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	<title>: Persona Non Grata : : : &#187; Kunst</title>
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		<title>HGich.T &#8211; Mein Hobby: Arschloch</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Nov 2010 22:42:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jensor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Vielleicht sollte ich mir das Ganze doch mal live anschauen. Doch, dies könnte funktionieren. Ein gewisses Maß an Unterhaltsamkeit kann, darf und sollte man diesem, ähem, Projekt HGich.T schließlich keinesfalls absprechen – und zwei Stunden anständiger Unterhaltung sollte man niemals die Tür weisen. Das gewisse Unbehagen, ausgelöst vom Tonträger „Mein Hobby: Arschloch“, lässt sich dann ja einfach runterspülen und weglachen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/HGichT.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2490" title="HGichT" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/HGichT.jpg" alt="" width="500" height="557" /></a></p>
<p><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/HGichT.jpg"></a>Vielleicht sollte ich mir das Ganze doch mal live anschauen. Doch, dies könnte funktionieren. Ein gewisses Maß an Unterhaltsamkeit kann, darf und sollte man diesem, ähem, Projekt HGich.T schließlich keinesfalls absprechen – und zwei Stunden anständiger Unterhaltung sollte man niemals die Tür weisen. Das gewisse Unbehagen, ausgelöst vom Tonträger „Mein Hobby: Arschloch“, lässt sich dann ja einfach runterspülen und weglachen.</p>
<p>Das gewichtige Problem ist die Musik. Diese ist – naturgemäß, wäre mir beinahe rausgerutscht – bei dieser Form von Pop-Kunst-Performances ein teilweise grenzwertiger Schwachpunkt. Im Spex‘schen Pop Briefing wurde der Link zur Club-Musik aufgemacht und davon geredet, dass „die Produktion bei aller Sprödheit amtlich“ und „die Beats fett“ seien – und ich machte mir bei dieser Gelegenheit mal wieder Gedanken darüber, dass das zentrale Problem der Popkritik weniger die Form als vielmehr der über doch recht weite Strecken kompetenzfreie Inhalt ist. Was auch immer im Club-Kontext (und eigentlich auch darüber hinaus in jeglichen vorstellbaren pop-musikalischen Kontext) in irgendeiner Form unter dem Prädikat „fett“ eingestuft sein mag – HGich.T sind die definitive Anti-These dazu. Immerhin: Diese 13, ähem, Stücke beziehen einen wesentlichen Teil ihrer Faszination, die ich beim ersten Genuss der CD ganz real gespürt habe, zwingend aus dem Fakt, sich vollkommen und absolut außerhalb jeglicher Dancefloor-Funktionalitäts-Kontexte zu bewegen. „Mein Hobby: Arschloch“ ist vollkommen unsexy, absolut ungroovy, unbefleckt von jeglicher Verbindung zu House, Techno, Funk, HipHop, Soul, Dub. Von alldem ist nichts, nicht mal in mikroskopisch winzigsten Spurenelementen in dieser Musik zu entdecken. Das einzige, was ich finden kann, ist purer, reiner White Trash. Und ich meine wohl, dies als Konzept annehmen zu können – was die Sache nun eben nicht einfacher macht. Denn die angesprochene Faszination erlahmte doch recht schnell; mehr als die bisherigen fünf Mal mag ich mir dies eigentlich nicht anhören wollen (und am Stück schon gleich gar nicht mehr. Vielmehr habe ich im Anschluss an die ersten zwei Durchläufe die ausgefeilte Dynamik, den wohl gesetzten Groove, die Feinheiten im Sound von Minimal Techno wieder völlig neu zu schätzen gelernt). Nun mag man einwenden, diese rein formale Musik-Kritik gehe an der Sache vorbei. Darüber kann man reden, darüber kann man diskutieren. Meine subjektive Meinung: Wer dezidiert einen Musik-Tonträger veröffentlicht, muss sich nun mal irgendwie auch gefallen lassen, wenn man sich ebenso dezidiert mit der dargebotenen Musik beschäftigt.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="500" height="306" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/-6Gbo5j_1Wg?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="306" src="http://www.youtube.com/v/-6Gbo5j_1Wg?fs=1&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Um das Konzeptionelle kommt man allerdings nicht herum – zum einen, weil dieser „Frontalangriff aufs ,Geschmacksbürgertum‘“ (Aram Lintzel, Spex Sept./Okt. 2010) mit einer Konsequenz im musikalischen (wie schon dargelegt) als auch im inhaltlichen Bereich vorgetragen wird, die sich nun mal schwerlich ignorieren lässt. Zum anderen, weil das Rabbatzmachen, das Über- und Durchdrehen, das irre Taumeln an den Grenzen des so genannten guten Geschmacks und gerne auch darüber hinaus zu den bewährten, ja, von mir auch lieb gewonnenen popkulturellen Strategien zählt, mit denen sich sowohl Aufmerksamkeit erregen als auch Provokationspotenzial aufzeigen lässt. Und so ganz kann und darf ich HGich.T in dieser Hinsicht nicht absprechen, ein paar echt spektakuläre Erfolge zu landen. „Tutenchamun“ in seiner geradezu vollendeten Symbiose aus Sinnaufladung und Sinnentleerung zaubert mir stets ein Lächeln auf das Gesicht. „Franz Kafka“ transportiert ganz schön jenes Gefühl, das ich mal salopp als „Doofen-Neid“ umschreiben möchte – das durchaus neidvolle Schielen des Selbstzweifel-geplagten und kreativ-ausgebrannten Individuums auf die stumpfe (Lebens-) Fröhlichkeit eines unreflektierten und mithin unproblematischen Daseins zwischen Großraumdisco-Abfahrt und Tankstellen-Abhängens. Gegen die Selbstironie von „Künstlerschweine“ kann ich ebenfalls irgendwie nichts haben. Sagen wir mal so: Auf diesen Kurzstrecken lasse ich mich gerne von HGich.T kriegen – um so mehr, da die angesprochenen Titel auch musikalisch die angesprochene White Trash-Attitude ziemlich überzeugend rüberbringen können. Auf die lange Distanz kommt zu dem allgemeinen Ermüdungseffekt ein schleichendes Unbehagen: Was wollen mir Stücke wie „Harz for“ oder „Hauptschuhle“ eigentlich vermitteln? Ich werde da ums Verrecken das ungute Gefühl nicht los, einem allgemeinen „Unterschichten-Bashing“ beizuwohnen, auf das sich das angeblich so frontalangegriffene Geschmacksbürgertum ganz gut einigen kann (wenn der Brechreiz erst mal weg ist). Da rückt sich die Dada-Provokations-Pose ganz schnell in die Nähe eines gesellschaftlich-medialen Mainstreams zwischen Thilo Sarrazin und Guido Westerwelle, zwischen „Frauentausch“ und den „X-Diaries“, zwischen Cindy aus Marzahn und Kaya Yanar. Dies sind dann die Abgründe dieses Konzepts, vor denen mir dann doch ordentlich graut und zu denen mir dann nur noch eines einfällt: „Künstlerschweine, Künstlerschweine. Ja, ich breche euch die Beine.“</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="500" height="306" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/zYVsDp8EgP8?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="306" src="http://www.youtube.com/v/zYVsDp8EgP8?fs=1&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Da muss dann die abweisende Oberfläche helfen. Und da – dies muss ich neidlos und respektvoll eingestehen – ziehen HGich.T so ziemlich alle zur Verfügung stehenden Optionen. Von haltloser Durchgeknalltheit bis hin zu den wohl temperierten Ausflügen in die Welt unterhalb der Gürtellinie. Naja, mir ganz persönlich wird dieses Pippi-Kacka-Puller-Spiel irgendwann dann doch schon ordentlich auf den Sack (yep!), was aber rein subjektiv begründet ist (ich halte Fäkalhumor nicht für eine abendfüllende Veranstaltung) und möglicherweise auch etwas mit dem Alter zu tun hat (ich mag nicht mehr über jedes Provokationsstöckchen hüpfen, das mir hingehalten wird). Als Abgrenzungsstrategie zu erwähnten Mainstream-Gedankengut mag ich das Ganze durchaus hinnehmen &#8211; allerdings mit dem Verweis darauf, dass diese Strategie eben nur ein begrenztes Haltbarkeitsdatum vorzuweisen (diverse Stücke der Platte haben schon einige Zeit auf dem Buckel) und gerade das immer wieder gern genommene Pippi-Kacka-Puller-Spiel bereits gewisse Abnutzungserscheinungen aufzuweisen hat.</p>
<p>Wie schon gesagt: Vielleicht sollte ich mir das Ganze doch mal live anschauen. Die Gelegenheit bietet sich derzeit (Termine siehe unten); traut man den entsprechenden Videos und euphorischen Erlebnisberichten, lohnt es sich allemal und sei es nur für einen unterhaltsamen Abend (mit Puller). Ob man die CD zusätzlich auch noch daheim braucht, muss im vorliegenden Fall wirklich mal jeder für sich entscheiden. Für mich ist dies alles echt ambivalent: Am Stück nicht (mehr) zu ertragen, aber dafür mit ein paar satten Ausreißern nach oben gespickt. Inhaltlich (gewollt) grenzwertig &#8211; und damit meine ich nicht die A-A-Nummer, sondern eher den ebenso infantilen Rundumschlag gegen Alles und Jeden (es geht ja eben nicht nur auf diesen Frontalangriff auf das „Geschmacksbürgertum“, der wird ja genauso auf die sich auf der Gegenseite verortende Techno-Club-Kultur geritten). Eines muss man HGich.T allerdings in der Tat zugutehalten: Da hört man auch erst mal hin (die erste Faszination &#8211; auch nicht zu unterschätzen, das). Das weckt Aufmerksamkeit. Daran kann man sich richtig fein reiben. Nicht jede Platte animiert schließlich zu so einer Rezension.</p>
<p><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/HGichT_Cover.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2491" title="hgicht_12inch.indd" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/HGichT_Cover.jpg" alt="" width="500" height="504" /></a></p>
<p>HGich.T &#8211; Mein Hobby: Arschloch (Tapete Records)</p>
<p>Das Ganze ist live zu erleben und zwar an folgenden Orten zu folgenden Terminen:</p>
<p>20. November 2010 &#8211; Pahlen; Pahlazzo</p>
<p>25. November 2010 &#8211; Fürth; Kunstkeller o27</p>
<p>26. November 2010 &#8211; Trier; Exzellenzhaus</p>
<p>4. Dezember 2010 &#8211; Hamburg; Kampnagel</p>
<p>10. Dezember 2010 &#8211; Hannover; Faust eV</p>
<p>11. Dezember 2010 &#8211; Chemnitz; Zombie Disco @ Weltecho</p>
<p>16. Dezember 2010 &#8211; München; Rote Sonne</p>
<p>17. Dezember 2010 &#8211; Wien; brut</p>
<p>7. Januar 2011 &#8211; Berlin; Pierrevision @ Magnet Club</p>
<p>8. Januar 2011 &#8211; Neubrandenburg; Mixtape-Club</p>
<p>13. Januar 2011 &#8211; Jena; Rosenkeller</p>
<p>14. Januar 2011 &#8211; Potsdam; Waschhaus</p>
<p>15. Januar 2011 &#8211; Leipzig; Sweat Club</p>
<p>27. Januar 2011 &#8211; Aachen; Hauptquartier</p>
<p>28. Januar 2011 &#8211; Wiesbaden; Schlachthof</p>
<p>29. Januar 2011 &#8211; Offenbach; Hafen 2</p>
<p>11. Februar 2011 &#8211; Osnabrück; Bastard Club</p>
<p>18. Februar 2011 &#8211; Konstanz; Kulturladen</p>
<p><a href="http://www.hgicht.de">www.hgicht.de</a></p>
