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	<title>: Persona Non Grata : : : &#187; Sven</title>
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		<title>David Sylvian &#8211; Manafon</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Dec 2009 00:40:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[(Samadhisou/Galileo Music Communication)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1620" title="manafon" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/manafon.jpg" alt="" width="194" height="170" /></p>
<p>Ob es irgend jemanden gibt, der weiß, was mit David Sylvian los ist? Warum er Songs wie jene auf „Manafon“ (zwischen 2004 und 2007 entstanden) nicht nur schreibt, sondern auch veröffentlicht? Songs, die oft über der 5-Minuten-Grenze liegen. Wo bei Gesäusel wie diesem hier eigentlich jede halbe Minute zuviel ist. Zumindest stellen sich Fragen wie diese bei jenen Hörern, die Sylvian noch aus seinen alten Tagen als androgynen Helden im Wave-Ensemble Japan kennen. Und also stellt sich auch hier mal wieder die alte, nie zu beantwortende Frage, wie der Musikfreund es denn gerne hätte: Für alle Zeiten und jede Schmerzgrenze ignorierend selbstreferenziell? Wegen Wiedererkennungseffekten und der darüber generierten Einnahmen, die ein sorgenfreies Leben garantieren! Oder doch die Gegenrichtung. Von Album zu Album verkopfter, reduzierter, unverständlicher, immer weiter weg vom Ausgangspunkt, quasi auch als Flucht vor jenem (vor sich selbst?). Bei Sylvian hat man das Gefühl, dass er letztere Variante gewählt hat. Neue Freunde wird er mit dem Album „Manafon“, dass in dieser Form auch keine Echos erzeugt, nur ganz, ganz wenige finden. Dafür vergrault er nun erst einmal eine nicht unerhebliche Zahl alter Getreuer, die sich diese quälend langen, pseudoesoterischen Psychotherapiesitzungen in Klängen und Tönen und kruden, selbstvergessenen Erzählungen nicht mehr geben wollen. Aber vielleicht ist genau das der Plan. Die totale Reduzierung auf allen Gebieten. Alles Runterfahren. Alle vergrätzen. Und es scheint, als ob David seine Schäflein im Trockenen hat. Vielleicht hat er den geräuschlosen Klettverschluss erfunden und das Patent für sehr viel Geld verkauft. Nun sitzt er da, im davon gekauften Wald, spielt den Kauz und mauzt vor sich hin. Sitzt abends am Kaminfeuer seiner Blockhütte, starrt in die Flammen, trinkt schweren Rotwein und klimpert auf seiner Gitarre herum. Alle weiteren Lebewesen, so scheint es, hat er aus seinem Leben verbannt. Beim Blick in die CD-Verpackung kann man dann zwar lesen, dass es mit der Misanthropie doch nicht ganz so schlimm sein kann. Und doch stellt sich die Frage, in welche Sphären der Mann abgedriftet ist. Und ob er jemals wieder zurückfinden wird. Zwischenzeitlich empfehle ich das erneute Abhören alter Japan-Alben. Die dürften auch jungen, in den Nullerjahren musikalisch sozialisierten Menschen gut gefallen!<br />
(Samadhisou/Galileo Music Communication)</p>
<p>Don Bass</p>
<p><a href="http://www.davidsylvian.net" target="_blank">www.davidsylvian.net</a></p>
<p>1984:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/5MT0IqPJsvU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/5MT0IqPJsvU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>V/A &#8211; &#8220;In The Christmas Groove&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 17:25:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
				<category><![CDATA[1]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[(Strut Records/!K7)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/christmas170.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1616" title="christmas170" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/christmas170.jpg" alt="" width="170" height="171" /></a></p>
<p>LastchristmasIgaveyoumyheartbuttheverynextdayyougaveitaway… . Können Sie es noch erhören? Jedes Jahr wieder? George Michaels und Andrew Ridgeleys Zusatzrente? Sony Musics schon am Jahresanfang fest im Plan verbuchte Einnahmeposition? Nein? Ach, sie bekommen davon auch schon Herpes? Na, dann versuchen Sie’s doch mal ganz ohne Weihnachtsduselmusik. Oder aber mit „Merry Christmas“ von den Ramones. Dieses Stück durfte letztens sogar als Rausschmeißer der ARD-Sportschau herhalten. Ähnlich übel wie Whams Schmachtfetzen sind auch all die unerträglichen Metal-Compilations, auf denen einschlägig bekannte Musiker dieser Spielart ihre Vorstellungen von Spaß in Form von Heavy Metal-Versionen bekannter Weihnachtslieder verwursten.<br />
