boards of Canada mit verstärktem Pop&amp;Chill-Appeal gemahnen, auch hervorragend als instrumentale Versionen. Die Stimmen sind hier eher exquisite Ergänzung zum Gesamtbild. Am besten funktioniert dies bei dem wunderbaren &#8220;The Architect&#8221; und dem die Schwermut haltenden Nachfolger &#8220;Twentynine Palms&#8221; mit seinen infizierenden Choruslines und der Sanftmut in den Stimmen, bei der nicht Wenigen Sigur Rós in den Sinn kommen werden. Daneben sind aber zu Beginn des offiziellen Zweitwerks und auch gegen Ende immer wieder instrumentale Tracks vorhanden, die an die Vergangenheit anknüpfen und den insgesamt zehn Stücken (plus einem Bonustrack) eine angenehme Albumdynamik bescheren. Das klingt schon ganz rund und wirkt nur hin und wieder ein wenig Beliebig. Mr. Swinscoe und sein Cinematic Orchestra klang da auf seinem ähnlich angelegten Letztwerk zwar eine Spur experimentierfreudiger, aber die Richtung, in die sich das Duo aus den Staaten entwickelt ist erkennbar und führt zum Licht. (Expect Candy/Cargo)</p>
<p>Es darf erwartet werden, dass diesmal genug Platz für Songs auf der Festplatte vorhanden ist – eine Aufforderung nach Zugaben musste damals bei dem feinen Kurzgastspiel im UT mit &#8220;Wir haben leider nicht mehr auf der Platte&#8221; abgewiesen werden – und dass der Kuschelfaktor hoch ist im Paris Syndrom.</p>
<p><strong>Arms and Sleepers<br />
Freitag, 21 Uhr @ Paris Syndrom, Leipzig</strong></p>
<p>&gt; <a href="http://www.myspace.com/armsandsleepers">Arms and Sleepers</a><br />
&gt; <a href="http://www.myspace.com/parissyndrom">Paris Syndrom </a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Away we go &amp; Alexi Murdoch</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 13:02:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lars</dc:creator>
				<category><![CDATA[D]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>

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		<description><![CDATA[Herzerwärmendes für Auge und Ohr.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1430" title="murdoch" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/murdoch1.jpg" alt="" width="199" height="178" /></p>
<p><strong>Alexi Murdoch &#8211; Time Without Consequence<br />
Away We Go OST</strong></p>
<p><strong></strong><br />
Alljährlich wartet man auf eine CD, die einen durch den Winter bringt, die einem die Ohrmuschel wärmt, wenn draußen die Kälte klirrt. Mit akustischer Gitarrenmusik unterlegte Stimmen stehen da hoch im Kurs und neben den Kings of Convenience erscheint dieser Tage auch das ebenso überfällige Album des Schotten Alexi Murdoch. In den Staaten, seiner derzeitigen Heimat, bereits 2006 erschienen und in unzähligen Vorabendserien eingesetzt, haben wir den Release in unseren Breiten wohl Regisseur Sam Mendes zu verdanken,der sein charmantes Roadmovie „Away We Go“ mit Murdochs Musik untermalte. Auf dem Soundtrack sind dann auch, neben Fremdbeiträgen von George Harrison, Velvet Underground und den Stranglers, vornehmlich Stücke von Murdochs Erstling zu finden. Nur drei neue Songs seiner aktuellen EP „Towards the Sun“ haben sich darauf verirrt, die nahtlos an den introvertierten Sound des Schotten anknüpfen. Die wird jenseits des Teichs noch in diesem Jahr erscheinen, ob und wann wir damit rechnen können ist ungewiss. Schade darum wäre es auf jeden Fall, denn Murdoch pflegt darauf konsequent seine Stärken. Die liegen im Songwriting, welches den Geist von Nick Drake atmet. Die Disharmonie einer verstimmten Gitarre gepaart mit dezent gebrochenen Vokals sorgen hier und da für Abwechslung in einem ansonsten sehr harmonischen Gesamteindruck. Minimalistisch und roh reduziert er die Stücke auf das Wesentliche: Instrument und Stimme. Nur vereinzelt flirrt die Elektronik im Hintergrund. Mit seinem wundervollen Bariton ist er in meinem Wohnzimmer bereits heimisch. Schade nur, dass das Tracklisting der vorliegenden Version von „Time Without Consequence“ exakt der drei Jahre alten Erstauflage entspricht. Ein paar neue Stücke hätten es schon sein dürfen. Bleibt die Hoffnung, dass wir auf die nicht ebenso lange warten müssen. (Nettwerk/Soulfood Music)</p>