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		<title>„Ihr habt es nicht ANDERS gewollt &#8230;!“ &#8211; Der Rückblick</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 13:10:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Blick ins Publikum zeigte aber auch, dass die wenigsten hier waren, um sich auf einer theoretischen oder gar kulturhistorischen Basis weiterzubilden. Die Meisten weit über Dreißig wollten einfach noch mal die alten Helden sehen...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Veranstaltung im Centraltheater am 17. und 18.11. nun unbedingt als Teil des Mauerfalljubelprogramms zu betrachten verfehlte auf jeden Fall die Intensionen der Organisatoren und Beteiligten. Sicher war das Jubiläum Anstoss, doch wie schwer sich die Beteiligten immer noch mit dem Erlebtem tun zeigte schon die Podiumsdiskussion zu Beginn. Jeder fußt seinen Standpunkt auf seine Erfahrungen von damals und das waren halt sehr unterschiedliche, sehr, sehr unterschiedliche. Für den einen war, wie im Film &#8220;Poesie des Untergrunds&#8221; von Matthias Aberle zu sehen war,  die Staatssicherheit ein lachhafter Witzverein, ein zahnloser Papiertiger und für andere eine dauerhafte massive Bedrohung, die in alle Lebensbereiche vordrang.<br />
Wer also aufschlug mit der Vorstellung mal eben die Subkultur der Zone kennenlernen zu können, durfte lernen, das es nicht &#8220;die&#8221; Szene gab, sondern eine Vielzahl von Personen und Personenkreise unterschiedlichster Genre. Ein Sumpf des Untergrunds, wie eigentlich überall zu finden, nur in der DDR halt argwöhnisch von der Obrigkeit beäugt und in den Mitteln teilweise extrem limitiert aufgrund des allseits grassierenden Mankos. Doch es gab auch Freiräume, die genutzt wurden. Das Spektrum war da genauso weit gefächert wie an diesen beiden Abenden und die Beurteilung des Gebotenen liegt, wie immer im Auge des Betrachters: von Kunst bis Kunstkacke. Wie immer gilt: Entweder man dabei, oder man hat es eben verpasst!</p>
<p>Ein Blick ins Publikum zeigte aber auch, dass die wenigsten hier waren, um sich auf einer theoretischen oder gar kulturhistorischen Basis weiterzubilden. Die Meisten weit über Dreißig wollten einfach noch mal die alten Helden sehen, und davon gab es reichlich. Längst brach liegende Bands, wie die Freunde der italienischen Oper und Ornament &amp; Verbrechen wurden reaktiviert und gaben jeweils überzeugende Vorstellungen ab, die den Routiniers von Die Art keineswegs nachstand. Mythenumrankte Projekte wie Die Gehirne und Pffft&#8230; boten artifizielles und Herbst In Peking führte vor, wohin die Zeit die sensible Künstlerseele auch wehen kann (zum Vergleich sind die Videos auf deren Webseite unbedingt empehlenswert. Geliefert haben die beiden Tage jede Menge Gesprächsstoff, Erinnerungen wurden reaktiviert, Informationen ergänzt und Anreiz gegeben sich das eine oder andere Buch zu Besorgen und diese und jene Platte bzw. Kassette nochmal hervorzuholen. Darum nochmal ausdrücklichen Dank an alle Beteiligten!</p>
<p><strong>17.11. Centraltheater</strong></p>
<p><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/1_diskuss_21.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1542" title="1_diskuss_21" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/1_diskuss_21.jpg" alt="" width="485" height="323" /></a></p>
<p>Podiumsdiskussion</p>
<p><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/2_freundedio_037.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1543" title="2_freundedio_037" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/2_freundedio_037.jpg" alt="" width="485" height="323" /></a><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/2_freundedio_066.jpg"></a></p>
<p>Freunde der italienischen Oper</p>
<p><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/2_freundedio_066.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1544" title="2_freundedio_066" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/2_freundedio_066.jpg" alt="" width="485" height="323" /></a><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/2_freundedio_141.jpg"></a></p>
<p><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/2_freundedio_141.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1545" title="2_freundedio_141" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/2_freundedio_141.jpg" alt="" width="485" height="323" /></a><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/3_hip_67.jpg"></a></p>
<p><a href="www.freunde-der-italienischen-oper.de" target="_blank">www.freunde-der-italienischen-oper.de</a><br />
<a href="www.rummelsnuff.com" target="_blank">www.rummelsnuff.com</a></p>
<p><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/3_hip_67.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1546" title="3_hip_67" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/3_hip_67.jpg" alt="" width="485" height="323" /></a></p>
<p>Herbst In Peking</p>
<p><a href="http://www.myspace.com/herbstinpekingband" target="_blank">www.myspace.com/herbstinpekingband</a></p>
<p><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/4_dieart_140.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1547" title="4_dieart_140" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/4_dieart_140.jpg" alt="" width="485" height="323" /></a><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/2_lesg_2.jpg"></a></p>
<p>Die Art</p>
<p><a href="www.myspace.com/dieart007" target="_blank">www.myspace.com/dieart007</a></p>
<p><strong>18.11. Centraltheater</strong></p>
<p><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/2_lesg_2.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1548" title="2_lesg_2" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/2_lesg_2.jpg" alt="" width="485" height="323" /></a><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/3_lesg_6.jpg"></a></p>
<p><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/3_lesg_6.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1549" title="3_lesg_6" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/3_lesg_6.jpg" alt="" width="485" height="323" /></a></p>
<p>Lesung im Rangfoyer</p>
<p><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/4_diegehirne_27.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1550" title="4_diegehirne_27" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/4_diegehirne_27.jpg" alt="" width="485" height="323" /></a><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/5_lesg_11.jpg"></a></p>
<p>Die Gehirne</p>
<p><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/5_lesg_11.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1551" title="5_lesg_11" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/5_lesg_11.jpg" alt="" width="485" height="323" /></a><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/6_ornament_02.jpg"></a></p>
<p>Peter „ScHappy“ Wawerzinek</p>
<p><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/6_ornament_02.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1552" title="6_ornament_02" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/6_ornament_02.jpg" alt="" width="485" height="323" /></a><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/6_ornament_45.jpg"></a></p>
<p>Ornament &amp; Verbrechen feat. Bert Papenfuß</p>
<p><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/6_ornament_45.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1553" title="6_ornament_45" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/6_ornament_45.jpg" alt="" width="485" height="323" /></a></p>
<p>Bert Papenfuß</p>
<p><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/7_lesg_10.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1554" title="7_lesg_10" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/7_lesg_10.jpg" alt="" width="485" height="323" /></a></p>
<p>Roland Galenza</p>
<p><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/8_pfff_04.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1555" title="8_pfff_04" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/8_pfff_04.jpg" alt="" width="485" height="323" /></a><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/9_herrblum_099.jpg"></a></p>
<p>Pffft &#8230; (feat. Hans J.Schulze &amp; Mitglieder von Wutanfall und Kartoffelschälmaschine)</p>
<p><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/9_herrblum_099.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1556" title="9_herrblum_099" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/9_herrblum_099.jpg" alt="" width="485" height="323" /></a><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/99_abschied_10.jpg"></a></p>
<p>Herr Blum</p>
<p><a href="www.myspace.com/herrblum" target="_blank">www.myspace.com/herrblum</a></p>
<p><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/99_abschied_10.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1557" title="99_abschied_10" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/99_abschied_10.jpg" alt="" width="485" height="323" /></a></p>
<p>Moderator Donis und Organisator Alexander Pehlemann vom Zonic &#8211; Magazin</p>
<p>noch mehr Bilder:</p>
<p><img style="visibility:hidden;width:0px;height:0px;" src="http://counters.gigya.com/wildfire/IMP/CXNID=2000002.11NXC/bT*xJmx*PTEyNTg5ODE1NDY4ODQmcHQ9MTI1ODk4MTU4MTY4MCZwPTU*NDMxJmQ9Jmc9MSZvZj*w.gif" border="0" alt="" width="0" height="0" /><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="170" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="wmode" value="transparent" /><param name="flashvars" value="setId=72157622830172288&amp;size=_m&amp;max=all&amp;userid=95908789@N00&amp;setname=Ihr%20habt%20es%20nicht%20ANDERS%20gewollt%20%2E%2E%2E%21&amp;randomize=0" /><param name="src" value="http://www.slideoo.com/slider.swf" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="170" src="http://www.slideoo.com/slider.swf" flashvars="setId=72157622830172288&amp;size=_m&amp;max=all&amp;userid=95908789@N00&amp;setname=Ihr%20habt%20es%20nicht%20ANDERS%20gewollt%20%2E%2E%2E%21&amp;randomize=0" wmode="transparent"></embed></object></p>
<p><a href="http://www.zonic-online.de/index.php?news&amp;id=86" target="_blank">Programm vom 17.11. auf der Zonic-Website</a></p>
<p><a href="http://www.zonic-online.de/index.php?news&amp;id=87" target="_blank">Programm vom 18.11. auf der Zonic-Website</a></p>
<p><a href="http://www.zonic-online.de" target="_blank">www.zonic-online.de</a></p>
<p><a href="http://www.centraltheater-leipzig.de" target="_blank">Centraltheater im Web</a></p>
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		<title>Unsere Ausstellung zur (Pop-Up: Jedes Heft ein Sieg &#8211; 20 Jahre PNG</title>
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		<pubDate>Sun, 10 May 2009 10:55:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jensor</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[77 Ausgaben Persona Non Grata, (fast) 20 Jahre Zine, dem man – wahlweise nach Sichtweise und persönlichen Vorlieben – den Präfix Fan- oder Maga- voransetzen kann. Das ist eine ganze Menge. Interessante Frage, ob es der Handvoll Leute um Jörg „Budgie“ Baatzsch und Tom Weber einst bei der Produktion der Nummer 1 des „Besatzerfanzines“ in den Sinn gekommen ist, etwas derart Funktionierendes, Ausdauerndes, (Über-) Lebensfähiges erweckt zu haben. ...