Weit weniger Schmerzen (sieht man mal davon ab, das auch Leute mit Gelenkleiden o.ä. hier zum Tanzen gezwungen werden könnten!) allerdings bereitet dieses Jahr eine Songzusammenstellung aus dem Hause Strut Records. Diese haben sich vor allem im Funk und Soul der sechziger und siebziger Jahre umgetan, ein paar alte Motown-Weihnachtsalben durchforstet und daraus &#8220;In The Christmas Groove&#8221; gebastelt. Musikalisch gesehen ist Santa Klaus hier schwarz, hat Rhythmus im Blut und keine wintersteif gefrorenen Hüften. Schwarze Weihnachten also, und statt dem üblichen Gebimmel springen wir zu Afrobeat, Calypso, Soul und Funk locker und gelöst um die Baumarkt-Tanne. Bandnamen wie Wild Honey, Funk Machine und Electric Jungle lösen dann auch keine Assoziationen zu musikalischen Stinkesocken a la „Jingle Bells“ und „Stille Nacht“ aus. &#8220;In The Christmas Groove&#8221; ist also durchaus dazu geschaffen, Weihnachtstress-Geplagte aus dem Geschenkekauf-Terror zu reißen und wenigstens auf CD-Länge aus dem bierernsten Merry- ins coole Happy Christmas überzuleiten.</p>
<p>(Strut Records/!K7)</p>
<p>Don Bass</p>
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		<title>Rammstein &#8211; Liebe ist für alle da</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 13:04:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
				<category><![CDATA[C]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[...Jedenfalls ist LIFAD so etwas wie das in Töne gegossene und auf CD gebrannte Gegenstück zu Roland Emmerichs neuen Popcorn-Buster „2012“. Natürlich geht es hier wie da nie ohne Augenzwinkern ab, gewollt oder ungewollt. Und frei von Peinlichkeiten sind beide „Kunstwerke“ nicht. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1499" title="rammstein" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/rammstein.jpg" alt="" width="244" height="217" /></p>
<p>Den Begriff Blockbuster kennt man gemeinhin im Zusammenhang mit Filmen, vor allem solchen aus der gar nicht so verträumten Traumfabrik in Los Angeles. Weit weniger bekannt ist, dass der Begriff eigentlich aus dem Kriegsvokabular stammt und jene Fliegerbomben meint, deren Sprengkräfte ausreichend waren, um ganze Wohnblocks weg zu putzen. Im Bereich Kino hingegen sind es immer wieder vor allem solche Filme, die in der Lage sind, die Kinos weltweit über Wochen mit Menschen voll zu stopfen. Godzilla, The Day After Tomorrow,<strong> </strong><span>Titanic, Star Wars, Independent Day, James Bond heißen einige der bekanntesten Blockbuster, die Regisseure dazu unter anderen Georg Lucas und James Cameron. Aber auch zwei Deutsche müssen hier genannt werden, wenn es auf der Leinwand wieder mal darum geht, irgend etwas untergehen zu lassen, sei es ein Schiff, eine Stadt oder gar die ganze Welt.</span></p>
<div class="MsoNormal">Wie all das Vorgenannte nun zu „Liebe ist für alle da“, dem sechsten Album der Band Rammstein passt? Nun, wenn man mal von all den billigen „Promokationen“ absieht, die die Veröffentlichung des Albums begleiteten, so schlägt LIFAD, musikalisch gesehen, durchaus wieder ein wie eine Bombe mit erhöhter Sprengkraft. Außerdem dreht es sich bei vielen Blockbustern um Extraterrestrisches. Und weil es einen <a title="Asteroid" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Asteroid"><span>Asteroiden</span></a> gibt, der im Oktober 2001 vom französischen Astronomen <a title="Jean-Claude Merlin" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Claude_Merlin"><span>Jean-Claude Merlin</span></a> entdeckt wurde und der seitdem den Namen „<a title="Rammstein (Asteroid)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rammstein_%28Asteroid%29"><span>110393 Rammstein</span></a>“ trägt, schließt sich auch hier irgendwie der Kreis. Wenn man so will!</div>
<div class="MsoNormal">Jedenfalls ist LIFAD so etwas wie das in Töne gegossene und auf CD gebrannte Gegenstück zu Roland Emmerichs neuen Popcorn-Buster „2012“. Natürlich geht es hier wie da nie ohne Augenzwinkern ab, gewollt oder ungewollt. Und frei von Peinlichkeiten sind beide „Kunstwerke“ nicht. Von dem bei Rammstein ewig gleichen Themenpool abgesehen, sind einige Texte wieder mehr als Banane. Musste letztes Mal der Fall des Kannibalen von Rotenburg dran glauben (Mein Teil), so ist es dieses mal der der Familie des Österreichers Fritzl und all jener Dinge, die in deren Keller geschahen. Der Text zum musikalisch eigentlich ziemlich gelungenen Stück „Pussy“ ist indiskutabel und entspringt vermutlich irgendeiner Geisteskrankeit. Auch ein direkter Bezug zur deutschen Lyrikgeschichte wurde mal wieder hergestellt. 