The Heart Of Horror – You Need A Coin

Text: | Ressort: Musik | 21. Januar 2009

Wusstest du schon, dass die Sehbahnen der temporalen Retinahälften auf ihrem Weg in den visuellen Kortex nicht gekreuzt werden, während die Sehbahnen der nasalen Retinahälften selbiges im Chiasma opticum tun, so dass so wahrgenommene Bilder kontralateral projiziert werden? Irre, oder? Und die Tatsache, dass ich das gerade um Längen spannender finde als “You Need A Coin”, das Debüt von The Heart Of Horror, das nebenbei läuft, spricht nicht gerade für diese Band. Jungs, wenn Ihr das lest, dann lasst Euch um Himmels Willen gesagt sein: Dröges Rumgeheule mit den immer gleichen Allgemeinplätzen ist verdammt unsexy. “You Need A Coin”, eine angebliche Weisheit, gleich nach “Ketchup muss rot sein” und “Vollmilch ist teurer als fettarme”, klingt jedenfalls wie Soulmate ohne Freude und Empathie. Ich bin kein Freund testosterongesteuerter Breitbeinigkeit, aber dieses elende Gejammer geht mir mittlerweile wirklich, wirklich, wirklich auf die Nerven. Reißt Euch doch endlich mal zusammen und macht Pop mit Eiern. Oder verbringt Eure Zeit sinnvoll und lernt die verschiedenen Schritte der Sehbahn auswendig. Ich hör Euch dann ab.
(Paul! Records/Universal Music Publishing/Rough Trade)

www.myspace.com/theheartofhorror

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22 Kommentare »

  1. falls du das lesen solltest! studierst du medizin und nebenbei schreibst du rezensionen?
    oder hast du dir wochenlangen einen coolen anfangssatz überlegt?

    so lässt es zumindest dein schreibstil vermuten. Verisse sind ja okay, aber stilistisch geht mir das „wirklich, wirklich, wirklichlich“ auf die nerven.

  2. sowas können nur gescheiterte musiker schreiben….

  3. mist, gleich doppelt erwischt. ihr habt schon recht: einerseits verbringe ich die meiste zeit des tages damit, in bibliotheken rumzukriechen und mir ultracoole rezensionsanfangssätze aus diversen enzyklopädien rauszuschreiben. und bevor ich damit angefangen habe, hatte ich tatsächlich eine erfolg versprechende indiepopriotgrrl-band in der pipeline, mit der es dann aber doch nicht so geklappt hat. verdammt, ich bin einfach zu durchschaubar.

  4. Ich dachte, Annas Kommentar bezieht sich auf Simons Kommentar. Halt verrissene Musiker, die ihren Veriss OK finden, ABER der Stil, nein, der gehört auch verrissen.

  5. neue zeitung, gibt es nicht? (ganz nebenbei mal…)

  6. ach, was weiß ich. mein kopf ist derartig voll mit schlauen anfangssätzen, dass ich die zusammenhänge hier auch nicht mehr verstehe ;)

    chamäleon> augen auf! http://www.persona-non-grata.de/77/

  7. natürlich war es auf das review bezogen.

  8. den review

  9. Ach so, versteh ich dann aber auch nicht.

  10. DIE review. DER depp. DAS schwachsinnsdebatte.

  11. … also, von wegen schwachsinnsdebatte.

    neues heft hin, oder her.
    wer’s noch nicht gecheckt hat, der checkt’s wohl noch, oder auch nicht oder
    was wollte (uns) nimrod mit seinem teaser sagen?

    meiner meinung nach erschöpfen sich geistesblitze der rest-non-grata, bzw.
    non-grata-I, dort, wo sie niemand erwartet und auch gar nicht sehen/erleben wollte (ähm, – z.b. hier, d.h. im rudiment des png-rudimentärsegments, im kommentarbereich ihrer ‚ungepflegten‘ seite (wer sagte das noch gleich, ach ja, ein ‚wes souf‘)).

    was war mit feierabendverein und wertschätzung desselben als
    selbstausbeuterverein? journalistisch zu arbeiten ist mehr denn je auch
    was für amateure. und wieso sollte man unterschiedliche massstäbe
    anlegen an die qualität der amateure (im vergleich zu den profis, …
    die schliesslich im moment oftmals hinterherhecheln)?

    nein, ganz im gegenteil. ihr seid da vermutlich nur gerade in einer phase, in der ihr euch überlegen müsst, aus der insellage, provinzhauptstadt-fanzine-zentrierung, wie und ob ihr euch in die welt-blog-meere hineinstürzen sollt um noch vorneweg was zu behaupten, die eigene sprache originell zu halten etc. …

    aber was denn, blog!? ist da irgendwo ein blog?

    ganz andere kommentarbaustelle?!

    also, wieso gibt es denn auf der welt plötzlich zwei (!)
    print-magazine, deren autoren überwiegend aus der png stammen (wo doch offenbar z.Zt. nicht genug leute an einem/euren strang ziehen könnten im moment)? ich meine nur, wer war denn mit dem stand der dinge unzufrieden (ausser ihr scheinbar mit euch selbst)?

    und nun scheints mit halbierter kraft/mannschaft zurück/nach vorn, also jedenfalls (anhand der inhalts-teaser für die 77) in richtung ‚musik‘ zu gehen?! und aus den themenbereichen politik, mode, kunst und sonstiges theater wurde sich herausgehäutet? kernkompetenzen stärken, – woher kenne ich denn diesen slogan?
    und wo ist dann der anspruch hin, bzw. muss ich darum bangen, dass andere magazine angesichts ihrer desolaten politik in die zweite meinungsriege verwiesen werden, siehe donis artikel in png#71, S.39, zum abschied von der guten alten spex, zitat:

    „aber die spex wird es so nicht wieder geben. jetzt steht die oft so betitelte ‚zonen-spex‘ persona non grata ganz alleine da. wir werden das beste daraus machen, hoffentlich auch in eurem sinne.“

    dazu fällt mir noch eins ein:

    „stehst du allein, schalfen dir oft die füsse ein“ (erkannt?)

    und last not least ein zitat aus der schwarzen serie:

    „so kulminiert die anfang der neunziger in der spex eingelätete
    demontage der popkultur schliesslich in diederichsens beredtem
    bestreiten, dass man überhaupt miteinander reden kann.“ (max dax,
    editorial zur ’neuen‘ spex.