<p><strong></strong></p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-1428" title="Druck" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/away-we-go.jpg" alt="" width="200" height="281" /><strong></strong></p>
<p><strong>Aufbruch gelungen</strong><br />
<strong>„Away we go – Auf nach Irgendwo“</strong></p>
<p>USA/GB 2009 Regie: Sam Mendes mit John Krasinski, Maya Rudolpf, Jeff Daniels, Maggie Gyllenhaal, Allison Janney, Chris Messina, Catherine O’Hara</p>
<p>Nach zahlreichen starbesetzten Literaturverfilmungen wie zuletzt „Zeiten des Aufruhrs“ adaptierte Regisseur Sam Mendes nun das Debüt von zwei nahezu unbekannten Autoren. Trotzdem sagte er sofort zu, als er es zum ersten Mal las. Schaut man sich das Ergebnis an, ist das leicht verständlich, wirkt „Away we go“ doch wie ein positives Gegenstück zur düsteren Perspektive die Richard Yates in den Sechzigern entwarf.</p>
<p>Hier geht es vielmehr um die Generation der orientierungslosen Mittdreißiger der Gegenwart. Das Pärchen Burt und Verona ist Teil davon. Burt verkauft Versicherungen übers Telefon und es reicht ihnen gerade so zum gemeinsamen Leben in ihrem eigenen kleinen Appartement. Eigentlich sind sie mit ihrem Leben ganz zufrieden, denn ihre Liebe ist ihnen genug. Als Verona schwanger wird, stellt sie jedoch fest, dass sie eines schmerzlich vermisst: eine Heimat. Ihre Familie besteht einzig aus einer Schwester, die am anderen Ende des Landes lebt. Ihre Eltern kamen bei einem Autounfall ums Leben. Auch Burts Eltern ziehen sich gerade jetzt aus ihrem Leben zurück und ins weit entfernte Belgien. Um ihrem zukünftigen Nachwuchs eine sorglose Kindheit zu bescheren, beschließen sie auf Heimatsuche zu gehen und reisen quer durch die Staaten zu Freunden und Verwandten. Dabei müssen sie jedoch feststellen, dass der Lebensplan der Anderen auch alles andere als perfekt ist.</p>
<p>Mendes drehte mit „Away we go“ einen kleinen, grundsympathischen Independentfilm mit unbekannten Darstellern. Einzig die Nebenrollen sind mit Maggie Gyllenhaal und Jeff Daniels semi-prominent besetzt. Der fehlende Druck verleiht seinem Kleinod eine angenehme Leichtfüßigkeit. Begleitet von den wundervollen Gitarrenklängen Alexi Murdochs entfaltet sich ein liebenswertes Roadmovie. Wie schon in seinem Erstling „American Beauty“ sinniert Mendes über das, was dem Leben einen Sinn verleiht. Dabei menschelt es ganz gewaltig und dem Kinogänger wird’s wohlig warm in der Seele. Die Heimat ist schließlich dort, wo das Herz ist. Auch wenn diese Erkenntnis am Ende nicht neu ist, so charmant wie hier wurde der Weg dorthin selten erzählt.</p>
<p><em>Seit 15.10. über Tobis im Kino.</em><em></p>
<p></em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Burial Hex &#8211; Initiations</title>
		<link>http://www.persona-non-grata.de/2008/09/07/burial-hex-initiations/</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Sep 2008 21:38:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lars</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Kraut ist zu einer bösartigen Brühe vergoren, einer Art Tangerine Dream aus verpilzten Mandarinen und Träumen, dunkler als das Schwarze unter den Fingernägeln von Conrad Schnitzler (RIP). Das ideale Futter für die Untermenschen, die aus dunkel konnotierter Elektronik eine Spielwiese für Salon-Nazis und misanthropische Dilettanten gemacht haben. Bezeichnenderweise kommen solche Kulturverweser u.a. aus den gleichsam [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/burialhexinitiations.gif" alt="" width="170" height="170" class="alignnone size-full wp-image-427" /></p>