<b>Galerie MZIN, Paul-Gruner-Straße 64, Leipzig. Vorbei !!!</b>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/ausstellungsmotiv_600.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-936" title="ausstellungsmotiv_600" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/ausstellungsmotiv_600.jpg" alt="" /></a></p>
<p><strong>Jedes Heft ein Sieg</strong></p>
<p>77 Ausgaben Persona Non Grata, (fast) 20 Jahre Zine, dem man – wahlweise nach Sichtweise und persönlichen Vorlieben – den Präfix Fan- oder Maga- voransetzen kann. Das ist eine ganze Menge. Interessante Frage, ob es der Handvoll Leute um Jörg „Budgie“ Baatzsch und Tom Weber einst bei der Produktion der Nummer 1 des „Besatzerfanzines“ in den Sinn gekommen ist, etwas derart Funktionierendes, Ausdauerndes, (Über-) Lebensfähiges erweckt zu haben. Darum ging’s aber ja gar nicht. Es ging darum um Bewegungsfreiheit. Um den Drang zur Äußerung. Darum, unter der Registriernummer 1893 beim Ministerium für Medienpolitik der DDR ein Heft produzieren, vervielfältigen, herausgeben zu können. Da war es auch schnuppe, wenn da längst nicht alles gepasst hat im Sinne von, ähem, Professionalität – ich erinnere mich noch gut an die Schmähung der „Messitsch“, die naserümpfend fragte, ob man den schon mal was von Raster gehört habe. Aber hey, „Messitsch“, was war das noch mal? Dead &amp; gone seit ungezählten Jahren. Was haben wir gelacht. Basta.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-938" title="150-01a" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/150-01a.jpg" alt="" /><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/150-20.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-939" title="150-20" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/150-20.jpg" alt="" width="108" height="150" /></a><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/150-30a.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-940" title="150-30a" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/150-30a.jpg" alt="" width="105" height="150" /></a><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/150-47.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-941" title="150-47" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/150-47.jpg" alt="" width="113" height="150" /></a><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/150-58box.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-942" title="150-58box" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/150-58box.jpg" alt="" width="148" height="150" /></a></p>
<p>Dies ist – wie schon gesagt – 76 Ausgaben her. Es gibt keine Registriernummer beim Ministerium für Medienpolitik der DDR mehr, sondern seit vielen, vielen Jahren verantwortliche Herausgeber im Sinne des Presserechts; die es übrigens – so viel Wahrheit muss sein – niemals wirklich einfach hatten. Mit diesem Ding Persona Non Grata, das sich immer irgendwie dagegen gewehrt hat, in die handelsübliche Medien-Normalität abzurutschen (was im Nachgang betrachtet jede Menge Missverständnisse mit sich brachte – mach mal einem gestandenen Popjournalisten klar, dass es so etwas wie einen CvD, eine klassische Redaktion, mithin diese ganzes Drumrum, ohne dies eine Heftproduktion nie vorstellbar erscheint, im PNG nicht gibt und nie wirklich gegeben hat). Verändert sich seitdem wirklich eine ganze Menge: Aus dem A5-Heftchen wurde ein A4-Heft, ein Chamäleon, das sich von Ausgabe zu Ausgabe auf schillerndste Art und Weise veränderte, auch ein Versuch, inhaltliche und produktive Professionalität mit der ganz eigenen Struktur und Funktionsweise der PNG in eine brauchbare Übereinstimmung zu bringen, fehlte nicht. Ein paar Mal sind die Dinge schief gegangen; die Möglichkeit des Scheiterns war von vornherein durchaus einkalkuliert. Eines ist immer gleich geblieben: Jedes Heft war für uns ein Sieg. Ein Sieg der eigenen Unabhängigkeit, der ausgeprägten Trotzigkeit, der bewusst ausgeprägt elitär gewählten Sicht der Dinge (da machte es mir natürlich richtig Spaß, irgend so einem daher gelaufenen Typen mit dem Brustton der Überzeugung auf die Aussage „So sieht also ein Klugscheißer-Heft aus.“ zu antworten: „Ganz genau, so sieht ein Klugscheißer-Heft aus.“) . Und ein Sieg über die scheinbar übermächtigen ökonomischen Zwänge und Realitäten – selbst wenn es das eigene Geld kostete.<br />
Immerhin: Es waren nie die anderen, die uns getrieben haben. Getrieben haben wir uns lieber selbst. Wer kann so etwas sonst noch von sich behaupten? Und wir haben es in 77 Ausgaben und (fast) 20 Jahren geschafft, dem Prinzip Persona Non Grata irgendwie immer treu zu bleiben – vielleicht gerade deshalb, weil es für die Leute, die jetzt seit fünf oder acht, seit zehn oder zwölf, seit 15 oder 19 Jahren dabei sind, nicht einfach nur ein Heft, ein Job, halt irgendwas Belangloses in dieser Richtung war. Sondern ein Stück Lebensinhalt, ein soziales Projekt, wie es Freund Andreas Kohl mal umschrieben hat – bei allen Zäsuren, bei allen Streitereien, bei allen Problemen bis hin zum drohenden existenziellen Kollaps.<br />
„Jedes Heft ein Sieg“ – diese Ausstellung im Leipziger MZIN will versuchen, ein wenig diese Geschichte von 77 Ausgaben und (fast) 20 Jahren zu erzählen. Darüber, wie dieses Heft mal in der Kellerdruckerei des Zoro gedruckt und in ausdauernder Handarbeit hergestellt wurde (Bastelstunden waren immer ein zwingender PNG-Begleiter) – beispielsweise. Über die kleinen und großen Besonderheiten, die dieses Ding Persona Non Grata schon immer auszeichnen und immer auszeichnen werden. Einfach, weil wir elende Trotzköpfe sind, hehe.</p>
<p><strong>Die Ausstellung „Jedes Heft ein Sieg – 77 Ausgaben Persona Non Grata“ wurde am Freitag, 15. Mai, 18 Uhr im MZIN, Paul-Gruner-Straße 64, eröffnet und läuft bis zum 6.6..</strong></p>
<p><a href="http://mzin.de" target="_blank">mzin.de</a></p>
<p>Radio Blau In Leipzig: auf UKW 99,2 MHz, sowie: 94,4 MHz &amp; 89,2 MHz (Karte) und 97,9 MHz (primacom Kabel) Online: <a href="http://www.radioblau.de">www.radioblau.de</a> oder gleich im <a href="http://radioblau.de/index.php?z=ar14&amp;r=m1" target="_blank">Stream</a></p>
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		<title>Opak – Erfahrung hat verloren. Neue Headlines Suchen.</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Mar 2009 20:01:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[C]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
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		<description><![CDATA[Das neue Magazin Opak ist draussen!!!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/opak_release_flyerkm36-1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-796" title="opak_release_flyerkm36-1" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/opak_release_flyerkm36-1.jpg" alt="" width="495" height="350" /></a></p>
<p>Am 26. März feierte das neue Magazin Opak die Release-Party zur ersten Ausgabe. Auf der Bühne im Berliner KMA36 standen <a href="http://www.myspace.com/olsensplace" target="_blank">Olsen and the Hurley Sea</a> und Krass + Crazy (Sinnbus).</p>
<p>Die Redakteure sind zu einem erheblichen Teil Ex-, Zwischendurchmal- und Immernoch-Persona non Grata. Und mit dem <a href="http://www.opak-magazin.de/?page_id=3" target="_blank">Konzept</a> konnten Autoren wie Thomas Ebermann, Ulrich Holbein, Nagel, Martin Büsser, Berthold Seliger und Iepe Rubingh überzeugt werden.</p>
<p>Das erste Heft steht unter dem Titel ZÄSUR. Gerade wurde ein erster Blick auf den Inhalt veröffentlicht.</p>
<p><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/opak_533.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-797" title="opak_533" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/opak_533.jpg" alt="" width="500" height="169" /></a></p>
<p>Und obwohl wir natürlich wissen, was sonst noch geht, wollen wir nicht vorgreifen und verweisen auf den Blog des Magazins: <a href="http://www.opak-magazin.de" target="_blank">www.opak-magazin.de</a></p>
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		<title>Und ob wir dies gut finden!</title>
		<link>http://www.persona-non-grata.de/2009/02/16/und-ob-wir-dies-gut-finden/</link>
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		<pubDate>Mon, 16 Feb 2009 12:59:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jensor</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[C]]></category>