2009 muss nun Bert Brechts „Mackie Messer“ dran glauben. Auch zeigen die sechs Herren, von denen der älteste straff auf das 47.Lebensjahr zugeht, wieder Dankbarkeit gegenüber einer besonders treuen Sektion der riesigen Fangemeinde. Wurden auf Rosenrot die Mexikaner mit „Te quiero puta“ bedacht, sind es heuer die französischen Fans, die mit dem zum Fremdschämen peinlichen „Frühling in Paris“ ein musikalisches Dankeschön verpasst bekommen. Haben wir irgend jemanden vergessen? Ach ja, LIFAD soll ja wieder in Richtung Anfänge gehen. Da sollte man sich aber „Herzeleid“ noch mal genauer anhören. Schon die Produktionen sind nicht zu vergleichen. LIFAD ist nämlich bis in die letzte Instrumentenschraube hinein unglaublich F.E.T.T. produziert. Außerdem klingen Rammstein schon lange nicht mehr so dumpf, mechanisch und hölzern wie in den Anfangstagen. Wenn man genau hinhört, kann man die Grooves hören, die vielen Stücken (z.B. Rammlied, <span class="mw-headline">B********)</span> innewohnen. Und auch wenn man der Meinung sein kann, dass das „Rammlied“ nur ein weitere Variation von „Wollt Ihr das Bett in Flammen sehen“<span> </span>ist, so ist dieses brachiale Stück Heavy Metal dermaßen geschickt komponiert, dass man es, so man den Sound der Band mag, nach einmaligem Hören nicht mehr missen möchte. Daß das ab sofort der unumstrittene Opener einer jeden Rammstein-Show sein wird, versteht sich von selbst. Auch einen so böser Brecher wie „<span class="mw-headline">B********“, in dem es um den Zwiespalt beim Nehmen (oder Lassen) von Drogen geht (eines jener immer wieder kehrenden Motive bei Rammstein) muss man unbedingt als gelungen bezeichnen, und sei es nur als Motivationshilfe in der Freihantelabteilung der Muckibude. Zu ganz großer Form laufen die „Rammsteiner Riffjäger“ dann auf der Bonus-CD der <em>special edition</em></span><span class="mw-headline"> von LIFAD auf, wo man mit dem an die Umweltkatastrophe von Baia Mare (Rumänien) erinnernden „Donaukinder“ und einem an </span>Misanthropie<strong> </strong><span class="mw-headline">verzweifelnden Protagonisten in „Halt“ dann endlich nicht nur musikalisch gelungene, sondern auch textlich ernstzunehmende Glanzpunkte zu setzen weiß. Beide Stücke gehören ob ihrer Güte eigentlich auf die reguläre Scheibe!!</span></div>
<div class="MsoNormal"><span class="mw-headline">Letztendlich ist LIFAD eine durchaus gelungene Angelegenheit und sollte, nicht nur wegen der, zumindest was den restlosen Verkauf der Karten angeht, grandiosen Erfolge im Livegeschäft Ansporn sein, weiterzumachen, die Fans zu beglücken und den Wert der Marke Rammstein zu steigern. Auch wenn dies für die Jungs vielleicht grausam klingt: Aber 1994 ist 15 Jahre her und Dinge entwickeln sich nun mal nicht immer so, dass man für alle Zeiten in Gänze damit leben kann! Aber vielleicht will man ja nicht wie die Scorpions enden und hört nach der kommenden Tour auf! Könnte ich verstehen.</span></div>
<div class="MsoNormal">(Universal)</div>
<p>* <a href="http://www.myspace.com/rammstein" target="_blank">Hörbares</a></p>
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		<title>Morrissey &#8211; Years Of Refusal</title>
		<link>http://www.persona-non-grata.de/2009/05/29/morrissey-years-of-refusal/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 May 2009 15:51:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
				<category><![CDATA[4]]></category>

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		<description><![CDATA[(Decca Records/ Universal)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/morrissey.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-967" title="morrissey" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/morrissey.jpg" alt="" width="170" height="170" /></a></p>
<p>Neulich sagte der Vater beiläufig, das der schrullige Onkel bald wieder einmal zu Besuch kommen würde. Eigentlich mag der Vater den Onkel, obwohl er das nie zugeben würde. Ich glaube, er liebt ihn sogar ein bisschen, trotz seiner Schrulligkeit. Diese kommt wohl daher, dass der Onkel jetzt bald fünfzig wird, aber immer noch keine Tante oder einen anderen, zu ihm passenden Onkel gefunden hat. Jedenfalls klagt er darüber immer ganz bitterlich, und das nervt den Vater. Ich hingegen finde es immer schön, wenn der Onkel mal wieder auftaucht. Er bringt dann meistens eine neue Platte mit. Er nennt das Album, weil er darauf seine neusten Lieder versammelt hat. Sein vorletztes habe ich sogar an die Wand meiner Kammer gehangen. Darauf sieht man den Onkel im Anzug und mit einer Maschinenpistole im Arm. Ich mag diese Platte sehr, weil dem Onkel, wie ich denke, darauf fast alles gelungen ist. Und obwohl er zu dieser Zeit im fernen Nordamerika lebte, schimpfte er über eben jenes Land und auch auf dessen Bewohner. Das fand ich schön, denn zu jener Zeit waren wir alle sehr ärgerlich auf Amerika.<br />