<p>Kraut ist zu einer bösartigen Brühe vergoren, einer Art Tangerine Dream aus verpilzten Mandarinen und Träumen, dunkler als das Schwarze unter den Fingernägeln von Conrad Schnitzler (RIP). Das ideale Futter für die Untermenschen, die aus dunkel konnotierter Elektronik eine Spielwiese für Salon-Nazis und misanthropische Dilettanten gemacht haben. Bezeichnenderweise kommen solche Kulturverweser u.a. aus den gleichsam verseuchten Black Metal-Gefilden und am allerschlimmsten sind die Clowns auf Cold Meat Industry, dem Label, das in seiner langen Geschichte Me-Too so deutlich zur Labelpolitik geadelt hat, dass der Name bzw. das Kürzel CMI inzwischen auf vielen Flyern und bei diversen Mailordern als Genre geführt wird. </p>
<p>Gegen die zersetzende Allianz aus s.g. „Dark Ambient“ (sic!) und/oder „Martial Industrial“ (Bäh!) kann man kaum etwas besseres ins Feld führen als Burial Hex (YES!). Härter, mutiger und damit substanzieller als all die pickeligen Jungs mit Evola und Jünger im Regal, degradiert Burial Hex ganze Genre zu einer musikalischen Geisterbahn – denn die One-Man-Army im Dienste der Nahtod-Erfahrung bietet das wahre Grauen zwischen Horror Vacui und Fegefeuer oder wie er sagen würde zwischen Cosmic Chaos und Primordial Darkness. </p>
<p>Zwei Veröffentlichungen, zumeist auf Kassette, ein paar auf CD-R, von denen wiederum einige Compilations der Kassetten sind, dazu Split-Singles, Split-Kassetten; für die nähere Zukunft sind nicht weniger als 13 weitere Werke angekündigt. Da Burial Hex nur eins seiner seltsamen Projekte ist, erhärtet sich der Befund, dass Clay Ruby ein getriebener oder zumindest, soviel steht wohl fest, ein arg beschäftigter Mann sein muss. Und wenn man dem kranken Bild in einem englischen Fachblatt für gesetzte Weltverdunklung trauen darf, steht ihm sein Interesse am Tod und dem Danach direkt ins ungesunde Gesicht gekrebst; die exzessive Beschäftigung mit Pech und Schwefel, Spinnenbein und Krötenschleim – oder etwas seriöser mit Ain Soph und Zimzum – haben tiefe Spuren hinterlassen. </p>
<p>Er wirkt wie zerfressen von einer unstillbaren Sehnsucht. Blass, aufgedunsen, schweineäugig. Ebenso Okkultist wie Alchemist ruft Ruby mit seiner Musik Geister, denen er wie der berühmte Zauberlehrling nicht richtig habhaft wird, vielleicht auch gar nicht habhaft werden möchte. Denn so seltsam es klingen mag – und Kinder, ich kann euch sagen, DAS klingt seltsam – scheinen einzelne Elemente in diesem zwischen Musik und Hörbild wechselnden Strom ein Eigenleben zu führen. Was bei jedem IDM- und Techno-Blödel zum vernichtenden Urteil „willenlos“ führen würde, entwickelt sich unter der Anrufung von Ruby bei Burial Hex zum höchsten Gut: Der Sound gehorcht nicht mehr, weil der Künstler mehr Erwecker denn Produzenten ist und weniger manipulativ als beobachtend/interessiert das Treiben begleiten möchte. </p>
<p>Wie sonst nur Bohren &amp; der Club Of Gore ist ihm zu glauben, dass er diese Musik in letzter Konsequenz für sich selbst macht und das auch nur, weil sie kein anderer macht. Nach einer selbstbetitelten CD auf dem verdienten aber naturbedingt schlecht vertriebenen Label SNSE (Scratch &amp; Sniff Entertainment) trägt das zweite reguläre Album von Burial Hex seinen Titel nicht von ungefähr: „Initiations“. Es beginnt mit der härtesten der vier knapp zwanzigminütigen Einführungen. Zunächst wiegen ein paar harmonisch an- und abschwellende Flächen den Zuhörer in Sicherheit, dann bricht auch schon nach wenigen Minuten unvermittelt harscher Noise ein, der wiederum in einer Art Hörspiel aus dem Horror-Hospital mündet (inkl. quietschenden Rollbetten). Verschiedene Schreie vermischen sich mit Fieldrecordings unnatürlicher Herkunft und teuflischen verlangsamten Vocals. Mit der Impertinenz einer Wasserfolter folgt nach einer winzigen Zäsur und einem Fünkchen Stille erneut heimtückischer Noise, der sich ein paar Minuten vor Ende in die Flächen der Eröffnung zurück zieht. </p>