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		<description><![CDATA[„Face To Face – Colored Papers“ heißt die Ausstellung von Jana Kermes und P.M. Hoffmann, die noch bis zum 27. März in der Ecksteingalerie (Leipzig-Connewitz) zu sehen ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/pm_jana.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-643" title="pm_jana" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/pm_jana.jpg" alt="" width="500" height="596" /></a></p>
<p>Zwei Künstler, die das wunderbare und reizvolle Antlitz der Persona Non Grata inzwischen schon über Jahre (in einem Fall sogar über gefühlte glückliche Ewigkeiten hinweg) prägen, stellen sich in Leipzig-Connewitz in einer gemeinsamen Ausstellung vor: „Face To Face – Colored Papers“ heißt die Ausstellung von Jana Kermes und P.M. Hoffmann, die seit einigen Tagen in der Ecksteingalerie (Bornaische Str. 51, Leipzig-Connewitz) zu sehen ist. Und zwar noch bis zum 27. März (hingehen, wenn ihr in der Stadt seid!).<br />
Grafiken – gerne auch im wirklich großflächigen Stil – zwischen Comic und künstlerischem Porträt; so lässt sich „Face To Face“ wohl am besten beschreiben. Dabei kommen durchaus verschiedene Charaktere zusammen: Gerade Peter Hoffmann illustriert und zeichnet mit einem ausgeprägten Comic-Background (zu verfolgen via des inzwischen dahin geschiedenen EEE-Verlags mit den Serien „Kreuzfeld &amp; Jacob“ sowie „Die zehn kleinen Grufties“; gestattet sei auch gerne der Verweis auf die kommende PNG # 77, die von einem kleinen, aber feinen Sonderheft der „FäNS“ trefflich aufgewertet wird) – was allerdings nicht bedeutet, es hier mit einer entwicklungsfreien Eindimensionalität zu tun zu haben. Auch Comicstyles unterliegen einer permanenten künstlerischen Entwicklung, sei nur mal all jenen deutlich ins Stammbuch geschrieben, die allein schon ob der Nennung des Wortes „Comic“ die Nase rümpfen. Wobei es andererseits mindestens ebenso großer Käse ist, die ganze Geschichte auf Funny-Plattheit zu reduzieren – gerade wer sich mal davon überzeugen möchte, wie viele inhaltliche Ebenen man in eine, ähem, simple Grafik bekommt, sollte mal in der Ecksteingalerie reinschauen. Die Konstanz auf der einen und die permanente Stilentwicklung von P.M. Hoffmann auf der anderen Seite lässt sich zudem zumindest für all jene, die wenigstens ein wenig mit seiner Arbeit vertraut sind, in der Ausstellung trefflich nachvollziehen – beispielsweise anhand von Motiven, die sich schon einige Zeit wie ein roter Faden durchziehen wie etwa das Porträt der Nonne. Aus Japan hat er sich zudem den Mut zu ausgeprägter Farbintensität mitgebracht; der Hang zu immer größerer Abstraktion lässt sich ebenfalls in den (beinahe ausnahmslos) neuen oder zumindest deutlich überarbeiteten Grafiken finden. Im Kontrast dazu stehen die Arbeiten von Jana Kermes, die der (auf-) fordernden Intensität von Peter Hoffmann einen feingliedrigeren, beinahe schon sinnlichen Umgang mit Motiv, Material und Farbe entgegenstellt. Gut zu verstehen, was P.M. meint, wenn er davon spricht, auf welch grundlegend andere Art und Weise Jana an die Sache herangeht – wenn er spricht von einem wesentlich künstlerischen Ansatz beispielsweise. Da wäre die auf den ersten Blick nur als Nuance zu erhaschende Idee, gewissermaßen als Arbeitsfläche der Grafiken die fotografische Struktur von Häuserwänden zu nutzen. Und darauf einen derart sorgsamen und durchdachten Umgang mit Farbe zu pflegen, der das Anrührende, Verletzliche der eigentlichen Porträtmotive irrsinnig verstärkt. Echt, ich war ziemlich platt, als ich zum ersten Mal in den Raum mit Janas Grafiken trat.</p>
<p><a href="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/jana1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-644" title="jana1" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/jana1.jpg" alt="" width="500" height="358" /></a></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-645" title="pm" src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/pm.jpg" alt="" width="500" height="304" /></p>
<p>Mehr noch: Das Prinzip der Gemeinschaftsausstellung wird sogar mal auf wunderbare Weise wörtlich genommen – es gibt nicht nur das klassische Nebeneinander von autark geschaffener Kunst, sondern auch den direkten Clash von zwei durchaus unterschiedlichen stilistischen Ansätzen und Arbeitsweisen. Was „Face To Face“ ganz besonders interessant macht: Es gibt einige Grafiken zu sehen, in denen sich der stark comic-beeinflusste Stil von Peter Hoffmann mit dem wesentlich subtileren, ähem, künstlerischen Ansatz von Jana Kermes trefflich verbindet. Wobei gerade diese Unterschiedlichkeit in den Arbeiten eine höchst anregende Spannung und Reibung erzeugt, die ich persönlich gerne öfter sehen würde. Oder um es mal mit P.M. zu sagen: „Eigentlich kann man davon als Künstler nur profitieren, weil man andere Sichtweisen, andere Arbeitsweisen kennen lernt und sich da einfach auch selbst weiterentwickelt.“ Wäre eigentlich prima, wenn dieser Austausch von Ideen und ganz konkreten Arbeiten (diese wurden auf elektronischen Weg getauscht und dann quasi als Collagen montiert) weitergehen würde – da kann einiges gehen. Bis dahin: Wer in der Stadt ist, ruhig mal reinschauen in die Ecksteingalerie (diese ausgesprochen angenehme Einrichtung weit abseits des Leipziger-Kunst-Mainstreams kann übrigens jede Form von Hilfe und Solidarität gebrauchen, da sie dringend von der Schließung bedroht ist) und zwar donnerstags bis samstags von 17 bis 22, sowie sonntags von 12 bis 18 Uhr.<br />
PS: Vielleicht sieht man da ja auch schon mal das grafische Hauptmotiv der Pop Up 2009 (ich zumindest würde mir wünschen, das Bild würde das Rennen machen). Und apropos Pop Up 2009 (14. bis 17. Mai) – zur Messe ist auch eine Ausstellung zum Thema Persona Non Grata in Vorbereitung, die im Leipziger MZIN stattfinden soll. Alles weitere demnächst an dieser Stelle …</p>
<p><a href="http://www.ecksteingalerie.de" target="_blank">www.ecksteingalerie.de</a></p>
<p><a href="http://www.Janakermes.de" target="_blank">www.Janakermes.de</a></p>
<p><a href="http://www.pmhoffmann.de" target="_blank">www.pmhoffmann.de</a></p>
<p><a href="http://www.popup-leipzig.de" target="_blank">www.popup-leipzig.de</a></p>
<p><a href="http://www.mzin.de" target="_blank">www.mzin.de</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wet Desire &#8211; Im Männerkäfig</title>
		<link>http://www.persona-non-grata.de/2008/09/28/wet-desire-im-mannerkafig/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Sep 2008 19:59:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nimrod</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>

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		<description><![CDATA[„Wet Desire“ beeindruckt in seiner hemmungslosen Koketterie mit Submissions- und Dominanz-Ritualen, der deutlichen Akzentuierung wirbelbiegender Verbindung zwischen Gewalt, Schmerz und sexuellen Stimuli. Vor allem aber ist es seine Distanzlosigkeit, mit der er bei den zum Teil mitten aus dem Männerpublikum gefilmten Bühnendarbietungen seiner Protagonistinnen völlig ungeniert und unverheuchelt ganz dem Voyeurismus seiner Zuschauer frönt, beinahe aufstachelt hervorzutreten zwischen den wippenden, wackelnden Köpfen im Bild, und auch anzufassen, wenn Sayuri, von der eigenen Rolle völlig eingenommen, die heilige Distanz, die letzte unsichtbare Barriere, selbst übertritt und den Zuschauern ihr Geschlecht über die speicheltropfenden Lippen reibt. Trotz des Eindrucks, dass sie sich völlig in die Orgie mit sich selbst fallen lässt, kontrolliert Sayuri den gefährlich brodelnden Raum vor dem Bühnenrand, den Männerkäfig, mit dem Charisma und der Selbstsicherheit einer Dompteuse.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tatsumi Kumashiros 1972 inszenierter „Wet Desire“ gehört zu den Klassikern und Wegbereitern des <em class="western"><em><span style="color: #000000;">Roman Porn,</span></em></em> einer Welle von <em class="western"><em><span style="color: #000000;">Pinku Eiga</span></em></em>, japanischen Sexfilmen, die vor allem dem Nikkatsu Studio im Verlauf der Jahrzehnts zu neuer, ausgesprochen lukrativer Berüchtigkeit verhalfen. Nikkatsu, eine der dienstältesten Filmfabriken Japans, investierte unter dem erheblichen Druck, den die zunehmend flächendeckende Verbreitung des Fernsehens auf das Kino (seine Formate, Themen und Vertriebswege) ausübte, in dieses Subgenre, das von den veränderten Sehgewohnheiten am wenigsten bedrängt schien. Von den herkömmlichen Pink-Filmen unterschied sich der <em class="western"><em><span style="color: #000000;">Roman Porn</span></em></em> im Wesentlichen nur durch die höher gesteckten Produktionswerte – die Sex-Szenen, mindestens vier pro Filmstunde, wurden in eine fast immer nur rudimentär verhandelte Geschichte eingebettet. Die Ausnahmen sind die erinnerungswürdigen, noch heute in ihrem nachhaltigen Einfluss bis jenseits der heimlichen Kinosäle anerkannten Meilensteine des Genres, zu denen wohl Masaru Konumas „Apartment Wife“-Serie, Noburo Tanakas „A Woman Called Sada Abe“ und eben auch „Wet Desire“ gehören – Werke, deren Regisseure die Freiheiten, die ihnen Nikkatsu abseits der Sex-Quote ließ, für eine eigene künstlerische Vision zu nutzen verstanden.</p>