  12. Hey, wie wärs mit einem Kommentarthread zum Thema PNG.

  13. damit wir jetze aber endlich nochema zum wesentlichen kommen: meine mutti hatte mal -17 dioptrien rechts und um die -23 links – also richtig fett maulwurf. ’ne laserung wollte die kk nich zahlen, da hat meine mutti einfach den grünen star bekommen – da mußte die kk dann einschreiten und per laser das wegmachen. und weil man eben gerade am rumlasern war, hat man gleich auch das mit dem minus weggelasert. jetzt hat sie -0,5 und -1,0 – was voll scheiße ist – weil, wenn ich früher faxen vor ihr gemacht habe, hat sie das gar nicht mitbekommen. wenn ich das jetzt mache, streicht sie mir gleich mein essensgeld. außerdem sah mutti mit brille besser aus.

  14. uiuiui, das ist bitter.

  15. honky tonks!!!

    persona non grata, go home !!!
    wer so stilistisch schlecht schreibt, kriegt keinen cent!

    sorry

  16. schlechteste zeitschrift ever!

  17. meinst du wirklich? hach, das wäre ja was. bei mir löst das alles schon seit langer zeit nichts mehr aus. schlechteste zeitschrift ever … das ist ja für die ewigkeit, uneinholbar, ein legendärer status fürwahr.

  18. wer hat das verfasst?
    hoffe, sie wird nie wieder schreiben…ist ja peinlich…
    sollte sie vorher mal lernen…
    also jana- mach was, oder lass es lieber…wäre doch besser!

  19. Ich frag mich gerade, ob die #18-Tina auch die #16-Tina ist. Was mich zu meiner nächsten Frage bringt: Ist es peinlicher, zwei Jahre später noch mal wüst drauf los zu haten, über eine angeblich schlechte Besprechung einer angeblich schlechten Band, oder als Klugscheißer-Ratschlag eine absolut nichtssagende Tautologie in den Raum zu werfen? Wir werden es wohl nie erfahren.

  20. jana,
    eine grössere anerkennung als den blanken hass kann man
    wohl nicht bekommen. da träumen die autorinnen von opak, spex,
    plattentests oder intro nur ‚von (oder schalten aplträume lieber gleich via kommentarstopp ab). ein nüchtern ausbalanciertes business-system bestimmt den alltag der lohnschreiber. man könne nicht mehr über avantgarde (-musik) in pop-zeitschriften schreiben, resumierte schon diederichsen 2005 in „Musikzimmer“. während sich diederichsen über die letzten jahre versuchte sich perzeptiv von den subkulturen zu lösen, kritisiere ich mehr die fankulturen, die sich, im zuge der allgegenwärtigen vernetzung immer stärker gehör verschaffen (könnten). zu recht, einerseits auch – ist doch png letztlich auch ein fanzine geblieben. jedoch, andererseits, weil oftmals jedweder subkulturellen praxis entbehrend, irgendwie fade und seltsam neurotisch überreizt. wöher kommt’s. ist es der frust der leute, die bei einem massenspektakel im jahr ein kombiticket kaufen und abfeieren – wenn’s hochkommt. ersetzt vituelles fan-sein eventuell nicht das miteinander, die reibung in der selbstverwalteten sub-community, die damit verbundene lebenserfahrung? und der frust eines bodenlosen fan-daseins kann sich dann auch selten reiben. da die magazin-schreiber bereitwillig vieles in selbstzensur glattschleifen oder sich um des präkeren jobs wegen glattschleifen lassen. unabhängigkeit plus know-how plus soziale wirklichkeit (schlicht erfahrung) sind im popjournalistischen tätigkeitsbereich das nonplusultra. das sollten sich auch mal fans wie tina (ich tippe mal, sie ist ein fan ohne boden) zwischendurch mal klarmachen. da schreibt eine frau, die es vielleicht nötig hätte, sich ein paar groschen im pop-geschäft zu verdienen. sie hält es aber für stilvoller, wenn schon für lau, dann auch das zu sagen, was sie es gerade für richtig hält. und, wenn sie in jener stimmung ist, dann schreibt sie halt so. „vorher mal lernen“, äh … !? und dann wohl ab zur springer-pop-akademie. und dann bei arschlochredaktion bewerben bis die würde kotze wird. und dann aber das schwadronieren über alles plus so’n abgefuckte gefühlskälten-coolness. hier wird zwar wenig geschrieben – aber es scheint blubberscheissleserinnen tatsächlich wieder zu animieren, auch nach jahren nochmals. als wäre in der zwischenzeit nichts kritisches zur band geschrieben worden – ja, ich glaube das, daß das wirklich so gewesen sein muß.
    gruß
    j.

  21. Besser hätte ich es nicht sagen können. Woher auch? Ich hab ja nie gelernt zu schreiben ;)

  22. …immerhin hab ich so mal den ganzen kommentarschwanz unter diesem text wahrgenommen….zwei jahre später :)

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