<p>Mit einer ähnlichen Dramaturgie zeichnet „8 Pentacles“ das Bild von einem stillgelegten Stahlwerk in Gestalt einer Kathedrale, wo seltsame Rituale die heilige Stille zerschneiden. Bizarres, rhythmusloses Geklöppel und lang verhallende Schläge verschleifen sich mit oszillierenden Brummtönen und einem ungesunden Rauschen; die Luft wird von mutiertem Kabel-Grillen erfüllt. Das Drama entwickelt sich ganz organisch mit der Selbstverständlichkeit einer Katastrophe. Mit dem Beginn der zweiten Hälfte des Albums verdichtet sich die Atmosphäre im selben Maß wie das Geschehen musikalischen Konventionen folgt: zunehmend verbreiten Getrommel und kleine akkustische Versatzstücke, die mehr als einmal an Rubys alte Kollaborateure Silvester Anfang und ihren fahrig wirkenden Funeral Folk erinnern, die Stimmung einer Beschwörung im größeren Kreis – in den beiden letzten Tracks („River Of Los“ &amp; „BO -II- Ne“) erfüllt sich der Albumtitel am deutlichsten, der Zuhörer wird förmlich in das Zentrum des magischen Geschehens gezogen, die Sinne vernebeln sich, was bleibt ist die Gewissheit: Wir werden alle sterben. Was folgt, davon vermittelt uns vielleicht Burial Hex eine Ahnung. Und wenn uns „Initiations“ nicht den brillanten Soundtrack für einen Aufenthalt im Hades liefert, dann öffnen sich damit zumindest ein paar kleine Fenster zwischen Dies- und Jenseits. Die Gebrüder Grimm könnten ihre Herzen fressen: Mit diesem, stilvoll in schwarze Pappe gekleideten Album wird das Märchen von einem, der auszog das Fürchten zu lernen neu geschrieben.<br />
(Aurora Borealis)</p>
<p>&rarr; <a href="http://www.myspace.com/burialhex">Burial Hex auf MySpace</a></p>
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		<title>No Age &#8211; Nouns</title>
		<link>http://www.persona-non-grata.de/2008/09/06/no-age-nouns/</link>
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		<pubDate>Sat, 06 Sep 2008 17:57:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lars</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[(Sub Pop/Cargo)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-430" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/noagenouns.jpg" alt="" width="170" height="170" /></p>
<p>Das Problem ist doch, dass in diesen Zeiten ganz Andere viel berufener sind, über so etwas zu schreiben wie NO AGE. Sie leben im selben Viertel wie sie, sind mal mit einem von ihnen auf die Schule gegangen oder haben generell einen persönlicheren Zugang. Wer braucht meine Fantasien, wenn er viel realistischere, und wahrscheinlich auch informativere und komischere Worte aus der Nachbarschaft haben kann. Dachte ich heute mal wieder so als ich auf Rateyourmusic.com einen ungewöhnlichen, langen Kommentar über “Weirdo Rippers”, den Erstling von NO AGE las &#8211; ja, ich lese lange Texte, auch auf dem Bildschirm, auch die langen Riemen auf Blogs und anderen Webseiten, auch wenn das jedem Wahrnehmungsgesetz oder dem gemeinhin prognostizierten User-Verhalten widerspricht.</p>
<p>Diesen langen Kommentar werde ich nun ausgiebig zitieren, denn er hat es verdient, von mehr Menschen gelesen zu werden weil er eben viel dichter dran ist an NO AGE und “ihrer Szene” als Pitchfork, Wire, NME, SPIN und Mojo zusammen &#8211; zudem wird dieser Text so zu einem noch längeren Riemen, was zweifellos (bitte nutzen sie die Kommentarfunktion) ein Wert in sich darstellt. Je länger, desto besser und desto wichtiger. Oder wie sagt Godzilla: Size does matter!</p>
<p>User lonely_panda schreibt:<br />
