Ressort: Film


Hinter der Maske – Tarsem Singhs The Fall

Text: Herr Lose | Ressort: Film | 12. März 2009

Nichts ist so, wie es scheint in Tarsem Singhs zweitem Film The Fall. Und doch ist es das Auge für die Reinheit des menschlichen Seins, das ihn ausmacht. Ein Blick hinter die Maske.



Name’s Bond. Gerüttelt, ungerührt! – Ein Fazit.

Text: Sven | Ressort: Film, Thema | 8. Januar 2009

Ein Fazit



Wet Desire – Im Männerkäfig

Text: Nimrod | Ressort: Film, Kunst | 28. September 2008

„Wet Desire“ beeindruckt in seiner hemmungslosen Koketterie mit Submissions- und Dominanz-Ritualen, der deutlichen Akzentuierung wirbelbiegender Verbindung zwischen Gewalt, Schmerz und sexuellen Stimuli. Vor allem aber ist es seine Distanzlosigkeit, mit der er bei den zum Teil mitten aus dem Männerpublikum gefilmten Bühnendarbietungen seiner Protagonistinnen völlig ungeniert und unverheuchelt ganz dem Voyeurismus seiner Zuschauer frönt, beinahe aufstachelt hervorzutreten zwischen den wippenden, wackelnden Köpfen im Bild, und auch anzufassen, wenn Sayuri, von der eigenen Rolle völlig eingenommen, die heilige Distanz, die letzte unsichtbare Barriere, selbst übertritt und den Zuschauern ihr Geschlecht über die speicheltropfenden Lippen reibt. Trotz des Eindrucks, dass sie sich völlig in die Orgie mit sich selbst fallen lässt, kontrolliert Sayuri den gefährlich brodelnden Raum vor dem Bühnenrand, den Männerkäfig, mit dem Charisma und der Selbstsicherheit einer Dompteuse.



Southland Tales

Text: Herr Lose | Ressort: Film | 10. September 2008


Funny Games und die Gewalt im zeitgenössischen Film

Text: Christian | Ressort: Film, Kunst, Thema | 16. August 2008

Von der Unmöglichkeit „Nein“ zu sagen und dabei jemanden umzubringen. „Funny Games“ ist kein Film. „Funny Games“ ist ein Experiment, eine Versuchsanordnung. Regisseur Haneke trägt den Laborkittel, wir Zuschauer sind die weißen Mäuse, die sich seinem Versuch aussetzen müssen. Zwei adrette junge Männer klopfen bei einer Kleinfamilie, bitten um Eier. Einmal eingedrungen in das Innere [...]



39,90

Text: Herr Lose | Ressort: Film | 7. August 2008

„Man muss zumindest beschreiben, was man nicht verändern kann“ soll Fassbinder mal gesagt haben. Jan Kounen malt es uns dazu noch mit Signalfarbe auf die Leinwand, lässt einen Off-Kommentar darüber sinnieren und haut uns die Message links und rechts um die Ohren. Richtig so. „Alles ist käuflich: die Liebe, die Kunst, der Planet Erde, Sie, [...]



Der Anti-Kanon – Roger Ebert: Your Movie Sucks

Text: Christian | Ressort: Film, Literatur | 1. August 2008

„1000 Filme, die Sie sehen sollten bevor das Leben vorbei ist!“– das Angebot auf dem Filmbuchmarkt liest sich zuweilen wie ein Werbeslogan eines beliebigen Formatradios: das Beste von gestern bis heute! Wie erfrischend ist es da, ein Buch mit dem einfachen Titel „Your Movie sucks!“ in die Hand zu bekommen, auf dessen Cover dir ein [...]



.. bis dass der Tod euch scheidet – Die Familie im Horrorfilm.

Text: Donis | Ressort: Film, Thema | 31. Juli 2008

Artwork (Auszug) von Loïg Im modernen Horrorfilm werden seit jeher sehr innig die Schrecken verarbeitet, welche sich mit dem Vertrauten des Alltags maskieren. Als Beispiel sei hier die Zerstörung der Familie durch die Archetypen des Grauens und die Stilisierung der Mutter oder des Vaters zur Bedrohung aufgeführt. Bspw. tritt uns das beängstigende Bild der Mutter [...]



Video Kings – Nach unten durchgespult

Text: Nimrod | Ressort: Film | 28. Juli 2008

Dies ist kein Ort des sogenannten Prekariats, ein Ort an dem Leute, die zeitweilig unten sind, von der Gewissheit zehren, wieder aufzustehen. Wieder aufzustehen, sich sauber zu machen und erleichtert die Welt neu zu besehen. Dies ist keine Toilette. Dies ist eine Videothek – hier werden Filmkassetten noch von Hand zurückgespult (um die Stromrechnung nicht noch tiefer ins Rot zu belasten und auf dass die beiden Angestellten überhaupt etwas zu tun haben). Kann es einen hoffnungsloseren Ort geben? Nein, kann es nicht! Wer hier hinter diesem Tresen steht, ließ längst alle Hoffnung fahren, und gibt sich nur noch Illusionen hin.



Mädchen-Rache ist ein ewiger Fluch – der thailändische Horrorfilm „Shutter“

Text: Nimrod | Ressort: Film | 6. Januar 2005

An dieses bleiche Gesicht auf dem Erinnerungsfoto kann sich niemand erinnern. Die ungesunde Farbe passt nicht zwischen all die rotbäckig grinsenden Hochschulabgänger, wie sie mit leuchtenden Augen ihre Zertifikate in die Kamera halten. Die Bleiche ist teilnahmslos, teilnahmslos und ungepflegt. Fettig hängen Strähnen ihres ebenholzfarbenen Haares über die eingefallenen, schneeweißen Wangen. Nein, so beginnt kein Märchen. So fängt er an, ein weiterer Horrorfilm, der sich für seine deutliche Inspiration durch den Sadako-Mythos kein bisschen geniert.