Und obwohl er sich als Jagdbeute sah, ging der Onkel auf Tour um die Welt und wurde überall herzlich empfangen. Denn wenn der Onkel vorbeikommt, dann bringt er immer seine Jungs mit, seine Band. Da ist es dann immer schön lustig bei uns Zuhause. Der Onkel meint nämlich nicht alles so ernst, wie er das sagt. Nur beim Thema Fleisch, da hört bei ihm der Spaß auf. Der Onkel liebt nämlich die Tiere und deshalb würde er nie welche essen! Er hat sogar mal ein Konzert in Dresden abgesagt, weil er erfahren hatte, dass die Halle, wo er auftreten sollte, ein ehemaliger Schlachthof war. Aber eben nicht der, den Kurt Vonnegut in „Schlachthof 5“ beschrieben hat. Den gibt’s schon lange nicht mehr!<br />
Dann, es ist noch keine zwei Jahre her, da war der Onkel mal wieder da. Diesmal hatte er eine Platte mit, auf deren Cover er als Geiger zu sehen war. Ich finde es, wie gesagt, sehr schön, dass er auf den Covers immer selbst zu sehen ist. So kann man ihm schön beim Altern zusehen. Wie das Haar dünner, er selbst aber immer dicker wird. Die Lieder der Platte, auf der er als Geiger zu sehen ist, hat mir nicht so gut gefallen. War aber auch schwer, nach einer solchen Platte wie jener, die an der Wand in meiner Kammer hängt.<br />
Man weiß auch nie wo er gerade steckt. Sagt jedenfalls der Vater. Der Onkel hat nämlich keinen festen Wohnsitz mehr, lebt mal hier, mal da.<br />
Na, und dann sagte mir der Vater vor ein paar Wochen, dass er mal wieder vorbeikommen würde, der schrullige Onkel. Vorab hat er mir natürlich seine neue Platte geschickt. Auf dem Cover hält er einen Babyboy in seinem rechten Arm. Das hat mich erst verwirrt, denn woher soll der Onkel denn plötzlich ein Baby haben? Ist aber nur der Sohn vom Tourmanager. Aber ein süßer!<br />
Die Lieder auf der Platte gefallen mir richtig gut. So rockig war der Onkel lange nicht mehr. Der Vater meint zwar, dass es wieder das ewig gleiche Geklage sei, um unerwiderte Liebe und so. Und das der Onkel angeblich niemanden finden würde, der ihn lieben könnte. Dabei kann ich das gar nicht glauben, weil doch so viele Menschen den Onkel abgöttisch lieben. Aber was weiß ich schon!<br />
Jedenfalls hat der Onkel aus der Not eine Tugend gemacht und liebt jetzt Paris. Also die Stadt und nicht die dünne Hotelerbin, von der der Vater immer sagt, er würde ihr gerne den Kopf mit einem Hieb vom Körper schlagen, wenn er nur könnte. Nein, der Onkel umarmt die Hauptstadt der Franzosen, liebkost deren Stein und Stahl. Ich mag dieses Lied sehr, es ist eines seiner besten auf der Platte mit dem Baby vorn drauf. Ich mag auch die anderen Lieder. Eines heißt All You Need Is Me. Der Onkel fragt darin, ob es nichts Wichtigeres gäbe, als sich mit ihm zu befassen. Das hat er recht, aber ich denke auch, dass der Onkel es sehr mag, wenn sich die Leute mit ihm befassen!<br />
Auch hat der Onkel wie immer sehr lustige Texte geschrieben. In All You Need Is Me heißt es zum Beispiel: “There&#8217;s a naked man standing laughing in your dreams.<br />
You know who it is but you don&#8217;t like what it means”. Den Sinn habe ich zwar nicht ganz verstanden, aber der Vater sagt, der Onkel sei eben bisschen seltsam und habe schon immer solche Sachen erzählt. Das hätte er von Oscar Wilde, einem berühmten Schriftsteller.<br />
Na, und dann war er halt mal wieder da, mit seinen Jungs, und die Leute wollten ihn sehen, singen hören, und sie haben viel Geld dafür bezahlt. Der Onkel machte einen sehr zufriedenen Eindruck.<br />
Neulich kam der Vater aus der Stadt zurück und hatte ein Buch von einem seltsamen Schriftsteller mit. Ich habe mal reingeschaut. Es ging irgendwie um einen berühmten Architekten aus Amerika. Frank Lloyd Wright hieß der und von dem stammt auch der Satz, der dem Text des Buches vorangestellt ist. Er lautet folgendermaßen: “Schon früh in meinem Leben musste ich mich zwischen ehrlicher Arroganz und scheinheiliger Demut entscheiden; ich entschied mich für die Arroganz.“ Da musste ich mal wieder an den Onkel denken!<br />
(Decca Records/ Universal) Don Delta</p>
