Ressort: Kunst


HGich.T – Mein Hobby: Arschloch

Text: Jensor | Ressort: Kunst, Musik, Veranstaltungen | 11. November 2010

Vielleicht sollte ich mir das Ganze doch mal live anschauen. Doch, dies könnte funktionieren. Ein gewisses Maß an Unterhaltsamkeit kann, darf und sollte man diesem, ähem, Projekt HGich.T schließlich keinesfalls absprechen – und zwei Stunden anständiger Unterhaltung sollte man niemals die Tür weisen. Das gewisse Unbehagen, ausgelöst vom Tonträger „Mein Hobby: Arschloch“, lässt sich dann ja einfach runterspülen und weglachen.



„Ihr habt es nicht ANDERS gewollt …!“ – Der Rückblick

Text: Klaus | Ressort: Allgemein, Kunst, Musik, Veranstaltungen | 23. November 2009

Ein Blick ins Publikum zeigte aber auch, dass die wenigsten hier waren, um sich auf einer theoretischen oder gar kulturhistorischen Basis weiterzubilden. Die Meisten weit über Dreißig wollten einfach noch mal die alten Helden sehen…



Unsere Ausstellung zur (Pop-Up: Jedes Heft ein Sieg – 20 Jahre PNG

Text: Jensor | Ressort: Allgemein, Kunst, Veranstaltungen | 10. Mai 2009

77 Ausgaben Persona Non Grata, (fast) 20 Jahre Zine, dem man – wahlweise nach Sichtweise und persönlichen Vorlieben – den Präfix Fan- oder Maga- voransetzen kann. Das ist eine ganze Menge. Interessante Frage, ob es der Handvoll Leute um Jörg „Budgie“ Baatzsch und Tom Weber einst bei der Produktion der Nummer 1 des „Besatzerfanzines“ in den Sinn gekommen ist, etwas derart Funktionierendes, Ausdauerndes, (Über-) Lebensfähiges erweckt zu haben. …

Galerie MZIN, Paul-Gruner-Straße 64, Leipzig. Vorbei !!!



Opak – Erfahrung hat verloren. Neue Headlines Suchen.

Text: Redaktion | Ressort: Allgemein, Kunst, Literatur, Veranstaltungen | 24. März 2009

Das neue Magazin Opak ist draussen!!!



Und ob wir dies gut finden!

Text: Jensor | Ressort: Allgemein, Kunst, Veranstaltungen | 16. Februar 2009

„Face To Face – Colored Papers“ heißt die Ausstellung von Jana Kermes und P.M. Hoffmann, die noch bis zum 27. März in der Ecksteingalerie (Leipzig-Connewitz) zu sehen ist.



Wet Desire – Im Männerkäfig

Text: Nimrod | Ressort: Film, Kunst | 28. September 2008

„Wet Desire“ beeindruckt in seiner hemmungslosen Koketterie mit Submissions- und Dominanz-Ritualen, der deutlichen Akzentuierung wirbelbiegender Verbindung zwischen Gewalt, Schmerz und sexuellen Stimuli. Vor allem aber ist es seine Distanzlosigkeit, mit der er bei den zum Teil mitten aus dem Männerpublikum gefilmten Bühnendarbietungen seiner Protagonistinnen völlig ungeniert und unverheuchelt ganz dem Voyeurismus seiner Zuschauer frönt, beinahe aufstachelt hervorzutreten zwischen den wippenden, wackelnden Köpfen im Bild, und auch anzufassen, wenn Sayuri, von der eigenen Rolle völlig eingenommen, die heilige Distanz, die letzte unsichtbare Barriere, selbst übertritt und den Zuschauern ihr Geschlecht über die speicheltropfenden Lippen reibt. Trotz des Eindrucks, dass sie sich völlig in die Orgie mit sich selbst fallen lässt, kontrolliert Sayuri den gefährlich brodelnden Raum vor dem Bühnenrand, den Männerkäfig, mit dem Charisma und der Selbstsicherheit einer Dompteuse.



Axel Hütte – Der Wald brennt nur für dich

Text: Joerg | Ressort: Kunst | 10. September 2008

Capulin Fire 2, 2007 (O.i.F.), Ditone-print, 155 x 205cm, Courtesy Galerie Wilma Tolksdorf, Frankfurt/Berlin Axel Hütte ist einer jener Magische-Momente-Sucher, die uns – nach dem success von Hilla & Bernd Becher, deren Schüler auch Hütte einst war – immer aufs Neue mit Natur- und Landschaftsmetaphorik zugeschüttet haben – und im Begriff sind, dies auch weiterhin [...]



Funny Games und die Gewalt im zeitgenössischen Film

Text: Christian | Ressort: Film, Kunst, Thema | 16. August 2008

Von der Unmöglichkeit „Nein“ zu sagen und dabei jemanden umzubringen. „Funny Games“ ist kein Film. „Funny Games“ ist ein Experiment, eine Versuchsanordnung. Regisseur Haneke trägt den Laborkittel, wir Zuschauer sind die weißen Mäuse, die sich seinem Versuch aussetzen müssen. Zwei adrette junge Männer klopfen bei einer Kleinfamilie, bitten um Eier. Einmal eingedrungen in das Innere [...]



Fetish 69 – Neue Stadien des Verfalls

Text: Nimrod | Ressort: Kunst, Musik | 6. Oktober 1999

Sieht man von der musikalischen Entwicklung der Band ab, so scheint es dennoch eine Tendenz zu geben, die sich auf allen Veröffentlichungen belegen läßt. „Antibody“ und „Geek“ stellen die signifikanten äußeren Koordinaten des bisherigen Schaffens, beide weisen in ihrer Formalität dennoch deutliche Unterschiede auf. „Antibody“, das sich musikalisch innerhalb des Frühneunziger Industrial-Metal Trends definiert und für das sich die Band zur visuellen Umsetzung der damit geäußerten Brachialität und Radikalität beim Wiener Aktionismus, d.h. einigen Fotografien der Körperkunstwerke von Günter Brus, bedient, erzielt seine Wirkung über die bimedial gelungene Darstellung von Verzweiflung, Tod und Vergänglichkeit, die sich schon ob ihrer künstlerischen Kontextualisierung nicht einfach als billiger Schockeffekt aburteilen läßt. Und auch „Geek“ thematisiert den körperlichen Verfall, den schleichenden sozialen und physischen Tod, allerdings musikalisch als auch visuell weitaus subtiler.