<em>“I&#8217;ve been to that place on the album cover. If you&#8217;ve read any coverage on the band, then you know that it&#8217;s called The Smell and its located in some alley of some hell hole part of LA downtown. It&#8217;s the cool place to be, the New Yorker and Pitchforker say. I almost died there. I can survive knives, guns, and swift kicks to the nutters but I can&#8217;t survive a crowded, decaying hole-in-the-wall packed tight with pretentious underage art-fags with their $50 dollar vintage Coca-Cola shirts they got on Melrose. I could almost still breath amongst the female punk trio screaming, I shit you not, &#8220;Fuck bush!&#8221; and punching herself until she bleed on the audience (thus making her set go from God awful to legendary, she must&#8217;ve imagined), but once I saw the pile of bricks that 3 stoned dudes were rebuilding as some sort of &#8220;interactive art&#8221; and the Vegan chili booth (no bar here, folks) I started violently panicking. Every snot nosed, Modest Mouse t-shirt (from 97&#8242;) wearing 14 year old in L.A. must&#8217;ve been their bumming for a light and talking about how important being there is&#8211;despite them willingly staying outside for the remainder of the bands. Like I said, I almost died.<br />
My initial listen of No Age brought back this nightmare and perfectly exemplified everything I hate about that place and it&#8217;s &#8220;scene&#8221;. It&#8217;s a bunch of kids from Orange County driving to L.A. on their parent&#8217;s dime and jerking each other off on how they listen to different records then the folks back home. No Age are making an indulgent ode to their adolescent favorites, and banking on that &#8220;doing what we want&#8221; will add up to something good. Don&#8217;t be mistaken: if you stink, you pretend to be poor, and you always talk about &#8220;the community&#8221; then you are a HIPPIE! I&#8217;ve gone on far too long here stating my case for hating them, but I feel a need to detox since&#8230; get this&#8230; I now fully love them. I love The Smell, I love the kids, and I love “Weirdo Rippers”. It is still indulgent beyond belief, but in a way that I never thought it was.<br />
(&#8230;) I got my first look at the duo of No Age and was shocked. They weren&#8217;t wearing gross, sweaty white-Ts and looking dumbfoundedly at the audience with displaced looks. All the distortion, all their noise turned out to be their way of having fun, and all the kids seemed to be aware of this except me. (&#8230;) I wasn&#8217;t blown away by the songs when I saw them live (maybe peaked my interest?), but it was just the vibe you got from Randy&#8217;s smile, misplaced jokes, and Dean&#8217;s spastic delivery and crowd interaction. There was something so innocent and SoCal about the experience. It wasn&#8217;t taking the same old punk route of &#8220;look how fucked up our domestic issues are&#8221;, but making a Los Campesinos &#8220;let&#8217;s get together and kumbiya&#8221; session. This isn&#8217;t the sound of some disgusting, beer-filled basement, but a wild-eyed sense of youth during a Summer vacation in Cali. The guys don&#8217;t know what they really want to convey in their music or in their interviews, but when you see them live it all makes sense. You look at the enthusiastic faces of all the sleepy-eyed preteen hipsters and Randy&#8217;s wide grin, and it recalls a time of my childhood, and I hope most people&#8217;s childhood. A time when you weren&#8217;t going to the movies to see your favorite director&#8217;s new film, not going to a show to see how Sonic Youth sound 20 years later, and not going to New York to visit any select area. It&#8217;s fascinating but there was actually a time when we were young and we would go to places just to be there.”</em></p>