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		<title>Franz Ferdinand &#8211; Tonight: Franz Ferdinand</title>
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		<pubDate>Fri, 29 May 2009 15:34:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[(Domino/Indigo)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/franz.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-964" title="franz" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/franz.jpg" alt="" width="170" height="170" /></a></p>
<p>Ich höre es wieder überall, diese Getuschel, Gequatsche und Kluggescheiße, von den ewig gleichen Nerds mit ihren Hornbrillen, dünnen Haaren und peinlichen Koteletten: Da ist den Franz Ferdinands mal wieder nichts richtiges eingefallen! Was soll das denn? Machen die jetzt einen auf Disco, oder was? Kommt ans erste Album leider wieder nicht ran!<br />
Ich lese all ihre Rezensionen, für die sie bestenfalls Dreieuroachtzig in Rechnung stellen durften. Die stecken sie dann sofort in ihre kleinen beschissenen Fanzines, die keiner mehr lesen und schon gar niemand mehr kaufen will. Und dann dürfen sie sich noch die Dresche abholen von noch blöderen Typen, die den ganzen Schrott irgendwo online gelesen haben. Jene Tagediebe also, die ihre Zeit in WLAN-Latte Macchiato-Cafes vorm Laptop totschlagen und ihre eigene, bedeutende Meinung  in den Rezensionen sehr oft nicht wieder finden! O Gott! In Morrisseys „All you need is me“ heißt es dazu passend:“There’s so much destruction all over the world, and all you can do is complain about me.“ Sollte man mal drüber nachdenken! Aber egal, hier geht’s schließlich um Franz Ferdinands dritte Platte, die tatsächlich ziemlich disco ausgefallen ist, was aber nicht schlimm ist, schließlich waren FF ja immer schon irgendwie Disco, damals Indie-Disco, jetzt eben Disco-Disco oder was auch immer. Letztendlich unterhält die Platte, man kann famos dazu tanzen. FF haben sogar den Mut, sich auf ironische Weise selbst zu zitieren. Ist doch alles prima. 15 tote Schüler in Schwaben oder eine halbe Million abgeschlachteter Menschen in Rwanda finde ich diskussionswürdiger als die Frage, ob die neue FF gelungen ist oder nicht. „Tonight: Franz Ferdinand“ ist ersteres. Entspannt, unverkrampft, verspielt. Und sehr hörens- und tanzenswert! (Domino/Indigo)</p>
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		<title>Hot Gossip &#8211; You Look Faster When You Are Young</title>
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		<pubDate>Sun, 10 May 2009 11:11:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[(Ghost Records/ Warner Chappell)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/hot_170.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-946" title="hot_170" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/hot_170.jpg" alt="" width="170" height="170" /></a></p>
<p>Schon ihr letztes Album „Angles“ hatte mich so ziemlich weggeblasen. Völlig durchgedrehter, extrem hektisch gespielter Garage-Wave-Punk, jeder Song eine Volle auf die Zwölf. Jeder Anschlag auf der Gitarre so zwingend. Das Drumming in etwa so holpernd wie einst bei den Circle Jerks. Brainshaking! Zu solcher Musik könnte ich vor lauter Freude meinen eigenen Kopf an einer Betonwand zerhämmern. Für „Angles“ werde ich Nois-O-Lution-Arne ewig dankbar sein! Das Hot Gossip jetzt bei einem Major gelandet sind, wundert mich nicht. Die hätte ich auch gesignt. Nur um sie im Stall zu haben. Einfach so. Scheiß doch auf die Verkäufe!! Und nun die neue Platte: Zwei Gänge runtergeschaltet, aber noch genauso zwingend wie zuvor. Dreckiger Garage-Rock’n’Roll gepaart mit dem Wahnsinn, den auch die Hives in großen Dosen verschießen und jener, den die fucking Rolling Stones einst besaßen, bevor sie zuviel Geld kassierten und danach dem Glauben verfielen, so etwas wie honorige britische Instanzen zu sein (vom klapprigen Rastafari-Pirat Richards mal abgesehen). Hot Gossip klingen genauso geil und frisch, wie 95% der Bands im UK klingen möchten, es aber nicht schaffen. Der Witz dabei: Hot Gossip kommen aus der italienischen Lombardei! No Wave, Postpunk, T.Rex-Glam und Buzzläufe aus der Zeit, als Jah Wobble noch bei PIL den Viersaiter bediente und bei deren bloßer Erwähnung einem vor lauter Rührung die Tränen kommen, feiern auf „You Look Faster When You Are Young“ eine fröhliche Party. Und Sänger Giulio Calvino greint und weint nach wie vor wie der Wiederkehrer von David Sylvian (ex-Japan).<br />
