Acid Mothers Temple – Lord Of The Underground: Vishnu and the Magic Elixir

Text: | Ressort: Musik | 30. Juli 2009


Den Krautrock-Gedanken hat wohl kaum eine Band so würdig ins neue Jahrtausend gerettet wie die Japaner Acid Mothers Temple, die hier mit ihrem vierten Album für das kanadische Ausnahmelabel Alien8 um die Ecke kommen. Wie auf den vorigen Veröffentlichungen verbindet die Band verschiedensten Einflüsse von orientalischer Musik, Drone, über typische Psychedelik und Krautrock-Figuren, die sich auf den drei Songs zu einem monströsen Ganzen verbinden, das erstmal aufgrund seiner Undurchsichtigkeit fasziniert. Die von Musikkritikern zu Tode bemühte Floskel der Notwendigkeit der längerfristigen Auseinandersetzung mit einem Werk ist hier tatsächlich einmal angebracht. Ansonsten rauschen die größenwahnsinnigen Gitarrenorgien fast beiläufig an einem vorbei. Wenn man sich allerdings die Mühe macht, die feinsinnigen Strukturen innerhalb der drei Songs nach zu verfolgen, ergibt sich eine kaum zu leugnende Faszination. Vergleichbares macht dieser Tage kaum jemand, was das Unterfangen Acid Mothers Temple umso interessanter und zu einem weiteren herausragenden Release aus dem Hause Alien8 macht. Gerne mehr.

(Alien8 / Cargo)

Matthias Rauch

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