<p>„Wet Desire“, der auf einer DVD von Rapid Eye Movies nun endlich untertitelt und außerhalb Japans vorliegt, ist eine Ode an die Stripperin Sayuri Ichijo, die mit ihren extravaganten Körpershows zu einer Legende im Nachtleben Osakas wurde (und sich im Film auch selbst spielt). Nicht nur Verehrer verfolgen ihre expliziten Auftritte, auch die Polizei ist längst auf die Darstellerin aufmerksam geworden und junge Stripperinnen wie Harumi (Hiroko Isayama) haben Sayuri zu ihrem Idol erkoren und träumen gleichwohl davon, ihr die Gunst des Rampenlichts streitig zu machen. Ganz besonders Harumi kennt bei der Verwirklichung dieser Ambitionen keine Skrupel und setzt neben einer spektakulären Lesbenshow auch hemmungslos auf Intrige. Als Sajuri eine Zusammenarbeit mit der ehrgeizigen Harumi ablehnt, beeinflusst die Nachwuchsstripperin ihren just aus dem Knast entlassenen Freund, Sayuri in einen Rückzug von der Bühne zu nötigen … und dabei auch bis zum Äußersten zu gehen.</p>
<p>Es ist freilich nicht vor allem dieser Handlungsrahmen, der „Wet Desire“ seinerzeit zu einem so sensationellen Erfolg in Japan hat werden lassen – selbst als einer der herausragenden Vertreter des handlungsgebetteten <em class="western"><em><span style="color: #000000;">Roman Porn</span></em></em>, ist es die Inszenierung von Sexshow und Geschlechtsverkehr, die Tatsumi Kumashiros Film herausragend macht. „Wet Desire“ beeindruckt in seiner hemmungslosen Koketterie mit Submissions- und Dominanz-Ritualen, der deutlichen Akzentuierung wirbelbiegender Verbindung zwischen Gewalt, Schmerz und sexuellen Stimuli. Vor allem aber ist es seine Distanzlosigkeit, mit der er bei den zum Teil mitten aus dem Männerpublikum gefilmten Bühnendarbietungen seiner Protagonistinnen völlig ungeniert und unverheuchelt ganz dem Voyeurismus seiner Zuschauer frönt, beinahe aufstachelt hervorzutreten zwischen den wippenden, wackelnden Köpfen im Bild, und auch anzufassen, wenn Sayuri, von der eigenen Rolle völlig eingenommen, die heilige Distanz, die letzte unsichtbare Barriere, selbst übertritt und den Zuschauern ihr Geschlecht über die speicheltropfenden Lippen reibt. Trotz des Eindrucks, dass sie sich völlig in die Orgie mit sich selbst fallen lässt, kontrolliert Sayuri den gefährlich brodelnden Raum vor dem Bühnenrand, den Männerkäfig, mit dem Charisma und der Selbstsicherheit einer Dompteuse.</p>
<p>Über eine nostalgisch kultische Verklärung seines funky 70er Jahre Designs mag dieses Denkmal für seine Protagonistin und Hauptdarstellerin, als welches Tatsumi Kumashiro „Wet Desire“ ganz zweifellos konzipiert hat, heute gar noch attraktiver und einnehmender wirken, als inmitten der Furore, die es vor über 30 Jahren ausgelöst hat.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Axel Hütte &#8211; Der Wald brennt nur für dich</title>
		<link>http://www.persona-non-grata.de/2008/09/10/axel-hutte-der-wald-brennt-nur-fur-dich/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Sep 2008 22:03:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst]]></category>

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		<description><![CDATA[Capulin Fire 2, 2007 (O.i.F.), Ditone-print, 155 x 205cm, Courtesy Galerie Wilma Tolksdorf, Frankfurt/Berlin Axel Hütte ist einer jener Magische-Momente-Sucher, die uns &#8211; nach dem success von Hilla &#38; Bernd Becher, deren Schüler auch Hütte einst war &#8211; immer aufs Neue mit Natur- und Landschaftsmetaphorik zugeschüttet haben – und im Begriff sind, dies auch weiterhin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://wilmatolksdorf.de/image.php?q=image/show/exhibition/379"><img src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/axelhuettederwald.jpg" alt="" width="605" height="442" class="alignnone size-full wp-image-433" /></a></p>
<h5>Capulin Fire 2, 2007 (O.i.F.), Ditone-print, 155 x 205cm, Courtesy <a href="http://wilmatolksdorf.de/index.php">Galerie Wilma Tolksdorf, Frankfurt/Berlin</a></h5>
<p>Axel Hütte ist einer jener Magische-Momente-Sucher, die uns &#8211; nach dem success von Hilla &amp; Bernd Becher, deren Schüler auch Hütte einst war &#8211; immer aufs Neue mit Natur- und Landschaftsmetaphorik zugeschüttet haben – und im Begriff sind, dies auch weiterhin ernsthaft durchzuziehen. </p>
<p>Großformatphotokunst ist – allen Verfalls- oder Haltbarkeitsunkenrufen zum Trotz – noch genauso en vogue wie vor zehn Jahren. Und es ist ja auch begrüßenswert, wenn es Orte gibt, wo du einmal große Photoformate betrachten und studieren kannst. Es gibt zwar wirklich keinen Mangel an Photographie, doch die Möglichkeit gute Abzüge auf Papier an der Wand hängend zu sehen – Werbetafeln sind etwas ganz anderes, sind doch eher limitiert. Denn selbst in Museen werden Photo-Abzüge überwiegend lichtdicht im Keller gelagert. In der Galerie Tolksdorf ist das zum Beispiel schon des Öfteren möglich gewesen, Photographie wird dort ein hoher Stellenwert zugewiesen, noch dazu wird nicht auf Raum-Bombast und Riesenauswahl gesetzt. Bis zu zehn Aufnahmen hängen hier, verteilt auf einen großen und einen kleinen Raum, das war&#8217;s. Axel Hüttes neue Reihe „Fog &amp; Fire“ passt da hervorragend rein in diesen schick auf Kontemplation ausgelegten Schauraum. Ohne Hast oder schlimmes Security-Brimborium kannst du dir hier die Bilder reinziehen. „Fog &amp; Fire“, dieser Titel ist natürlich treffend gewählt – denn zudem gibt es nicht viel zu sehen. Auch sind die Bilder – angeblich wurden sie an exotischen Orten rund um die Welt (von der Schweiz bis Zentral- und Südamerika) aufgesammelt – ansich nichts Besonderes, in dem Sinne, dass es nun diese Orte nicht unbedingt gebraucht hätte, man nicht ausgerechnet diese Orte hätte aufsuchen müssen um ähnliche Aufnahmen zu realisieren. Nein, Waldbrände und Nebelbänke finden sich gegebenenfalls auch um die Ecke. Doch manchmal hilft es der Einbildung halt ein bisschen auf die Sprünge, stellt man sich die Sujets dort vor – in weiter, unbekannter Ferne, an möglicherweise noch phantastisch-magischen, ursprünglichen Orten &#8211; , statt an Orten, die man selbst schon hinlänglich kennengelernt, durchmessen hat. Nicht einfach Landschaften werden hier gesucht, vorgestellt, nein hier geht es um mehr, hier werden Seelen-Landschaften inszeniert, abgegrast – ja, schlußendlich sogar abgefackelt. Da fallen einem natürlich, gerade wegen der vielen Winke mit dem Melancholie-Zaunpfahl, auch Caspar David Friedrichs Natur-Allegorien ein. Gerade an jenen Stellen jedoch, wo CDF dem Menschen, der menschlichen Gestalt innerhalb des Ganzen, und er tat dies in fast allen Kompositionen, eine ausschlaggebende Bedeutung zumisst, dort fällt bei Hütte der menschliche Verbindungspol vollkommen weg. Nicht einmal zufällig tauchen Personen irgendwo auf – etwa klein und winzig im Hintergrund etc. Der Wald brennt also nur für mich, den einzigen Zeugen dieser ganz gewiss apokalyptischen Szenerie. Denn Hütte verzichtet auf jegliche Bildmanipulation, sprich Nachbearbeitung – verlässt sich stattdessen ganz auf die Momentaufnahme und den vor Ort gewählten Ausschnitt. Diese „echte“ Konfrontation mit Feuer, Rauch, bzw. Nebel, macht dann auch gewisse Schemata an Grundreaktionen abrufbar – die sich in Anbetracht der riesigen Formate noch verstärken. So entsteht bei mir tatsächlich ein Geruchs- und Geschmacks-Empfinden gegenüber dem Photo-Rauch, welches sich sogar noch