Ora Cogan – The Quarry

Text: | Ressort: Musik | 22. Juni 2010

Sicher, so nebenbei erschließt sich „The Quarry“ nicht gerade. Dafür ist es zu konzentriert und die Stimmung zu kompakt fixiert, doch wer einen Schritt heraus aus dem Geschwindigkeitssog des Alltags wagt, innehalten möchte und sich auch auf die leisen Töne zu konzentrieren vermag wird belohnt. Keine Frage. Entrückter Zeitlupenfolk in dem sich Träume, Geister, Sehnsüchte spiegeln, auch wenn man nicht so genau aufg den Text achtet. Dabei wird Frau Cogans warm flehendes Organ dezent von Piano, Gitarre, Violine und Schlagwerk getragen. Referenz und Verbeugung vor Hope Sandoval und anderen in den Sechzigern vorangegangenen Folkladies a la Vashti Bunyan. Wie man berichtet wurd Ora in einen Haushalt hineingeboren, der sowaohl Studio, als auch Dunkelkammer und Anlaufstelle reisender Musiker war. Wenig verwunderlich also, dass sie schon mit zwölf erste Lieder schrieb und sich selbst Gitarre, Geige, Piano und Dulcimer (ähnlich dem Scheitholt einem Vorgänger der Zither) beibrachte. Was wiederum zur Zusammenarbeit mit Agnostic Mountain Choir, The Be Good Tanyas, Rio en Medio, Daniel Lercher und Anni Rossi führte, sowie zur gemeinsamen Gründung von Cornerston mit Frazey Ford, Matt Anderson und Khari McClelland und ihrem Her Jazz Noise Collective in Vancover. Nun also Solo, aber dafür umso eindringlicher. Sehr gediegen…

(Borne!/Isolated Now Waves)

www.myspace.com/oracogan

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