<p>Und? Genau: WOW! Dieser kurze, böse Einblick in das Universum des Duos, das auch für den besagten Club The Smell nebst seiner “Szene” ursächlich (mit)verantwortlich ist, und dann dieses elegante Ende &#8211; ich bin nicht eitel genug, das besser machen zu wollen. Aber NO AGE haben eine bessere Platte gemacht. Besagte “Weirdo Rippers”, letztes Jahr auf dem britischen Qualitätslabel Fat Cat erschienen, war zum Großteil “nur” eine Compilation ihrer, zeitgleich auf unterschiedlichen Kleinstlabels veröffentlichten EPs; “Nouns” darf also getrost als ihr Debüt gefeiert werden, oder wahlweise als eine Kulmination von dem, was sie zuvor nur angedeutet haben.</p>
<p>Im direkten Vergleich wirkt das Album kohärenter und experimenteller. Zugleich klingt die Musik etwas weniger massiv, ja, auf eine irre, fast tänzelnde Weise leichtfüßig. Wie die allseits und oft zu Unrecht herbeizitierten MY BLOODY VALENTINE und die zunehmend in Vergessenheit geratenen HÜSKER DÜ schälen NO AGE die schönsten Melodien aus einem Wall of Fuzz &amp; Feedback. Überhaupt sind HÜSKER DÜ eine ihrer Lieblingsbands und ihr Meilenstein “Zen Arcade” ist auch eine gute Referenz für “Nouns”, mit dem gewaltigen Unterschied, dass NO AGE noch strikt an dem Format der unter 3 Minuten langen Songs festhalten. Laut dem Drummer und Sänger des Duos, Dean Spunt, versteckt sich aber auch dahinter kein Masterplan: “Warum sollte man einen langen Song mit guten und schlechten Stellen machen &#8211; wir konzentrieren uns einfach auf die guten.”<br />
Die energetische Taktung sorgt für eine zusätzliche Atemlosigkeit, am Ende haben die 12 Songs zusammen nicht länger als 30 Minuten gebraucht, um ihr Ziel zu erreichen.</p>
<p>Vier der Songs konnten die beiden, von Sub Pop mit einem deutlich höheren Budget ausgestattet, in London aufnehmen &#8211; dafür gab es keinen anderen Grund als pures Fandom: Sie wollten einmal im selben Studio aufnehmen, in dem unter der Ägide des grossen John Loder (dem 2005 viel zu früh verstorbenen Produzenten und Gründer der Southern Studios) “Psychocandy” von Jesus &amp; The Mary Chain entstand. Auch die Schotten verstanden es in ihren besten Momenten, aus dem schmutzigen Chaos fast sakral anmutende Schönheit zu destillieren. Aber NO AGE kommen aus Los Angeles. In ihrer Version von dem, was nur Klugscheisser NU Gaze nennen wollen, ersetzt das trübe, gemütliche Parkplatzlicht der endlosen Sprawls das Strobo-Gewitter, mit dem JATMC ihr Publikum geblendet haben. Statt MDMA brauchen NO AGE nur einen Smoothie, um in dieselbe Stimmung zu kommen. Während die Reid-Brüder sich und ihr Publikum hassen mussten, um zu wahrer Größe aufzulaufen, können Randy Randall und Dean Spunt den Dingen einfach ihren Lauf lassen &#8211; der Spaß stellt sich von selbst ein.<br />
Wenn das als der neue Punk gefeiert wird, mache ich mir keine Sorgen um die Zukunft einer Bewegung, die schon bei Geburt für tot erklärt wurde.<br />
(Sub Pop/Cargo)<br />
&#8212;</p>
<p><strong>Das Album gibt es noch bis zum 15. Oktober bei unserer <a href="http://www.persona-non-grata.de/2008/08/11/sub-pop-abo-pramien-unlimited/">Sub Pop Unlimited Abo-Prämien-Aktion</a>.</strong></p>
<p>→ <a href="http://www.band-noage.de/">offizielle Webseite</a><br />
→ <a href="http://www.myspace.com/nonoage">No Age auf MySpace</a></p>
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		<title>Ben Weaver &#8211; The Axe In The Oak</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Aug 2008 14:05:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lars</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Er ist immer noch nicht 30 und klingt immer noch älter als Dylan – im Übrigen auch weiser wie mir jeder Dylan-Hasser sofort zustimmen würde. (Von denen gibt es ja aber auch immer weniger, die sterben einfach weg oder werden von seiner Radio-Show eingelullt – nein! ich will gar nicht wissen, wie gut die ist! [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/benweaveraxe.jpg" alt="" width="170" height="170" class="alignnone size-full wp-image-327" /></p>