verstärkt, und eine Stickigkeit, Atemnot stellt sich ein, je länger ich mich dem Feuerbild aussetzte. Im Falle der Nebellandschaften verliere ich etwas den Orientierungssinn, bzw. Gefühl für Entfernung und Zeit (Nebel läßt ja bekantlich alles nah, bzw. flach, erscheinen). Bei aller Schönheit der Kompositionen (teilweise denke ich an chinesische/japanische Holzschnitte, Tuschzeichnungen) erzeugen Hüttes Photos eine starke Haltlosigkeit und Unruhe, und nicht etwa, wie ich zunächst erwartete, erhabene Stille- und Ruhepole. Es bleibt nunmal in erster Linie unangenehm in einer nebeligen oder gar brennenden, verrauchten Landschaft herumzutapsen. Die Botschaft, ob beabsichtigt oder nicht sei dahingestellt, ist also klar: Die Natur ist nicht unbedingt deine Freundin, da sind Gewalt und Fallen, in die du tappen wirst. Umgekehrt, von Aussen und unbeteiligt gesehen, könnte man in den Darstellungen auch eine Zustandsbeschreibung oder Bestandsaufnahme der Natur sehen – dann vielleicht auch im Zusammenhang mit den menschlichen Sünden und Verbrechen an ihr. Die Wald-Feuer werden danach schnell zu Höllenfeuern und Szenarien von (Hieronymus) Boschschen Ausmassen. Die Anordnungen der Waldbrandaufnahmen zu einem Triptychon forciert diese Lesart noch, da sie unwillkürlich an mittelalterliche Altarbilder gemahnt. Letztendlich eine sehr stickige und läuternde Erfahrungslandschaft, die uns hier präsentiert wird – mit nicht unerheblicher Moral-Schwere. Von einer „Schönheit“ der Aufnahmen zu sprechen, gelingt mir nach einer Stunde Aufenthalt in der Galerie nicht mehr – noch dazu war ich allein. Allein mit meinen Gefühlen der Sorge um die Natur, wie auch Scham- und Schuldgefühlen ihr gegenüber. Aber auch Entfremdung und Weltschmerz-Impuls, alles überlagert sich.</p>
<p>Als Sammler wäre ich vielleicht geneigt, diese Szenen einer Kirchengemeinde zu überantworten – aber das wäre ja nun auch wieder gemein. Wohin also mit diesen „Mahn-Tafeln“? Ein Problem, das ich an dieser Stelle nicht lösen kann, genausowenig, wie wir Euch an dieser Stelle keinen befriedigenden, einigermaßen annähernden Eindruck der Ausstellung geben können. Ihr müsst es Euch versuchen vorzustellen – oder morgen früh gleich ins Gebirge fahren, bzw. in den Wald. Feuerzeug natürlich nicht vergessen, oder Waldbrand einfach abwarten, und fertig. Der ganze Haufen edler Gefühle, wie Geduld, Demut, Hingabe, Läuterung etc., den Hütte auf seinen Reisen offenbar im Gepäck hatte, strahlt regelrecht heraus aus den Papieroberflächen, durchdringt sogar noch die Glasscheiben der Rahmen. Ein Verrückter, denke ich, setzt sich wie (Werner) Herzog in jeden Dschungel, den er kriegen kann und wartet dort tagelang auf Nebel und Feuer, die er mit seiner 10 Kilo schweren Kamera , ganz abgesehen von der restlichen Ausrüstung, die er mit sich schleppt, dann mühsam auf Riesennegative einfängt. Eine Art Katharsis-Freak, so der Fitzcarraldo unter den Photographen – dieser Hütte also. Etwas zu belehrend, mahnend, auch manisch – alles in allem aber eine straight-sinnliche Performance.</p>
<p>&nbsp;<br />
&#8212;</p>
<p>Die Ausstellung <a href="http://wilmatolksdorf.de/index.php?q=exhibition/view/228">Fog &amp; Fire</a> von Axel Hütte fand in der <a href="http://wilmatolksdorf.de/index.php">Galerie Wilma Tolksdorf</a>, Zimmerstraße 88-91 in Berlin statt.</p>
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		<title>Funny Games und die Gewalt im zeitgenössischen Film</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Aug 2008 11:41:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Thema]]></category>

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		<description><![CDATA[Von der Unmöglichkeit „Nein“ zu sagen und dabei jemanden umzubringen. „Funny Games“ ist kein Film. „Funny Games“ ist ein Experiment, eine Versuchsanordnung. Regisseur Haneke trägt den Laborkittel, wir Zuschauer sind die weißen Mäuse, die sich seinem Versuch aussetzen müssen. Zwei adrette junge Männer klopfen bei einer Kleinfamilie, bitten um Eier. Einmal eingedrungen in das Innere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.persona-non-grata.de/wp-content/uploads/funnygames.jpg" alt="" width="605" height="200" class="alignnone size-full wp-image-283" /></p>
<p><strong>Von der Unmöglichkeit „Nein“ zu sagen und dabei jemanden umzubringen.</strong></p>
<p>„Funny Games“ ist kein Film. „Funny Games“ ist ein Experiment, eine Versuchsanordnung. Regisseur Haneke trägt den Laborkittel, wir Zuschauer sind die weißen Mäuse, die sich seinem Versuch aussetzen müssen.<br />
Zwei adrette junge Männer klopfen bei einer Kleinfamilie, bitten um Eier. Einmal eingedrungen in das Innere des Hauses werden die beiden Mann, Frau, Kind und Hund foltern, ermorden. Warum wollen wir so etwas sehen? Weshalb gehen wir für einen derartigen Film ins Kino? Ist Gewalt an sich Unterhaltung?<br />
Aus Hanekes Sicht können wir bei „Funny Games“, einer nichtkontextualisierten Gewaltorgie, die dem Zuschauer sowohl Katharsis als auch Begründungen verweigert und so die Gewalt an sich zum Thema werden lässt, nur verlieren. Entweder kapitulieren wir vor dem Inhalt des Films und verlassen den Kinosaal oder wir durchstehen „Funny Games“ und kapitulieren als Mensch, negieren das Grundsätzlichste unserer Werteordnung.</p>
<p>Die Grundfrage ist aber, ob es überhaupt möglich sein kann, mit dem Zeigen von Gewalt gegen Gewalt zu demonstrieren und wenn, ob der von Haneke mit „Funny Games“ bestrittene Weg gangbar ist.<br />
Truffauts Spruch, dass es keine Antikriegsfilme gäbe, weil jedwede Darstellung – gewollt oder nicht – Krieg aufregend aussehen ließe, ist auch für „Funny Games&#8221; gültig. Würde man Truffaut „Funny Games&#8221; zeigen und Hanekes Intention erläutern, er würde den Kopf schütteln. Der Österreicher Haneke hat einen handwerklich großartigen, sehr geschickten Film geschaffen, der mit Sicherheit das Nachdenken und Einordnen von Gewalt im Film provoziert. Haneke spielt mit seinem Publikum – mehr als einmal durchbricht er die „vierte Wand&#8221; und lässt die beiden Darsteller direkt mit dem Publikum kommunizieren. Haneke lässt den Zuschauer nicht passiv konsumieren, er verdeutlicht immer wieder, dass wir zusehen, dass wir uns einverstanden erklären. Er verweigert Begründungen: keine schlechte Kindheit, keine Dekadenz darf als Entschuldigung für die Taten der Mörder gelten. Sie sind einfach da. Und er verweigert die Erlösung: niemand kommt hier lebend raus.</p>
<p>Als Haneke vor zehn Jahren „Funny Games&#8221; gedreht hatte, war heftiges Kopfnicken in europäischen Arthouse-Kinos zu verzeichnen. Haneke hat Recht, wider die Gewalt! Haneke hatte gewonnen, aber war nur halb zufrieden, denn im Grunde war es ja doch nur preaching to the converted. Er wollte aber in das Herz des US-Kinos vorstoßen und seine Predigt in amerikanischen Multiplexen aufgeführt wissen. So verfilmt Haneke ein Jahrzehnt später „Funny Games&#8221; exakt 1:1 noch einmal neu mit deutlich mehr Geld und viel größeren Namen in der Besetzungsriege (Naomi Watts und Tim Roth anstelle von Ulrich Mühe und Susanne Lothar) – und dieses Mal wird sein letztendliches Scheitern noch deutlicher.<br />
“Funny Games“, „Salò“ und „Irréversible“.</p>
<p>So Truffauts Ausspruch auch für „Funny Games&#8221; zutreffen mag, gibt es doch zwei Filme, die tatsächlich Gewalt im Kino unerträglich werden ließen, dem Zuschauer kaum Eskapismus anboten und ihn so zwangsläufig dazu brachten, sich dem Gesehenen zu stellen anstatt es nur als Unterhaltungselement zu akzeptieren. In einem Interview nannte Haneke Pasolinis Meisterwerk „Salò oder die 120 Tage von Sodom&#8221; (1975) als größte Inspiration, als bestes Statement gegen Gewalt, das je gefilmt wurde, als unerträglichsten Film, den er je gesehen hat. Und wie „Sodom&#8221; soll auch „Funny Games&#8221; dem Zuschauer den Unterhaltungswert verweigern. Du kämpfst dich durch „Sodom&#8221; hindurch, du kannst niemals genießen, was du siehst. All die Gräuel sind in einer Kühle dargestellt, dass keinerlei Empathie möglich wird. Pasolinis „Sodom&#8221; ist ein politisches Statement, eine Anklage gegen Faschismus und die ihn unterstützenden Kreise, das an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt und damit den Zuschauer zwingt, Stellung zu beziehen. Ein Treppenwitz, dass „Salò“ einst in Deutschland verboten war und auch heute – immer noch auf dem Index stehend – schwer erhältlich ist, nur weil Pasolini Bilder findet, die leider das Schlimmstmögliche im Menschen zeigen. Als würde man mit dem Verbot eines Films das Problem des zügellosen Menschen im sanktionslosen Raum gleich mit entsorgen können!<br />