Das hier ist alles einfach nur großartig. Unfassbar großartig! Eine 33 Minuten und 40 Sekunden lange Offenbarung. Und solange kriegt man (meint: kriege ich) das Maul nicht wieder zu vor lauter Fassungslosigkeit. (Ghost Records/ Warner Chappell) Don Delta</p>
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		<title>Art Brut &#8211; Art Brut vs. Satan</title>
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		<pubDate>Wed, 06 May 2009 10:29:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(Cooking Vinyl/Cargo) ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/art_170.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-921" title="art_170" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/art_170.jpg" alt="" width="170" height="170" /></a></p>
<p>Was ist das wichtigste Kriterium zur Beurteilung einer Art Brut-Platte? Rischtisch, die Texte! Die musikalischen Fähigkeiten des deutsch-britischen Quartetts sind nämlich nach wie vor recht limitiert. Sinnigerweise regt man sich dann im Song „Slap Dash For No Cash“ auch über all jene auf, die wie U2 klingen wollen. Nach dem 2005er Mörderdebüt „Bang Bang Rock’n’Roll“ und dem, wie der Albumname schon andeutet, etwas verunglückten Zweitling „It&#8217;S a Bit Complicated“ legt man nun also das drittes Album vor. Und auch dieses Mal wieder fahren Art Brut ihren Hau-drauf-Rock-and-Roll, der erst in Kombination mit Eddie Argos’ im Erzählerstil vorgetragenen Texten seinen vollen Flavour entfaltet. Das schlichte Gitarrengerocke der Jasper Future, Freddy Feedback und Ian Catskilkin geht aber völlig in Ordnung, denn niemand erwartet von ihnen linksdrehend gequirlte Hirngrütze a la Pink Floyd, Coldplay oder Radiohead. Art Brut wollen und sollen in aller erster Linie Spaß machen, sowohl live wie auch auf Platte. Und das es nach einem solchen Debüt wie dem von 2006 schwer werden würde, noch einen draufzusetzen, war schon zur Veröffentlichung des zweiten Albums klar. Weil nun aber das alles nach wie vor so klingt wie vor vier Jahren auch schon und sich das Konzept der Wahllondoner bereits nach dem ersten Album abgenutzt hatte, ist auch „Art Brut Vs. Satan“ wieder alles andere als ein Burner geworden. Dabei geht der Opener “Alcoholics Unanimous“ schon mal in die richtige Richtung. Definitiv ein Hit!! Auf Albumlänge aber ermüdet das Teaching und Speeching von „Nice Guy“ Eddie, der wieder ganz eigene Beobachtungen seiner Umwelt zum Besten gibt dann doch. Kein weiterer Song besitzt die enorme Sprengkraft von Hits wie „My Little Brother“, „Emily Kane“ oder „Modern Art“! Aber was soll man auch machen, wenn das größte Ziel, ein Auftritt bei der inzwischen abgesetzten Sendung Top of The Pops, bereits am Anfang der Karriere erreicht wurde? Zu erwähnen wäre noch, dass Art Brut ihr neues Album bei und mit Pixies-Ikone Black Francis (alias Frank Black) aufgenommen haben.</p>
<p>(Cooking Vinyl) Don Delta</p>
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		<title>Depeche Mode &#8211; Sounds Of The Universe</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Apr 2009 10:04:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[(Mute/EMI)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-895" title="dm" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/dm.jpg" alt="" width="170" height="170" /></p>
<p>Was ist falsch daran, dem Alter entsprechend zu klingen? Was, nicht mehr die eh unerfüllbaren, unterschiedlichen Erwartungen bedienen zu wollen? Was also ist so falsch am neuen Album der Herren Gahan, Gore und Fletcher? Was treibt die Bescheid-Wisser aller Orten zum (fast) einhelligen Tenor, dass „Sound Of The Universe“ wieder nur ein laues Album geworden, wieder kein Knaller und eigentlich das wievielte, misslungene Album seit „Violator“ sei? Wenn man all diese Fragen beantworten will, muss man den Mikrokosmos der Band und den ihn umgebenden Makrokosmos, also die Rahmenbedingungen unter denen Depeche Mode heute Musik kreieren beachten. DeMo bestehen heute aus drei wohlsituierten, vermögenden älteren Herren, die die großen (Zusammen)brüche des Lebens (hoffentlich) hinter sich haben. Ehemännern und Vätern, deren Lebensinhalt nicht unbedingt mehr darin besteht, Popstar zu sein. Depeche Mode waren in den Achtzigern ihrer Zeit soundtechnisch um Jahrzehnte voraus. Und genau das fällt ihnen nun, da ihnen offensichtlich der Antrieb, die Kraft und die Innovationen fehlen, Visionäres zu erfinden, auf die Füße. Die Entwicklung hat sie, und das nicht erst seit heute, eingeholt. Dazu kommt, dass man über eine ebenso einzigartige und treue wie auch kritische Fangemeinde verfügt. Depeche Mode sind bereits zu Lebzeiten eine Legende, sie haben gigantische Songs und Alben produziert (und an dieser Stelle möchte ich unbedingt an Alan Wilder erinnern!!), unglaubliche Tourneen bestritten.<br />
