Shine a Light von Martin Scorsese
Text: Thomas | Ressort: Film | 5. Mai 2009Aus der Rebellion wurde ein gefälliges Revueprogramm.
Aus der Rebellion wurde ein gefälliges Revueprogramm.
Was muss einem Menschen widerfahren, dass er sich aufgibt, sich dem Selbstbetrug gänzlich hingibt, und was kann dieser Mensch noch erwarten?
Um es gleich vorwegzunehmen: Ja, ich liebe die, von Mike Mignola und Guillermo del Toro erschaffene Figur des Hellboy!
Nichts ist so, wie es scheint in Tarsem Singhs zweitem Film The Fall. Und doch ist es das Auge für die Reinheit des menschlichen Seins, das ihn ausmacht. Ein Blick hinter die Maske.
Ein Fazit
„Wet Desire“ beeindruckt in seiner hemmungslosen Koketterie mit Submissions- und Dominanz-Ritualen, der deutlichen Akzentuierung wirbelbiegender Verbindung zwischen Gewalt, Schmerz und sexuellen Stimuli. Vor allem aber ist es seine Distanzlosigkeit, mit der er bei den zum Teil mitten aus dem Männerpublikum gefilmten Bühnendarbietungen seiner Protagonistinnen völlig ungeniert und unverheuchelt ganz dem Voyeurismus seiner Zuschauer frönt, beinahe aufstachelt hervorzutreten zwischen den wippenden, wackelnden Köpfen im Bild, und auch anzufassen, wenn Sayuri, von der eigenen Rolle völlig eingenommen, die heilige Distanz, die letzte unsichtbare Barriere, selbst übertritt und den Zuschauern ihr Geschlecht über die speicheltropfenden Lippen reibt. Trotz des Eindrucks, dass sie sich völlig in die Orgie mit sich selbst fallen lässt, kontrolliert Sayuri den gefährlich brodelnden Raum vor dem Bühnenrand, den Männerkäfig, mit dem Charisma und der Selbstsicherheit einer Dompteuse.
Von der Unmöglichkeit „Nein“ zu sagen und dabei jemanden umzubringen. „Funny Games“ ist kein Film. „Funny Games“ ist ein Experiment, eine Versuchsanordnung. Regisseur Haneke trägt den Laborkittel, wir Zuschauer sind die weißen Mäuse, die sich seinem Versuch aussetzen müssen. Zwei adrette junge Männer klopfen bei einer Kleinfamilie, bitten um Eier. Einmal eingedrungen in das Innere [...]
„Man muss zumindest beschreiben, was man nicht verändern kann“ soll Fassbinder mal gesagt haben. Jan Kounen malt es uns dazu noch mit Signalfarbe auf die Leinwand, lässt einen Off-Kommentar darüber sinnieren und haut uns die Message links und rechts um die Ohren. Richtig so. „Alles ist käuflich: die Liebe, die Kunst, der Planet Erde, Sie, [...]
„1000 Filme, die Sie sehen sollten bevor das Leben vorbei ist!“– das Angebot auf dem Filmbuchmarkt liest sich zuweilen wie ein Werbeslogan eines beliebigen Formatradios: das Beste von gestern bis heute! Wie erfrischend ist es da, ein Buch mit dem einfachen Titel „Your Movie sucks!“ in die Hand zu bekommen, auf dessen Cover dir ein [...]