Einen anderen Weg gegen Gewalt zu demonstrieren bestreitet Gaspar Noés „Irréversible&#8221; (2002): ein gewisser Unterhaltungswert ist „Irréversible&#8221; nicht abzusprechen, aber Noé spielt mit dem Publikum auf eine viel raffiniertere Weise als Haneke, gerade weil er Motive für die Taten zulässt. Der Geniestreich Noés, den Film komplett von hinten zu erzählen, hat zur Folge, dass die erste (also letzte) Gewalteruption ohne jede Begründung ertragen werden muss – wir wissen noch nicht, warum diesem Mann der Kopf mit einem Feuerlöscher zu Brei geschlagen wird, sind aber von so viel Ekel und Widerwillen gefesselt, dass wir nicht anders können als zuzusehen. Im rückwärts schreitenden Film wird klar, dass es sich um eine Rachetat handelte, die Sühne einer Vergewaltigung. Die Gewalteruption wird also nachträglich begründet und der Zuschauer kann damit besser leben. Doch dann dreht Noé den Film ein weiteres Mal und zeigt die Vergewaltigungsszene in seiner ganzen Länge von neun Minuten, unerträglich, nicht enden wollend. Und noch etwas geschieht: wir Zuschauer sehen dass der Selbstjustizakt, den wir zuvor beobachtet und auf gewisse Weise abgenickt hatten, den Falschen erwischt hat. Noé verweigert uns erst den Kontext, liefert dann eine Begründung, nur um uns erneut den Teppich unter den Füßen wegzuziehen, so dass wir nun mit uns selbst ins Gericht müssen, dass wir eine der brutalsten Szenen der Filmgeschichte und einen Akt der Selbstjustiz rechtfertigten. Wir müssen vor Noé kapitulieren.</p>
<p>„Funny Games&#8221; funktioniert in Hanekes Sinn dagegen nur bei Zuschauern, die bereit sind, die Gewalt zu hinterfragen. Dank des Internets kann man dem Volk per imdb-user-comments aufs Maul schauen und seine Vermutung bestätigen lassen: wer „Funny Games“ anschaut weil der Film einen gewissen Ruf des schwer Erträglichen hat, also „Funny Games“ eben wegen der Gewalt ansieht, ist nicht bereit, Gewalt im Film zu verdiskutieren, sondern neigt im Gegenteil dazu – ausgerechnet! &#8211; „Funny Games“ über seinen Gore-Gehalt zu besprechen (der im Übrigen gering ist, Haneke zeigt wenig Gewalt tatsächlich). Die Reflexion, die Haneke erreichen will, findet bei diesem Kreis gar nicht statt. Der Film wird hier bestenfalls als langweilig (statt: quälend) abgetan &#8211; Haneke gelingt es zwar noch größtenteils den Gorehounds die Gratifikation zu verweigern, aber daraus erwächst kein Hinterfragen. Im schlimmsten Fall wird die Motivlosigkeit und das eiskalte Gebahren dann noch als cool abgefeiert. Das Medium mit seinen eigenen Mitteln zu schlagen ist nur ein Traum: in Interviews geriert sich Haneke aber mit der Hybris des großen Strippenziehers, der sein Publikum manipulieren kann, wie er nur möchte. Er übersieht dabei aber, dass er nur sein Publikum zum Nachdenken bringt, das aber sowieso meist schon zum Hinterfragen bereit ist. Das Publikum dagegen, das er treffen müsste, um nach seinen eigenen Zielen Erfolg zu haben, verfehlt er: es mag faszinierend sein, Haneke bei seinem Experiment zuzusehen aber letztlich bekommt er die weißen Mäuse in den Multiplexen eben doch nicht zu fassen.</p>
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		<title>Fetish 69 &#8211; Neue Stadien des Verfalls</title>
		<link>http://www.persona-non-grata.de/1999/10/06/846/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 Oct 1999 19:19:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nimrod</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Wien Fetish Bruns Haider Geek]]></category>

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		<description><![CDATA[Sieht man von der musikalischen Entwicklung der Band ab, so scheint es dennoch eine Tendenz zu geben, die sich auf allen Veröffentlichungen belegen läßt. „Antibody“ und „Geek“ stellen die signifikanten äußeren Koordinaten des bisherigen Schaffens, beide weisen in ihrer Formalität dennoch deutliche Unterschiede auf. „Antibody“, das sich musikalisch innerhalb des Frühneunziger Industrial-Metal Trends definiert und für das sich die Band zur visuellen Umsetzung der damit geäußerten Brachialität und Radikalität beim Wiener Aktionismus, d.h. einigen Fotografien der Körperkunstwerke von Günter Brus, bedient, erzielt seine Wirkung über die bimedial gelungene Darstellung von Verzweiflung, Tod und Vergänglichkeit, die sich schon ob ihrer künstlerischen Kontextualisierung nicht einfach als billiger Schockeffekt aburteilen läßt. Und auch „Geek“ thematisiert den körperlichen Verfall, den schleichenden sozialen und physischen Tod, allerdings musikalisch als auch visuell weitaus subtiler. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm;"><em>I thought I would mutate (transform)</em></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><em>Into a different thing</em></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><em>Get a gentle core under scarified skin</em></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><em>But I still walk this empty roads</em></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><em>with clenched fist in my coat</em></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><em>(„Incompatible“ on Geek, Fetish 69, 1999)</em></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong><span style="font-size: large;"><br />
</span></strong></p>
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<p style="margin-bottom: 0cm;">Oberflächlich liegen zwischen ihrem Debüt „Antibody“ und dem nun vorgelegten Album „Geek“ durchaus ein paar Welten. Fast scheint es, als hätten Fetish 69, ihre Musik neu entdeckt. Doch unter der zeitgemäßen Kosmetik, pulsiert der selbe schwarze Kern.</p>
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<p style="margin-bottom: 0cm;">„<strong><span style="font-size: medium;">Rock ist tot&#8230; </span></strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">&#8230;In Österreich interessiert sich wirklich niemand mehr für Rock“, versucht sich Christian Fuchs in der Erklärung der musikalischen Metamorphose, die seine Band Fetish 69 in der Dekade ihres Bestehens durchlebt hat. So sehr ihr neues Album „Geek“ „zwischen alle Schubladen fällt“, entsprach ihr  91er Debüt fast sämtlichen Koordinaten, der damals populären Synthese aus kalten Industrial-Gerüsten und harten Metalgitarren. „‘Birch’, unser zweites Album war noch ein Gitarrenalbum. Natürlich gab es viele Samples, aber von der ganzen Rhythmik her, war es schlicht Rock. Das Material war bereits 1994 geschrieben worden und als die Platte dann 1996 endlich erschienen war, lagen unsere Geschmäcker schon ganz woanders. Es war auch immer so, daß die Besetzungen von Fetish 69 aus sehr verschiedenen musikalischen Spektren zusammenkamen.  Wir waren nicht fünf ehemalige Metalkids, Industrialfans oder was weiß ich. Wir haben uns für die Alben immer auf einen Sound oder eine Idee geeinigt. Und jeder hat da Abstriche gemacht. Nach ‘Birch’ war es einfach nicht mehr möglich, diese Kompromisse einzugehen. Es standen dann nur die Alternativen, sich entweder aufzulösen oder jedem Mitglied innerhalb des Bandspektrums die Möglichkeit einzuräumen, seine gegenwärtigen musikalischen Vorlieben konsequent einzubringen. Und damit wurde Rock schlicht marginalisiert, denn Rock &#8211; egal ob inländische oder ausländische Bands &#8211; ist in Österreich wirklich tot. Auch dieses Rock’n’Roll Revival, das seit einem Jahr ja auch in Deutschland wieder aufebbt, gibt’s in Österreich überhaupt nicht. Es existieren dabei überhaupt keine ideologischen Bedenken gegen Rock bei Fetish 69, eher schon eine Langeweile mit den rockimmanenten Standards und eine Gleichgültigkeit gegenüber den sich immer wiederholenden Ausdrucksformen. Aber gerade in Wien findet Rock so gut wie überhaupt nicht mehr statt. Ohne Zweifel hat das auf uns abgefärbt. Nicht von heute auf morgen, nicht weil es der neue Wiener Trend ist, aber als langsamer Prozeß.