Was liegt uns hier nun vor? Zuallererst mal, und ich halte mich nicht für den Oberchecker in Sachen Pop, gleichwohl aber für jemanden, der über die Jahrzehnte ein gutes Gespür für the right tunes entwickelt hat, wäre da die erste Singleauskopplung „Wrong“, ein Mörder von einem Song, mit einem ebensolchen Text. Dieses Lied reiht sich nahtlos in die schier endlose Abfolge von Depeche Mode-Hits ein.<br />
Das Album hingegen ist endlich wieder eines im Sinne des Wortes. Hatte man beim Vorgänger „Playing The Angel“ noch den Eindruck, es mit einer losen Kompilation von Outtakes, B-Seiten und Ähnlichem zu tun zu haben (wobei einige Songs dieser Platte, für sich gesehen, durchaus ihre Qualitäten haben!), so findet man hier durchaus den roten Faden. Die Stimmungen der Songs sind eher düster, nocturne. Die Sounds eher analog, was aber kein Alleinstellungsmerkmal sein kann, denn schließlich liegt das gerade im Trend. Und Martin Gore sammelt alte Synthesizer! Das alles kommt nun sehr erwachsen daher, sehr abgeklärt, fast schon zu abgeklärt und zu erwachsen. Und wir sollten uns vom Gedanken verabschieden, dass DM noch mal solche Songs und Alben schreiben werden, wie sie dass vor 20-25 Jahren getan haben. Dass das nur schief gehen kann, hat „Playing The Angels“ bewiesen. Und von Menschen im fortgeschrittenen Alter, die ansonsten auf Landsitzen, Farmen oder in Penthäusern gemächlich Richtung Ewigkeit schaukeln, kann man einfach keine Wunderdinge mehr erwarten. Freuen wir uns also, dass es sie nach wie vor gibt, dass es ihnen gut geht, sie sich vertragen und mit schönere Regelmäßigkeit auf Tour kommen. Das sie nunmehr in einer Stadion-Liga mit Phil Collins, Rolling Stones, U2, Bon Jovi und all den anderen Geistern aus einer anderen Welt spielen, ist zwar extrem unerfreulich und untragbar, es sei ihnen und ihren Devotees aber gegönnt. Mich allerdings kann das alles nicht mehr vom Heizkörper weglocken. Das Album geht in Ordnung. Die Single (und nicht zu vergessen das zugehörige Video!) mehr als das. Und so warten wir, bis „Sounds Of The Universe“ seine Halbwertzeit überschritten hat und die Tournee gespielt ist. Und warten wir auf die nächste Platte. Von hier bis in alle Ewigkeit!</p>
<p>(Mute/EMI) Don Delta</p>
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		<title>Angelika Express &#8211; Goldener Trash</title>
		<link>http://www.persona-non-grata.de/2009/03/27/angelika-express-goldener-trash/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Mar 2009 12:49:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(Peng Musik/Cargo) ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/angelika_170.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-805" title="angelika_170" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/angelika_170.jpg" alt="" width="170" height="150" /></a><br />
Sind wir doch mal ehrlich: Sofern schon mit popkulturellem Bewusstsein versehen, hat man, sofern man nicht unter einem Stein oder im Dresdner Talkessel gelebt hat, sich von Mitte bis Ende der Achtziger durchaus die Platten der Toten Hosen und der Die Ärzte angehört. Aber getreu dem Motto „Wer mit Zwanzig kein Sozialist ist, hat kein Herz – wer es mit Vierzig immer noch ist, hat keinen Verstand“ fand man das Ganze mit fortschreitendem Alter, auch dem der Musiker, schließlich nur noch albern. Vierzigjährige, dauergrinsende Punkrock-Spaßmacher mit gut gefüllten Konten, wer wollte denn so was noch hören und sehen? Wohl genauso wenig wie die elenden, abgewrackten Typen am anderen Ende der Fahnenstange, denen Ruhm und Reichtum mittels Punkrock nie vergönnt war, die sture Idealisten blieben oder die irgendwie den Absprung vom harten Tourenleben durch die AJZs und JuZe, von Benefizkonzert zu Benefizkonzert nie geschafft haben. Deutschpunk war bis auf wenige Ausnahmen immer schon ein ziemliches Ärgernis. Und also hatte man sich abgewandt, hatte begonnen, sich für Jazz zu interessieren oder für alternative Kindergärten oder die Herkunft des Bioapfels aus dem Öko-Supermarkt von nebenan. All jene Dinge, für die man sich zu interessieren beginnt, wenn man eben keine Zwanzig mehr ist. So, wie die Sache mit dem Sozialisten-Sein eben. Und dann, wie aus heiterem Himmel, da trifft es einen wieder und es ist sogar eine Band aus Deutschland! Die, die einst allen, denen nichts Besseres einfiel (es gab und gibt viele, zu viele davon!) entgegenschrieen: “Geh doch nach Berlin!“<br />
