The Milk & Honey Band – Dog Eared Moonlight

Text: | Ressort: Musik | 25. März 2009

Der englische Songwriter Robert White setzt seine zurückhaltend und akustisch instrumentierten Stücke unter ganz enormen Druck. Nicht verwunderlich, dass die Songs auf „Dog Eared Moonlight“, seinem vierten Album mit The Milk & Honey Band, häufig aufbrechen. An der Oberfläche gepflegten Understatements knacken Sprünge – kleine, enge Passagen, aus denen sich die Seele dieses Barden quetsch und knödelt, mit Hartnäckigkeit und Pathos und dem Willen zu episch aufgewallten Hymnen. Dieses Moment ist mitreißend alle mal, vereinnahmend, und so reißt Robert White in der melodischen Krönung seiner Strophen eine erstaunliche und erstaunlich schräge Vielfalt von Erinnerungen an andere Vokalisten auf: Scott Weiland fürs Pathos, Anthony Kiedis für ein paar Melodiebögen und Colin Newman fürs Timbre. Die Ahnung drängt sich auf, England ist für die ausgespielten Inspirationen und den Appeal dieses Albums, nun ja, ein wenig eng.
(Ape/Weatherbox/Alive)

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