<p>Er ist immer noch nicht 30 und klingt immer noch älter als Dylan – im Übrigen auch weiser wie mir jeder Dylan-Hasser sofort zustimmen würde. (Von denen gibt es ja aber auch immer weniger, die sterben einfach weg oder werden von seiner Radio-Show eingelullt – nein! ich will gar nicht wissen, wie gut die ist! – ist mir schnuppe! – nein! – Schnauze! – und wenn Dylan da den ganzen Tag Ben Weaver rauf und die Anthology Of American Folk Music runterspielt! – davon will ich nichts hören! – so wie die Dylan-Fans nichts von den Rüstungsaktien und War Bonds des Herren hören wollen! – allen anderen, „die wissen wollen, wie das mit Bob Dylan und seinen investierten Dollars in die Rüstungsindustrie steht“, empfehle ich auf Anraten von Reiner Schweinfurth, dem Chefredakteur des JS-Magazins (dem Evangelischen Magazin für Junge Soldaten) „The Mansion on the Hill“ von Fred Goodman – die ganze schmutzige Wahrheit über die man jetzt keine Bücher mehr schreiben muss, da steht es schwarz auf weiß für alle, die noch immer an Schulhof-Legenden glauben wollen, soviel zum Thema Dylan.(Punkt!)). </p>
<p>Wenn Ben Weaver seine Geschichten erzählt, mit schütteren Sätzen, die wie gute Skizzen mit wenigen kargen Details ganze Bilderreigen andeuten, lässt er so etwas wie eine Poesie der Eckdaten entstehen. Und mit seinem sechsten Album hat er wieder eine adäquate musikalische Sprache für seine komischen wie eine Folge von Vignetten gestalteten Erzählungen gefunden. Wie bereits zuvor „Paper Sky“ entstand auch „The Ax In The Oak“ in Zusammenarbeit mit Brian Deck, der in der Vergangenheit legendäre Hänger-Bands wie Souled American aber auch Iron and Wine und Modest Mouse produziert hat – was aber für Weaver viel wichtiger war, hat Deck als ehemaliges Mitglied der auf immer und ewig sträflich unterschätzten Califone immer wieder ein grundsätzliches Verständnis gezeigt, wenn es darum ging, der manchmal etwas konservativ und muffig wirkenden Americana ungewöhnlichere Seiten abzuringen oder sie gar mit Elektronik zu hintertreiben.<br />
Denn in der Beziehung sind sich Califone und der späte Ben Weaver ähnlich: Im Gegensatz zum frühen Dylan (Punkt!) wollen sie nicht das „alte, unheimliche Amerika“ (Greil Marcus) mit all seinen verführerischen Lügen und strapazierten Mythen pflegen, sondern einen nahezu europäischen Blick auf ihre Heimat riskieren, vergleichbar mit dem jungen Jim Jarmusch in seiner Verehrung für Wim Wenders. Großteile von „The Ax In The Oak“ hat Ben Weaver im Juli letzten Jahres in einer Berliner Hinterhof-Wohnung geschrieben. </p>
<p>Nachdem die Aufnahmenin Chicago beendet waren, kehrte er dorthin zurück, um das Artwork des Albums zu malen. „I had many pictures in my head at that time. This record is not about Berlin, but about what being in Berlin allowed me to create.“ Deutlich zu hören ist die offenbar ungebrochene Begeisterung für Christian Fennesz, Österreichs Meister der verstörten Gitarren. Von ihm und seinen Glitches nahe des Kitsches haben Weaver &amp; Deck eine Menge gelernt, wie sich in ihren skurrilen Arrangements zeigt, wo es selbst in einem vordergründig akustischen Stück hintergründig klickert und klappert, mit diesen verzerrten hochfrequenten Sounds wie man sie von AFX oder eben Fennesz kennt. Dazu benutzt Ben Bilder von Alligators And Owls, Hawks And Crows, vom Red Red Fox und White Snow und Dead Bird, aber meistens geht es doch wieder nur um rgendein Mädchen und am Ende kann man der Unbekannten nur zustimmen, wenn er sie fragt, was sie liebt und sie mit dem Songtitel antwortet, Anything With Words. Auch wenn sein erstes Instrumental Said In Stones interessant vor sich hinpluckert, sind es seine Worte&#8230;<br />
(Glitterhouse)</p>
<p>&rarr; <a href="http://www.benweaver.net/">offizielle Webseite</a><br />
&rarr; <a href="http://www.myspace.com/benweavermusic">Ben Weaver auf MySpace</a></p>
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