“</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Diesen Prozeß bei Fetish 69 konsequent zu verfolgen, ist nicht unbedingt leicht. Lange Zeiträume und einige Besetzungswechsel liegen zwischen den Veröffentlichungen. Christian, das einzige verbliebene Gründungsmitglied, nennt die entscheidende Ursache eine ermüdende Labelodyssee: „Wir haben jedes Jahr ein neues Album produziert. Letztendlich aber blieben die in irgendwelchen Schubladen.“ Verwirrend ist auch die Geschichte um die Veröffentlichung von „Geek“. Bereits vor geraumer Zeit von Community Records angekündigt, auf dem Fetish 69  auch ‘Birch’ veröffentlicht hatten, erscheint es in Deutschland erst dieser Tage auf dem neugegründeten Dresdener Doxa-Label. „Warum die Zusammenarbeit mit Community gescheitert ist, kann ich jetzt gar nicht genau sagen. „Geek“ hat in der Produktion von Mario Thaler fertig vorgelegen und das Label hat das Material auch gemocht. Die Veröffentlichung hat sich dann aber ewig hingezogen, weil sich niemand sicher war,  wie und wann man das Album vermarkten solle. Uns hat das irgendwann genervt, so daß wir dann unser Material genommen und uns nach etwas Neuem umgeschaut haben. Wir wollten das Album dann eigentlich selbst herausbringen. Wir waren völlig überzeugt von dem Material, sehr stolz, und waren schon der Meinung, daß „Geek“ in unserem Sektor so etwas wie Pionierstatus bekommen könnte. Und dann lag es einfach in der Schublade. Von den Labels kamen Argumente wie: ‘Da ist kein Radiohit drauf’. Oder: ‘Wie sollen wir das vermarkten? Das fällt zwischen alle Schubladen.’ Da war für uns dann einfach Schluß, und wir beschlossen, das Album selbst mit unseren Freunden von Trost Rec. in Wien herauszubringen. Die haben sich innerhalb von drei Tagen entschieden. Alle Mitglieder von Fetish 69 sind ja eigentlich noch in anderen Projekten tätig und mittlerweile hatten wir uns schon fast damit abgefunden, daß Fetish 69  eben das schwer vermarktbare Nebenprojekt ist. Nachdem das Album dann aber draußen war, haben sich sofort Strukturen um die Band gebildet, die uns dann wieder motiviert haben. Manic Music sind an uns herangetreten, als Agentur. Inzwischen sind sie auch unser Management. Und Manic Music haben dann auch den Kontakt zu Doxa hergestellt. Es fanden wieder Konzerte statt und plötzlich waren da auch wieder Leute, die zum Beispiel begannen, eine Fetish 69 Fanpage einzurichten. Videokünstler haben uns angesprochen. Das alles hat uns sehr motiviert.“</p>
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<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong><span style="font-size: medium;">Die Ideologie des zerfallenden Körpers</span></strong></p>
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<p style="margin-bottom: 0cm;">Sieht man von der musikalischen Entwicklung der Band ab, so scheint es dennoch eine Tendenz zu geben, die sich auf allen Veröffentlichungen belegen läßt. „Antibody“ und „Geek“ stellen die signifikanten äußeren Koordinaten des bisherigen Schaffens, beide weisen in ihrer Formalität dennoch deutliche Unterschiede auf. „Antibody“, das sich musikalisch innerhalb des Frühneunziger Industrial-Metal Trends definiert und für das sich die Band zur visuellen Umsetzung der damit geäußerten Brachialität und Radikalität beim Wiener Aktionismus, d.h. einigen Fotografien der Körperkunstwerke von Günter Brus, bedient, erzielt seine Wirkung über die bimedial gelungene Darstellung von Verzweiflung, Tod und Vergänglichkeit, die sich schon ob ihrer künstlerischen Kontextualisierung nicht einfach als billiger Schockeffekt aburteilen läßt. Und auch „Geek“ thematisiert den körperlichen Verfall, den schleichenden sozialen und physischen Tod, allerdings musikalisch als auch visuell weitaus subtiler. Jedoch das Thema bleibt das gleiche. „Dieses Aussenseiter-Thema zieht sich von Anfang an durch. Es ist in gewissem Maße auch die Idee, die dahinter steckt. Ich habe mit Toxic Lounge [deren „Low Down“ via KleinRecords Anfang 2000 erscheinen soll] zum Beispiel noch eine zweite Band, und ich weiß schon genau, wenn ich an einem Text schreibe, daß ist jetzt ein Fetish 69-Text und nicht für irgendwas anderes. Bestimmte Elemente ziehen sich also durch, nur der Blickwinkel darauf ist anders geworden. Als wir anfingen, ist es um die extremsten für mich vorstellbaren Formen gegangen. Eine gewisse Faszination für Serienkiller, Amokläufer, die Deformation von Körpern kann ich da nicht leugnen. Die Texte des neuen Albums sind sehr viel authentischer, sehr viel persönlicher. Mir ging es dabei vor allem darum, die Trennung zwischen künstlicher Bühnenfigur und mir als Person viel stärker aufzuheben. Aber wie bei den vorangegangenen Platten, finden sich auch auf „Geek“ Fetzen aus Filmen, Büchern und Comics. Fetish 69 waren immer sehr stark durch Filme beeinflußt. Für „Antibody“ war es auf jeden Fall „Taxi Driver“ gewesen. Am Ende der Ausbruch, die Katharsis. Vor kurzem, da war „Geek“ allerdings schon längst fertig, habe ich den Film „Happiness“ gesehen und festgestellt, daß dieser Film genau das in seinem Medium umsetzt, was Fetish 69 heute über ihre Musik versuchen. In dem Film passiert an für sich nicht viel, es sind vielmehr zweieinhalb Stunden Beobachtungen von Durchschnittsbürgern in New Jersey. Gegen Ende kommen dann so Sachen raus von einem Familienvater, der von Beruf Psychiater ist, aber außerdem auch ein Kinderschänder.“</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Genau diese Aufhebung der vermeintlichen Alltagsgesetze, die tatsächliche Ambivalenz eindeutiger Wahrnehmungen, taucht die mit „Geek“ offenbarte Perspektive von Fetish 69 auf ihre Umwelt in ein surreales Licht, in dem einfach alles eine Fassade für schleichende, hinterhältige Bedrohung sein kann. Im Kontext mit der unlängst geäußerten Forderung der Sofa Surfers, man solle auch elektronische Musik wieder viel stärker politisieren, mag die vielleicht als Inszenierung einer Paranoia mißverstandene Ästhetik von „Geek“ zusätzlich Authentizität erlangen. Noch immer spielt der Rattenfänger Haider in Österreich seine Flöte, und das was sich jahrzehntelang stolz als die politische Mitte definierte, sickert kontinuierlich nach Rechts. Das Statement der Sofa Surfers ist die deutliche verbale Konsequenz auf diesen Trend. Christian Fuchs nennt meine theoretische Annäherung an die im Schaffen von Fetish 69 als grundlegend perzipierte Tendenz &#8211;  eben jene Inszenierung des Verfalls, des Todes, sich physisch als auch mental äußernder Krankheiten &#8211;  und die anschließende Mutmaßung, es könne sich dabei um die mehr oder minder bewußte Antithese zur Ideologie des Körpers innerhalb der Rechten, des auch durch die Riefenstahl inszenierten Kultes um den athletischen, gesunden, mental reinen Herrenmenschen handeln, eine der vier, fünf Interpretationen, mit denen er sehr gut leben kann. Seinen Intentionen beim Verfassen der Texte entsprächen diese Assoziationen aber nicht. „Ich mag da eigentlich nicht so gern drüber reden, aber ich war als Kind schon der klassische Außenseiter. Es sind auch einige Bruchstücke meiner Kindheit, die sich jetzt als abstrakte autobiographische Elemente auf dem Album wiederfinden. Mir ist es gelungen, mich mit Musik oder auch Kunst im weiteren Sinne aus dieser Position herauszukatapultieren und mir meine eigene Welt zu bauen. Und ich muß da nicht jeden hereinlassen. Was also einige Leute als destruktiv und negativ sehen, betrachte ich eigentlich als etwas sehr Positives. Es ist nicht nur möglich, die Rolle des „Geek“, in welche dich die Gesellschaft gedrängt hat, zu überwinden, sondern praktisch auch eine Welt zu schaffen, aus der du diese feindliche Umwelt einfach ausschließen kannst. Das liegt gar nicht so weit neben deiner Interpretation.“ Also birgt der aufgrund seiner äußerlichen oder mentalen Andersartigkeit bis an den äußersten Rand des gesellschaftlichen Gefüges gedrängte Geek sogar Potential bereits in sich, dieser Gesellschaft selbst zum Role Model zu werden? „Genau, inzwischen ist ja der Geek schon ein regelrechter Modetrend geworden. Einerseits finde ich es schon etwas befremdlich, andererseits freue ich mich natürlich darüber, daß Schauspielerinnen wie Christina Ricci oder ein Regisseur wie Tim Burton, die ja nun im Grunde Paradegeeks sind, es schaffen, durch ihren Erfolg zu Role Models für wieder andere zu werden.“ „Geek“ also ein Plädoyer für Diversität? „Auf jeden Fall.“</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
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