Angelika Express!<br />
Das Trio aus Köln hatte Anfang des Jahrzehnts für einige Aufmerksamkeit gesorgt, nicht zuletzt auch wegen des eben genannten Titels. Aber irgendwie blieb die Faszination, die von ihrer Musik ausging, größeren Hörergruppen verschlossen. Vielleicht erfolgten hymnische Besprechungen ihrer Tonträger in den falschen, weil was die Verbreitung betrifft zu kleinen Medienorganen. Es konnte darüber hinaus kein Hype entfacht werden, der die Massen in die Plattenläden, zu Amazon oder an die Downloadportale trieb. Was zur Folge hatte, dass Angelika Express 2005 ihre Auflösung bekannt gaben. Vielleicht gab es auch andere Gründe, die mir aber verschlossen blieben. Egal, seit Anfang 2008 kreiert Sänger Robert Drakogiannakis wieder als Angelika Express Musik, die er in der Folge peu-a-peu zum kostenlosen Download bereitstellte. Um diese nun auf CD unters Volk streuen zu können hat er, dem Vorbild von Aktiengesellschaften nach, http://de.wikipedia.org/wiki/Aktiengesellschaftan Freunde und Fans Anteile verkauft, mit deren Hilfe er die Produktion des Albums finanzierte. Dass dieser Tonträger nun fertig ist beweist, dass diese Idee funktioniert hat. Die Anteilseigner sind nun alle Teilhaber am Unternehmen Angelika Express und warten auf reichliche Erträge aus Plattenverkäufen, auf ausverkaufte Konzerte und Merchandise-Stände. O.K., wir ahnen es, ein gutes Geschäft war das sicher nicht. Aber das war der Kauf von Commerzbankaktien Mitte 2008 auch nicht, Vor allem, wenn man sie heute noch hält. Was letztendlich zählt ist, dass dieses grandiose Album hier erscheinen konnte. Ein Album voller knackiger Punkriffs, wirklich witziger Texte und ein vor Spielfreude sprühender Robert Drakogiannakis. Ich werde ja hier schon wieder mitleidig belächelt, weil ich auf das alles so abfahre, aber ich denke, dass jede/r, der/die sich wirklich mit „Goldener Trash“ beschäftigt zu ähnlichen Einsichten kommen wird wie ich. Natürlich kann man sich jetzt streiten, ob es nun ausgerechnet oller Punkrock sein muss. Aber das ist hier egal, denn das hier ist Superpunk. Und ja, auch an solche Truppen erinnert das Ganze hin und wieder. Und ich kenne niemanden, der ernsthaft an den Qualitäten der Hamburger zweifelt. Oder? Na also. Schön in diesem Zusammenhang auch ist die Tatsache, dass man, wie z.B. im Titelstück, ab und an die Sex Pistols raushört. Jedenfalls ist „Goldener Trash“ ein Album voller großer Hits und die erste deutsche Platte seit Jahren, die mich so richtig ausflippen lässt! (Peng Musik/Cargo)</p>
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		<title>Secret Machines &#8211; s/t</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Jan 2009 22:14:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(Matador Records/ Beggars Group)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/secret.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-604" title="secret" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/secret.jpg" alt="" width="170" height="170" /></a><br />
Jawohl, ich gebe es zu: Ich stehe auf Getöse, Bombast, Wall of Sound, musikalischen Wahnsinn zwischen Pink Floyd und Monster Magnet, als die noch in Ordnung waren. Ich werde ja nach wie vor auf der Straße angespuckt, weil ich nicht verleugne, dass ich &#8220;Sam&#8217;s Town&#8221; von den Killers so sehr mag. Die neue Platte der Secret Machines geht mit dem großartigen &#8220;Atomic Heels&#8221; ganz wunderbar los. Harter psychedelischer Rock, wie ihn Monster Magnet heute noch machen könnten, wenn Dave Wyndorf nicht all seine Buddys aus der Band und das Gehirn aus seinem Kopf geworfen hätte. Aber das hier vorliegende, selbstbetitelte Album erinnert stellenweise auch an Pink Floyd-Größenwahn oder Mercury Rev-Zauberwald. Man kann all den erwähnten durchaus einen mittleren bis größeren Schaden attestieren und man muss Maximal mögen, all diesen überkandidelten Wahn, den Hall, die vielen Echos, das Dröhnen und Wabern, das Schwirren der Rückkopplungen und so weiter. Wenn man das mag, dieses grotesk ausufernde, operettenhafte, dann ist man bei den Secret Machines richtig. Alle andern können sich ja Kettcar anhörten oder in die Minimal-Disco gehen.<br />
(Matador Records/ Beggars Group)</p>
<p><a href="http://www.thesecretmachines.com/" target="_blank">http://www.thesecretmachines.com/ </a></p>
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