Chunking – Defender

Text: Klaus | Ressort: Musik | 5. September 2015

Na sowas? Hat es das Trio aus Brighton tatsächlich geschafft mit seinen beiden vorangegangenen Alben unter meinem Radar durchzutauchen. Dabei hätte ihr ausladender Synthiepop durchaus schon die Qualitäten des nun vorliegenden Albums. Düster, melancholisch, aber mit ausladender Geste von Frontfrau Jessie Banks selbstbewußt intoniert. Teils sehr süß und zerbrechlich, teils aber auch energisch und kraftvoll, mit einem Groove der die Hüften wippen läßt und sich die besten Verweise aus den 80ern und seinen Wiedergängern herausgepickt hat. Dennoch sehr eigenständig, ja etwas retro aber auch klar ein Kind dieser Tage. Falls jemand denkt: Die Stimme kenne ich doch – liegt er wahrscheinlich gar nicht so falsch, da die Frontfrau auch schon bei Air und Röyksopp zu hören war. Entstanden irgendwo in der Einöde Cornwalls thematisiert es unter anderem, dass man Menschen, auch Partner, nie wirklich richtig verstehen kann und wie man Freunde, u.a. durch Drogen, aus den Augen verlieren kann.

(Black Volta/Rough Trade)

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